Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Kreissynode

Die Kreissynode ist das Leitungsorgan des Kirchenkreises. In ihr sind alle Kirchengemeinden des Kirchenkreises und synodale Dienste und Ämter und Werke vertreten. Alle vier Jahre (turnusmäßig mit den Presbyteriumswahlen) wird die Kreissynode neu gebildet. Sie versammelt sich bei uns im Ev. Kirchenkreis Lübbecke jeweils zu einer Sommer- und einer Herbstsynode an einem von ihr selbst bestimmten Ort sowie außerdem dann, wenn der Kreissynodalvorstand es für erforderlich hält. 
Sie muss einberufen werden, wenn ein Drittel ihrer Mitglieder, ein Drittel der Presbyterien oder die Kirchenleitung es fordert. Der Zeitpunkt der Tagung und die Tagesordnung werden durch den Kreissynodalvorstand festgesetzt. 
Die Kreissynode wird durch die/den Superintendentin / Superintendenten einberufen und geleitet. Die Verhandlungen der Kreissynode sind öffentlich, soweit sie im Einzelfall nichts anderes beschließt.

Angespannte Finanzlage bereitet Sorgen

Alexander Kröger


Die Kreissynode tagte im Gemeindehaus in Rahden

Rahden, den 14. Januar 2026

 Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Lübbecke hat in ihrer Tagung am 9. Januar in Rahden den kreiskirchlichen Haushalt verabschiedet. Außerdem legten die Kirchengemeinden und synodalen Dienste ihre Jahresberichte vor.

„Ich finde ermutigend, wie die Arbeit der Kirchengemeinden in den neuen Planungsräumen angelaufen ist und weiter fortgesetzt werden soll. Herausforderungen gibt es genug, und die werden wir auch angehen müssen“, sagte die stellvertretende Superintendentin Barbara Fischer zu den Berichten aus den Kirchengemeinden und den kirchlichen Diensten.

Beim Thema Finanzen sind die Aussichten nicht so euphorisch, aber noch zuversichtlich. Die Synode rechnet für 2026 mit einem voraussichtlichen Jahresergebnis in Höhe von 24.844 Euro. „2026 ist kein schönes Jahr, aber ein Jahr, das wir durchhalten. Danach müssen wir uns komplett neu aufgestellt haben“, sagte Bernd Kammann, Vorsitzender des kreiskirchlichen Finanzausschusses.

In den folgenden Jahren befürchtet der Kirchenkreis deutlich knappere Kassen. „Mittel- und langfristig wird in unserer Region die demografische Entwicklung die kirchliche Struktur und Finanzplanung weiter beeinflussen“, hieß es in der schriftlichen Vorlage zum Haushalt. Für 2027 wird ein Minus von 52.958 Euro prognostiziert, für 2028 von 220.618 Euro und für 2029 von 299.569 Euro. Insgesamt ergibt sich daraus für den Planungszeitraum eine Eigenkapitalminderung von 573.145 Euro.

Für 2026 erwartet der Kirchenkreis Lübbecke schätzungsweise rund 8,7 Millionen Euro an Kirchensteuerzuweisungen. Davon fließen rund 6,8 Millionen Euro in kreiskirchliche Dienste, in die seelsorgerische Arbeit und die Gemeindearbeit vor Ort sowie in den Unterhalt der Gebäude und die regionale Jugendarbeit.

Zusätzlich werden aus den Kirchensteuermitteln rund 540.000 Euro für die Unterstützung der Diakonie aufgewendet, und knapp 350.000 Euro werden als Klimaschutzpauschale in besonders energieeinsparende Baumaßnahmen investiert. Außerdem fördert der Kirchenkreis im Jahr 2026 ergänzend zu den staatlichen Mitteln die Arbeit in seinen 25 evangelischen Kitas mit mehr als einer Million Euro.

Im laufenden Kindergartenjahr 2025/2026 werden in den kreiskirchlichen Kitas 1.742 Kinder betreut. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen leichten Rückgang, denn damals lag die Zahl noch bei 1.779 Kindern. Insgesamt arbeiten in den Kitas mehr als 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Von den aktuell betreuten Kindern sind 293 jünger als drei Jahre. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der inklusiven Betreuung. Derzeit werden in 22 Einrichtungen insgesamt 74 Kinder inklusiv begleitet. Darüber hinaus erfüllen sieben evangelische Tageseinrichtungen – einzeln oder im Verbund mit anderen Kitas – die Kriterien eines zertifizierten Familienzentrums.

„Die Kitas und Familienzentren bieten über die reine Kinderbetreuung hinaus zusätzliche Förder-, Beratungs- und Unterstützungsangebote und leisten einen wichtigen Beitrag zur sozialen Infrastruktur in der Region“, sagte Carsten Schöneberg, stellvertretender Leiter des Kreiskirchenamt Weser-Werre-Wiehen und örtlich zuständig für die Kirchenkreise Lübbecke und Minden