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Sorgen für Sorgen
Die Ferien neigen sich dem Ende, viele von uns haben die Zeit genutzt, um dem Alltagsstress zu entfliehen und haben die warmen Tage mit ihren Lieben genossen, so auch wir.
Uns zog es dieses Jahr an die Ostsee. Aber trotzdem holten mich doch auch dort die Sorgen des Alltags ein. Sie kamen ungefragt einfach mit. Haben sich unbemerkt in meinen Koffer gemogelt und Zack – der Urlaubsfriede war dahin.
Angstvolle Gedanken am Abend, Fragen im Kopf beim Blick auf das Meer... Sorgen im Kopf, trotz der Füße im Sand.
Dabei heißt es ja: „Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5,7)
Oder: „Sorgt euch um nichts, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Jesus Christus.“ (Philipper 4,6-7)
Ja, aber wie wirft man denn seine Sorgen weg? Ist es so einfach?
Am Strand konnte ich viele Kinder beobachten, die Bälle hin und her geworfen haben, oder Steine möglichst weit hinaus. Auch einer Qualle wurde versucht das Fliegen beizubringen – ohne Erfolg.
Ein paar Merkmale sind mir aber aufgefallen: Wenn man etwas wirft, ist es gut ein Ziel im Blick zu haben, also das Ziel zu kennen. Wenn man etwas wirft, ist es hilfreich mit Kraft zu werfen, damit es auch ankommt. Wenn man etwas wirft, ist es sehr entscheidend auch loszulassen. In der Regel kommen Dinge, die man wirft, nicht wieder von allein zurück.
Übertragen gesehen hieß das für mich: Sorgen, also ängstliche Gedanken, im Gebet zu benennen und loszulassen – im Vertrauen, Jesus fängt sie auf. Er sorgt für mich, für dich, für ihn und für sie.
Das nimmt den Sorgen die Kraft, die sie über mich haben.
Und wenn sie sich doch nochmal einschleichen möchten, dann einfach nochmal den Blick auf das Ziel richten, ausholen und loslassen.
Corrie ten Boom sagte einmal: „Mut ist Angst, die gebetet hat.“ Wie wahr.
