Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Worte der Besinnung für den 07. Februar 2026

Pfarrerin Kristina Laabs

Was bin ich dankbar für unsere Apotheke vor Ort! Dort werde ich immer gut und individuell beraten. Man kennt sich und hat Vertrauen in die Tipps des Fachpersonals. Leider mussten in den letzten Jahren viele Apotheken schließen und manche Patientin/mancher Patient ist darauf angewiesen, Medikamente über das Internet zu bestellen. Gut, dass es diese Möglichkeit gibt. Dennoch bevorzuge ich den persönlichen Kontakt und freue mich, dass es in unmittelbarer Nähe eine Apotheke gibt, in der ich mich immer gut beraten fühle.

In der Kirchenlandschaft gibt es auch ganz unterschiedliche Angebote: evangelische und katholische Gemeinden, Freikirchen und Kirche im Internet. Alles hat seine Berechtigung. Wir sollten das eine nicht gegen das andere ausspielen. Es braucht die Vielfalt, damit jeder Mensch das für sich passende Angebot finden kann. Entscheidend dabei ist allerdings, dass dort von dem gesprochen wird, der die Basis von allem ist: Jesus Christus. Er hat uns vorgelebt, dass niemand im Abseits stehen sollte. Jedem, dem er begegnet ist, hat er sich zugewandt und damit gezeigt: Gott liebt alle seine Geschöpfe. Alle Völker ruft er zu sich. Für ihn gibt es keine Ausländer, keine Fremden. Sondern schlicht und einfach Menschen, denen er seine Begleitung durch alle Höhen und Tiefen des Lebens anbietet.

Die Worte und das Handeln Jesu motivieren mich, auch auf die zuzugehen, deren Ansichten mir fremd sind. Meist erkenne ich dann: das ist ein Mensch wie ich, mit Stärken und Schwächen und dem innigen Wunsch, gesehen, gehört, wertgeschätzt zu werden. Nur die Wenigsten beharren darauf, dass nur ihre Sichtweise richtig sei und vertreten sie mit Vehemenz. Dann ist es vielleicht sinnvoll, sich aus dem Weg zu gehen. Aber beten kann ich auch für diese Menschen. So hat es Jesus auch getan. Deshalb möchte ich mit einem Gebet schließen: Gott, hilf, dass das Böse keinen Keil zwischen uns Menschen treibt. Sondern, dass wir erkennen, dass die Probleme in unserer Gesellschaft und in unserer Welt nur gelöst werden können, wenn wir uns an dem orientieren, was uns Christus vorgelebt hat. Lass uns so wie er aufeinander zugehen und miteinander das Leben gestalten. AMEN


Kristina Laabs, Pfarrerin im Pfarrbezirk Oberbauerschaft