Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Er war die „Feuerwehr“ des Kirchenkreises

Karsten Schulz

 
Verabschiedung in der Immanuel-Kirche: Kirchmeisterin Simone Bollhorst (v. l.), Pfarrer Michael Beening aus Dielingen, Peter Renschler vom Orde, Ehefrau Lara vom Orde, Pfarrer Dr. Roland Mettenbrink sowie Presbyter und Mitglied des Kreissynodalvorstandes Arnold Konow. Foto: Karsten Schulz

Lübbecker Land / Preußisch Ströhen, den 16. April 2026

 Nach der ehemaligen Schulseelsorgerin Lara vom Orde ist nun auch ihr Ehemann, Pfarrer Peter Renschler vom Orde, in den Ruhestand gegangen. In einem Gottesdienst in der Immanuel-Kirche in Preußisch Ströhen entpflichtete ihn Pfarrer Dr. Roland Mettenbrink vom Kreissynodalvorstand offiziell von seinem Amt. Anschließend feierte das Ehepaar gemeinsam mit Weggefährten und Gemeindemitgliedern im Gemeindehaus seine Verabschiedung.

Geboren in Argentinien, verbrachte Renschler vom Orde dort seine ersten zehn Lebensjahre, bevor das Saarland über viele Jahre hinweg seine Heimat wurde. Auch nach seinem Theologiestudium war er zunächst dort tätig. Roland Mettenbrink erinnerte in seiner Ansprache an ein Kinderfoto, das den späteren Pfarrer bereits mit einer Bibel in der Hand zeigt. Früh habe für ihn festgestanden, dass er Menschen den Zugang zum Evangelium nahebringen wolle. Aufgewachsen in einer Pfarrerfamilie, verfolgte er dieses Ziel konsequent über Studium und Vikariat.

Seit 2016 war Renschler vom Orde als Pfarrer im Evangelischen Kirchenkreis Lübbecke tätig, zunächst in Vertretungsdiensten bei Kirchengemeinden. Außerdem war er in der Polizei- und Feuerwehrseelsorge aktiv; unter anderem wurde er von der Feuerwehr Lübbecke zum Fachberater Seelsorge ernannt. Mettenbrink würdigte besonders seine Nähe zu den Menschen: „Er hat bei den Menschen gelebt und seinen Dienst an der Basis wahrgenommen.“ Auch in Krisen und Ausnahmesituationen sei er immer ein verlässlicher Ansprechpartner gewesen, der nah bei den Menschen blieb.

In seiner Abschiedspredigt rief Renschler vom Orde dazu auf, als Christen mehr Haltung zu zeigen. Niemand müsse sich schämen, sich zur „fröhlichen Botschaft von Jesus Christus zu bekennen“. Die Profillosigkeit sei eines der Hauptprobleme der heutigen Gesellschaft, so Renschler vom Orde.