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Lübbecke, den 03. März 2026
Von Saitama in Japan nach Lübbecke: Die neue Kreiskantorin Rina Sawabe hat einen weiten Weg zurückgelegt. Seit September lebt und arbeitet die 44-Jährige im Altkreis – und fühlt sich bereits angekommen. Was sie besonders schätzt? „Die Menschen und die hügelige Landschaft!“, sagt sie fröhlich. Am Samstag, 21. März, wird Rina Sawabe um 16 Uhr in der St.-Andreas-Kirche durch den Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Lübbecke, Dr. Uwe Gryczan, im Rahmen eines öffentlichen Gottesdienstes in ihr Amt eingeführt.
Mit ihrer Aufgabe als Kreiskantorin erfüllt sich Rina Sawabe einen Kindheitstraum. „Ich bin in Japan in einer christlichen Familie aufgewachsen – das ist dort sehr selten. Und ich wollte schon als Kind Klavier studieren“, erzählt sie. Ihre ersten Klavierstunden erhielt sie im Alter von drei Jahren von ihrer Mutter. Später nahm sie ein Musikstudium in Japan auf, bevor es sie 2006 nach Freiburg zog. Dort studierte sie zunächst Klavier, später auch Orgel – ein Instrument, in das sie sich sofort verliebte. „So etwas gibt es in Japan nicht“, sagt sie. Auch die Vielzahl großer und kleiner Kirchen, die hier zum Stadtbild gehören, habe sie beeindruckt.
„In Japan haben wir uns in Wohnungen zum Gottesdienst getroffen“, erinnert sich die Musikerin. „Unsere Gemeinde war sehr klein und bestand größtenteils aus meiner Familie.“ Die Gemeinde in Lübbecke ist deutlich größer – und doch erlebt sie auch hier familiäre Atmosphäre. „Die Menschen sind sehr nett und hilfsbereit.“ Vor allem durch die Kantorei hat sie schnell Kontakte geknüpft. Mehr als 70 Sängerinnen und Sänger engagieren sich hier.
Die Größe des Chores war für Sawabe ein wichtiger Grund, aus Norddeutschland nach Ostwestfalen zu wechseln. „Das bietet viele Möglichkeiten – auch für große oratorische Werke.“ Einen ersten gemeinsamen Auftritt absolvierte sie mit der Kantorei und vielen weiteren Gospel- und Vokalchören bereits im vergangenen Oktober bei der „Nacht der Chöre“.
Auch für die Zukunft hat sich die neue Kreiskantorin viel vorgenommen. Mehrere Konzerte mit der Kantorei sind für dieses Jahr bereits geplant. Außerdem wird Sawabe am Ostermontag einen zentralen Gottesdienst des Kirchenkreises zum 350. Todestag des Kirchenlieddichters Paul Gerhardt musikalisch gestalten. Zu diesem Anlass sind auch alle Vokal- und Posaunenchöre des Kirchenkreises herzlich in die Thomaskirche in Espelkamp eingeladen. Der Gottesdienst beginnt um 11 Uhr. Nach einer gemeinsamen Mittagsverköstigung beginnt um 13.15 Uhr ein offenes Singen.
Langfristig kann sich die 44-Jährige zudem vorstellen, ein Stück japanischer Kultur in den Kirchenkreis zu bringen. „In Norderstedt habe ich regelmäßig japanische Abende veranstaltet“, berichtet sie. Denn auch nach fast 20 Jahren in Deutschland fühlt sich Rina Sawabe ihrer Heimat eng verbunden. Etwa alle zwei Jahre besucht sie Familie und Freunde, zuletzt im Januar.
Ob in Deutschland oder Japan: Musik spielt immer eine wichtige Rolle in ihrem Leben. Neben der Kirchenmusik begeistert sie sich besonders für japanische Filmmusik. Auch Mangas und Anime – japanische Comics und Trickfilme – gehören für sie fest dazu. „Das schaue ich mir fast jeden Tag an“, sagt sie lachend.
Wer die vielseitige Kreiskantorin Rina Sawabe kennenlernen möchte, hat dazu am Samstag, 21. März, um 16 Uhr im Einführungsgottesdienst in der St.-Andreas-Kirche Gelegenheit.

