Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Notfallseelsorge



Lübbecke. „Notfallseelsorge ist Erste Hilfe für die Seele.“ so definierte Pfr. Peter Renschler vom Orde die gemeinsame Aufgabe beim Fortbildungstag Notfallseelsorge im Kirchenkreis Lübbecke. Zwölf Männer und Frauen, Menschen aus dem Pfarramt wie auch Ehrenamtliche trafen sich im Kreiskirchenamt Lübbecke. Hartmut Gebauer, Leiter der Notfallseelsorge Lübbecke, hatte den Fortbildungstag organisiert und Pfr. Peter Renschler vom Orde als Referenten eingeladen. Im Mittelpunkt stand das Thema: „Notfallseelsorge in einer Großschadenslage“. Renschler vom Ordes Ausgangsthese lautete: Notfallseelsorge ist eingebunden in die örtliche Gefahrenabwehr. Wir stehen nicht außerhalb.“ Die Leitstelle der Feuerwehr ordnet die Einsätze an. An der Unglücksstelle ist das Team der Notfallseelsorge an die Weisungen der Einsatzleitung gebunden. Der Unterschied zu einem Einsatz im häuslichen Bereich ist bei einer Großschadenslage, dass mehrere Notfallseelsorger tätig sind. Diese sind eingebunden in die Hilfe von Polizei, Feuerwehr, DRK und Technischem Hilfswerk. In einem Rollenspiel wurde dann der Ernstfall geprobt. Auch innerhalb des Teams der Notfallseelsorge mussten Gruppenführer bestimmt und Absprachen zu den unterschiedlichen Aufgaben innerhalb der verschiedenen Bereiche festgelegt werden.
Neben der Bearbeitung des Themas war auch noch Zeit für den Austausch. Die Seelsorger berichteten von schwierigen Fällen und Problemen, mit denen sie bei ihren Einsätzen konfrontiert worden sind. Ein besonderes Thema war die Notfallseelsorge im System Schule. Dazu hat jede Schule ein Kriseninterventionsteam gebildet, das sich auch von außen Hilfe holen kann, z.B. durch örtliche Pfarrerinnen. Insgesamt wurde die gute Zusammenarbeit mit Polizei und Feuerwehr gelobt. In den letzten Jahren wird die Notfallseelsorge in der Gesellschaft stärker wahrgenommen und geschätzt.