Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Kirchengemeinde fährt mit Indonsesiern nach Taize`

Taizé - Ein einzigartiger Ort



Mit Blick in den Himmel verabschieden sich die Indonesier von der Kirchengemeinde

52 Jugendliche & junge Erwachsene aus dem Kirchenkreis Lübbecke fuhren am 07.Juli unter der Leitung von Pastor Struckmeier nach Taizé.


Ein langes Jahr mussten sie warten. Bei vielen war die Vorfreude schon fast greifbar. Letzten Samstag ging es dann endlich wieder Richtung Taizé. Die Bruderschaft in Südfrankreich, die 1949 von Freré Roger gegründet wurde, ist schon seit vielen Jahren Treffpunkt für Jugendliche aus der ganzen Welt. Und auch für viele Lübbecker Jugendliche war die letzte Woche nicht das erste Mal in Taizé. Seit 2004 organisiert Pastor Eckard Struckmeier jedes Jahr in den Sommerferien eine Fahrt zur communaute. Trotz des frühen Aufbruchs war die Stimmung im Bus grandios. Viele der jungen Leute kannten sich schon von den vorherigen Jahren doch auch wer zum ersten Mal dabei war wurde ganz schnell in die Gemeinschaft aufgenommen. Es wurde gesungen und viel gelacht und erstmal angekommen änderte sich das auch nicht. Eine Mitreisende Jugendliche beschrieb ihre Gedanken: "Als wir in Taizé ankamen fühlte es sich an als würde ich wieder nach Hause kommen. Alles war als wären wir nie weggewesen." Trotz der Atemberaubend schönen Umgebung ist die Zeit in Taize nicht das was man normalerweise als Urlaub bezeichnet. Jeder ab 17 übernimmt eine Aufgabe wie z.B. das Verteilen von Essen, das Mitsingen im Chor oder das Aufräumen der Kirche. Und auch die unter 17-jährigen haben was zu tun. Jeden zweiten Tag wird in kleinen Gruppen geputzt. Erst dieses Gemeinsame Arbeiten macht das System von Taizé möglich. Doch der Mittelpunkt des ganzen ist natürlich der 3 mal täglich stattfindende Gottesdienst. Jugendliche und Erwachsene finden dort die Stille die es im Alltag so selten gibt. Und auch die Gebete, die größtenteils gesungen werden, kommen immer sehr gut an. "Der Luxus in Taizé ist für mich das einfache Leben. Auch wenn man in Zelten und Baracken schläft fühlt man sich geborgen", sagte ein junges Mädchen so passend. Und dieses einfache Leben das einem in Taizé angeboten wird nahmen auch die Lübbecker freudig an. Fernab von all der Werbung & den Informationsschwüngen die sonst täglich auf einen zuströmen hat man die möglichkeit über sein Leben nachzudenken 6 darüber was man eigentlich erwartet. In den sich täglich treffenden Bibelgruppen kann man seine Gedanken an Jugendliche aus der ganzen Welt weitergeben und erfährt auch viel über andere Kulturen. "In Taizé sind alle gleich!", schwärmt eine 16-jährige Französin. "Das ist was mir am besten gefällt, niemand fühlt sich besser oder schlechter als die anderen und auch wenn man sich nocht nie zuvor gesehen hat ist es somit viel leichter auf andere zuzugehen und sich mit ihnen zu unterhalten." So wurden selbstverständlich schnell neue Freundschaften geschlossen und auch Besuche bei dem anderen & damit in vielleicht bisher fremden Ländern geplant. Trotz der freudigen Erwartung seine neuen Freunde bald wieder zu sehen und mit einem klaren Kopf fiel der Abschied vielen schwer. Man wollte Taizé und seine wunderschöne Umgebung noch nicht verlassen, denn wenn man erstmal wieder zuhause ist muss man wieder 1 Jahr warten bis die jährliche Fahrt nach Taizé stattfindet. Um aber auch in Lübbecke neue Kraft zu schöpfen findet jeden Mittwoch um 18:00 Uhr in der Andreaskirche ein Taizégebet statt. Jeder der sich gern selbst ein Bild machen möchte ist herzlich eingeladen mit zu singen und zu beten.

Julia Hilenberg