Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Rahden

Größe: 119,10 km²
Gemeindemitgliederzahl: 8787 im Dezember 2021

Gemeindebüro
Sekretärin Kerstin Wenzel / Petra Schröder / Verena Krüger
Am Kirchplatz 4
32369 Rahden
Telefon: 05771/3342
Fax: 05771/94629
rahden@kirchenkreis-luebbecke.de
https://www.kirchengemeinde-rahden.de

Öffnungszeiten des Gemeindebüros: Montag bis Mittwoch 9.00 bis 12.30 Uhr.


Rahden


Tonnenheide

   

Altespelkamp                         Wehe

Sie erreichen uns:

Kapelle Varl – Varler Straße 26, Rahden-Varl
Kapelle Sielhorst – Höferort 1, Rahden-Sielhorst
Paul-Gerhardt-Haus, Alt-Espelkamp – Schulstraße 2, Alt-Espelkamp
Auferstehungskirche – Weher Moorort 2, Rahden-Wehe
Christuskirche – Tonnenheider Kirchweg 1, Rahden-Tonnenheide
St. Johannis-Kirche – Am Kirchplatz 1, Rahden

Gottesdienste

St. Johannis-Kirche Rahden sonntags 10 Uhr, Kindergottesdienst 11.15 Uhr (nicht in den Ferien)

Christuskirche Tonnenheide und Auferstehungskirche Wehe alle 2 Wochen sonntags um 10 Uhr

Paul-Gerhardt-Haus Alt-Espelkamp 1x monatlich sonntags 10 Uhr

Kapelle Varl und Kapelle Sielhorst je 1x monatlich sonntags 9.30 bzw. 11.00 Uhr

Youtube-Kanal der Gemeinde

 Kirchenmusik

Quellmalz Thomas,
05771-8211554 
kirchenmusik@kirchengemeinde-rahden.de

Schmalgemeier Wilhelm

Pfarrerinnen und Pfarrer 



Pfarrerin Gisela Kortenbruck
(Bezirk Rahden-West)
Schulstr. 6
32369 Rahden
Tel. 05771/5360
kortenbruck(at)kirchengemeinde-rahden.de



Pfarrer Udo Schulte
(Bezirk Rahden-Mitte)

Gattgarten 10
32369 Rahden
Tel. 05771/2348
schulte(at)kirchengemeinde-rahden.de



Pfarrerin Lena Heucher-Baßfeld
(Bezirk Rahden-Ost)

An den Wiesen 25
32339 Espelkamp
Tel. 05771/2055
heucher-bassfeld(at)kirchengemeinde-rahden.de



Pfarrer Klaus-Hermann Heucher
(Bezirk Rahden-Ost)

An den Wiesen 25
32339 Espelkamp
Tel. 05771/2055
heucher(at)kirchengemeinde-rahden.de



Pfarrerin Wirwe Grau-Wahle
(Altenheim-Seelsorge)

Gartenstr. 19
32369 Rahden
Tel. 05771/2063
grau-wahle(at)kirchengemeinde-rahden.de

Verbundpfarrer für die Region Rahden

Pfarrer Roland Mettenbrink
(Kindergärten u. Altenheim Rose)

Pr. Ströher Allee 20
32369 Rahden
Tel. 05776/463
mettenbrink(at)kirchengemeinde-rahden.de

Tageseinrichtung für Kinder
Bärenhöhle
Am Boomkamp 20
32369 Rahden

Löwenzahn
Schulstr. 4
32369 Rahden

Sonnenstrahl
Am Brullfeld 6
32369 Rahden

Jugendreferent

Oliver Nickel
CVJM-Rahden

 

Karte Rahden


Evang.-Luth. Kirchengemeinde Rahden

Am Kirchplatz 4
32369 Rahden
Tel: 05771/3342

Ev. Kindergarten "Sonnenstrahl"

Am Brullfeld 6
32369 Rahden
Tel: 05771 - 2393

Ev. Kindergarten "Löwenzahn"

Schulstr. 4
32369 Rahden
Tel: 05771 - 3063

Ev. Kindergarten "Bärenhöhle"

Am Boomkamp 20
32369 Rahden
Tel: 05771 - 60634

Veränderung als Chance

Text: Alexander Kröger: Fotograf: unbekannnt

Strukturwandel, Demografie und veränderte Lebensweisen: Der ländliche Raum steht vor großen Herausforderungen. Der Ausschuss für Kirche und Gesellschaft des Evangelischen Kirchenkreises Lübbecke hat bei einem Treffen im Gemeindehaus Rahden das Thema auf die Tagesordnung gesetzt. Gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft gab es eine lebhafte Diskussion. Mit dabei waren unter anderem die Landtagsabgeordneten Bianca Winkelmann und Benjamin Rauer, der ehemalige Landtagsabgeordnete Ernst-Wilhelm Rahe und der Stemweder Bürgermeister Kai Abruszat.

„Ein wichtiger Punkt für meine Gemeindearbeit ist die Förderung des ländlichen Raumes. Das ist mir eine Herzensangelegenheit“, sagte Dr. Roland Mettenbrink, Gemeindepfarrer in Preußisch Ströhen und Rahden. Er ist der Vorsitzender des kreiskirchlichen Ausschusses und hatte zu dem Treffen auch Professor Dr. Karl-Martin Born von der Universität Vechta eingeladen. Mitgebracht hatte der Wissenschaftler und VISTRA-Institutsdirektor seinem Gastvortrag „Der Beitrag der Kirche zur Aufrechterhaltung dörflicher Vitalität“.

Born beschrieb Vitalität als die Gesamtheit aller Aktivitäten vor Ort, die das Gemeinwesen fördern. Seiner Meinung nach sei die Kirche – wie auch Politik und Vereine – für ein Dorf enorm wichtig. In der sich verändernden Gesellschaft wird es jedoch einer Kirchengemeinde nicht mehr möglich sein, alle bisherigen kirchlichen Gebäude und Orte im bisherigen Umfang zu nutzen.

„Eine Kirchengemeinde wird nicht die Mittel haben, um alles in Ordnung zu halten“, sagte Born und ergänzte: „Vitalität ist ein selbstverstärkender Prozess.“ Wenn beispielsweise Gebäude in einem schlechten Zustand seien, dann merke das Umfeld, dass sich niemand kümmere und die Attraktivität des Dorfes sinke weiter.

Kirchliche Orte sind Erinnerungsorte, Kultur- und Begegnungsorte, und somit nach Aussage des Wissenschaftlers „die Quellen der raumbezogenen Identität.“ Die Säkularisierung kirchlicher Räume, also deren Umwandlung und Nachfolgenutzung, sei zwar vielerorts zunächst ein schmerzlicher Prozess, doch das müsse nicht unbedingt so sein.

Er berichtete von Orten, wo Gebäude nicht leer stehen, sondern von Kirche und anderen aktiven Gruppen im Ort gemeinsam genutzt oder für einen neuen Zweck weiterentwickelt wurden. „Das wirkt sich dann wieder positiv auf die Identität aus. Das Gebäude ist noch da und innendrin ist etwas Neues, möglicherweise sogar etwas Spektakuläres, zum Beispiel ein Veranstaltungszentrum oder attraktiver Wohnraum“, sagte Born und ergänzte: „Die Kirche ist eine Institution, die innovativ sein kann für solche Dinge. Sie ist in der Lage, so einen Prozess zu begleiten.“

Außerdem betonte der Professor die kulturellen Aktivitäten der Kirche für die dörfliche Vitalität. Als Beispiel nannte er die Kirchenmusik mit ihren Gesang- und Posaunenchören. Born: „Die Kirchenmusik wächst über die Kirche hinaus und hat enge Verbindungen zu weiteren kulturellen, musikalischen Gruppen wie auch zu Schulen und Kitas. Dadurch hilft sie dem Dorf.“

Bei der lebhaften Diskussion nach dem Vortrag wurde unter anderem kritisiert, dass ländlichen Strukturen oftmals um ihre Identität kämpfen, weil dörfliche Angebote eher eingeschränkt und aufgegeben würden. „Es fehlt auch an Nachwuchs“, erzählte Pfarrer Mettenbrink. „Aufgrund des zukünftigen Pfarrermangels und der finanziellen Aussichten, können manche Angebote in der bisherigen Form nicht beibehalten werden.“

Seiner Meinung nach lassen sich die Rahmenbedingungen nicht wegdiskutieren, trotzdem könne Kirche die Vitalität in den kleinen ländlichen Gemeinden fördern. Mettenbrink: „Kirche muss aktiv mit anderen Organisationen zusammenarbeiten, um die Vitalität des Dorfs aufrechtzuerhalten. Dazu bedarf es Menschen, die engagiert nach vorne gehen und mithelfen.“

Superintendent Dr. Uwe Gryczan betonte die Stärke von Gemeinschaft und mögliche Chancen. Seiner Beobachtung nach gebe es viele Menschen, die eine hohe Verbundenheit zur Kirchengemeinde haben und sich im dörflichen Umfeld engagieren. Gryczan: „Es wird sich einiges verändern, aber Veränderung kann auch eine Chance sein. Sie führt dazu, dass wir gemeinsam nachdenken, was wir für die Zukunft brauchen, was wichtig und gut ist.“


Pfarrer Dr. Roland Mettenbrink (links), Vorsitzender des kreiskirchlichen Ausschusses für Kirche und Gesellschaft, und Professor Dr. Karl-Martin Born von der Universität Vechta