Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Rahden

Größe: 119,10 km²
Gemeindemitgliederzahl: 8991 im Dezember 2019

Gemeindebüro
Sekretärin Kerstin Wenzel / Petra Schröder / Verena Krüger
Am Kirchplatz 4
32369 Rahden
05771/3342
05771/94629
rahden@kirchenkreis-luebbecke.de
http://www.kirchengemeinde-rahden.de

Öffnungszeiten Gemeindebüro: Montag bis Donnerstag von 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr. 

 

 



 

Rahden                                 Tonnenheide
   

Altespelkamp                         Wehe

Sie erreichen uns:

Kapelle Varl – Varler Straße 26, Rahden-Varl
Kapelle Sielhorst – Höferort 1, Rahden-Sielhorst
Paul-Gerhardt-Haus, Alt-Espelkamp – Schulstraße 2, Alt-Espelkamp
Auferstehungskirche – Weher Moorort 2, Rahden-Wehe
Christuskirche – Tonnenheider Kirchweg 1, Rahden-Tonnenheide
St. Johannis-Kirche – Am Kirchplatz 1, Rahden

Gottesdienste

Rahden: Sonntag 10.00 Uhr
 Tonnenheide/Wehe: alle zwei Wochen 10. 00 Uhr
Alt-Espelkamp, Sielhorst, Varl, wechselnd Sonntags 

 Kirchenmusik

Quellmalz Thomas,
05771-8211554 
kirchenmusik@kirchengemeinde-rahden.de

Schmalgemeier Wilhelm
Kirchdamm 2
32369 Rahden

05771-1654        
w.schmalgemeier@gmx.d

Pfarrerinnen und Pfarrer 

  


Pfrin. Micaela Strunk-Rohrbeck
Pfr. Rainer Rohrbeck
Küthe 22
32369 Rahden
Tel.: 05771/2055
Fax: 05771/94518



Pfrin. Gisela Kortenbruck
Schulstr. 6
32369 Rahden
Tel.: 05771/5360




Pfr. Schulte
Gattgarten 10
32369 Rahden
Tel.: 05771/2348

Verbundpfarrer für die Region Rahden

Pfr. Dr. Roland Mettenbrink
Pr. Ströher Allee 20
32369 Rahden-Pr. Ströhen
Tel.: 05776/463
Fax: 05776/1524

Tageseinrichtung für Kinder
Bärenhöhle
Am Boomkamp 20
32369 Rahden

Löwenzahn
Schulstr. 4
32369 Rahden

Sonnenstrahl
Am Brullfeld 6
32369 Rahden

Jugendreferent

Oliver Nickel
CVJM-Rahden

 

Karte Rahden


Evang.-Luth. Kirchengemeinde Rahden

Am Kirchplatz 4
32369 Rahden
Tel: 05771/3342

Ev. Kindergarten "Sonnenstrahl"

Am Brullfeld 6
32369 Rahden
Tel: 05771 - 2393

Ev. Kindergarten "Löwenzahn"

Schulstr. 4
32369 Rahden
Tel: 05771 - 3063

Ev. Kindergarten "Bärenhöhle"

Am Boomkamp 20
32369 Rahden
Tel: 05771 - 60634

Mittelalter trifft Gegenwart

Text und Bilder von Robert Rolf Grundmann

Rahden. Das Licht über dem Mittelschiff ist ausgeschaltet, nur zwei Lichtkegel sind auf den Altar gerichtet. Die Beleuchtung der Seitenschiffe sorgt dafür, dass nicht völlige Dunkelheit herrscht. Dann betreten acht Personen in braunen Mönchskuten den Altarraum, die Kapuzen ins Gesicht gezogen, die Hände gefaltet. Am Platz angekommen schlagen sie die Kapuzen zurück, der Bassist setzt eine Stimmgabel ein, gibt den Grundton vor und die musikalische Reise in die Welt der liturgischen Gesänge beginnt, die das Publikum aus dem Alltag in eine besondere Atmosphäre entführt.

Mit dem „Ave Maria Virgo Serena“ zieht das bulgarische Oktett „The Gregorian Voices“ sein Publikum im voll besetzten Kirchenschiff und auf der Empore gleich zu Beginn in seinen Bann. Aus den Stimmlagen Tenor, Bariton und Bass entsteht ein Gesamtklang, auf den für die einen das Wort „mystisch“ passt, während anderen die Bezeichnung „ergreifend“ lieber ist.
In der Pause und nach dem Konzert fällt in den Gesprächen immer wieder das Wort „Gänsehautfeeling“.

Weiter geht es mit „Salve Regina“, „Tebe Poem“, „Bogorodize Deo“ und weiteren Stücken, wie „Pie Jesu“ von Andrew Lloyd Webber. So kommt die katholische Liturgie ebenso zum Wort, wie die orthodoxe. Aus dem einstimmigen Gesang werden mehrstimmige Sätze, verknüpft mit solistischen Parts. Das Zeitfenster wird hin zur Renaissance und zum Barock aufgestoßen und erlaubt den Blick bis in die Gegenwart.
Das Publikum geizt zu Recht nicht mit Applaus und doch ist alles wieder mucksmäuschenstill, sobald die Stimmgabel angeschlagen wird. Die hält sich der musikalische Leiter Georgi Pandurov ans Ohr, der mit knappen Gesten und Blicken die substanzreichen Stimmen führt, die Stärken jedes Ensemblemitglieds heraushebt und die Dynamik vom „Flüsterton“ bis raumfüllend einzusetzen weiß. Kein Mikrofon, kein Verstärker verfälscht den natürlichen Klang der Stimmen.

Der weltliche Teil nach der Pause beginnt in „Massachusetts“, ein Titel, den wohl alle noch in der Version der „Bee Gees“ im Ohr haben. „The Sound Of Silence" , Rod Stewarts „Sailing“ oder „We Are The World, We Are The Children“ sind weitere Titel, die das Publikum in neuem Gewand erlebt, auf das vielleicht das Etikett „sakrale Modulation“ passt. Gegen Ende des Programms stellt der Bass unter Beweis, dass „Love Me Tender“, dessen musikalische Wurzeln in die Mitte des 19. Jahrhunderts reichen, auch ohne Schmalztolle und Hüftschwung eines Elvis Presley, das Publikum in den Bann ziehen kann. „Amazing Grace“ schafft dann wieder eine Verbindung zum ersten, religiös fundierten Teil des Konzertes, bevor mit „ABBAs „Thank You For The Music“ das Programm ausklingt.

Das begeisterte Publikum erklatscht sich einige Zugaben, bevor die acht Sänger sich in die Sakristei zurückziehen können, aus der sie – noch unter den Kapuzen „versteckt“ – den Altarraum betreten hatten.
Bereichert um ein Konzerterlebnis der Extraklasse tritt das Publikum hinaus und zurück in den regnerischen Alltag.

Gregorianischer Gesang:

– ist einstimmiger Chorgesang in lateinischer Sprache
– war fester Bestandteil der katholischen Liturgie
– wird ohne instrumentale Begleitung gesungen
– wurde nach Papst Gregor I benannt
– diesem Papst wird Urheberschaft als Komponist zugeschrieben, die aber nicht belegt ist
– die Wurzeln reichen in das siebte Jahrhundert
– nach dem II. Vatikanischen Konzil treten Gesänge der Gemeinde in der jeweiligen Landessprache in den Vordergrund, gregorianischer Gesang wird hauptsächlich in Ordensgemeinschaften gepflegt
– in den Kirchen der Reformation wurden die Melodien mit deutschen Texten versehen bzw. der Gemeinde Gesang in deutscher Sprache zu eigenen Melodien gefördert




The Gregorian Voices haben mit liturgischen Gesängen und Popmusik im Stil der Gregorianik ihr Publikum in Sankt Johannis verzaubert. FOTO: ROBERT ROLF GRUNDMANN