Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Preußisch Ströhen

Größe: 35,50 km²
Gemeindemitgliederzahl: 1646 (Juni 2016)


Kirche Pr. Ströhen

 

 Lesung in der Kirche             Nordpunkt

Gemeindebüro
Sekretärin Astrid Gartzke
Ströher Allee 20
32369 Rahden
Tel.: 05776/463
Fax: 05776/1524
prstroehen@kirchenkreis-luebbecke.de

Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 9.00 - 12.00 Uhr und Freitag von 15.00 - 17.00 Uhr.

Gottesdienst:
Sonntag 10.00 Uhr

Kirchenmusik

Schmidt Barbara, Thiedemanns Damm 1  0170-2309440    barni59@yahoo.de
Bollhorst Michael, Moororter Str. 31, 32369 Rahden, 05776-9512, mi-bollhorst@t-online.de


Pfarrer

Pfr. Dr. Roland Mettenbrink
Pr. Ströher Allee 20
32369 Rahden-Pr. Ströhen
Tel.: 05776/463
Fax: 05776/1524


Presbyterium Preußisch Ströhen(v.l.) Christian Kammeier, Detlef Tacke, Hermann Lohmeier, Antje Langhorst, Wilhelm Sander, Frank Titkemeier, Bettina Meerhoff, Simone Bollhorst, Pfr. Roland Mettenbrink

Tageseinrichtung für Kinder
Pr. Ströhen
Ströher Allee 22
32369 Rahden

ein Friedhof in kirchlicher Trägerschaft

Karte Pr. Ströhen


Evang.-Luth. Kirchengemeinde Pr. Ströhen

Ströher Allee 20
32369 Rahden
Tel: 05776/463

Ev. Kindergarten "Pr. Ströhen"

Pr. Ströher Allee 22
32369 Rahden
Tel: 05776 - 626

KU

Die Samariter von heute? - Pr. Ströher Konfirmanden auf Stippvisite bei der örtlichen Feuerwehr



16 Konfirmanden statteten am Samstag den Kameraden des Pr. Ströher Löschzuges einen Besuch ab. Foto: Anja Schubert
Anja Schubert

Pr. Ströhen. Sie sind nicht mit Eseln auf den Straßen unterwegs, sondern mit hochmodernen Fahrzeugen. Auch kommen sie nicht zufällig zu den Einsatzorten, sondern ganz gezielt. Und doch sind Parallelen zwischen dem biblischen Gleichnis vom barmherzigen Samariter und dem selbstlosen Handeln von Feuerwehrleuten nicht von der Hand zu weisen. Denn auch sie stellen sich uneigennützig der Not und des Unglücks ihrer Mitmenschen und setzen sich beim Dienst am Nächsten oft auch selbst Gefahren aus. Davon konnten sich 16 Konfirmanden und Konfirmandinnen der evangelischen Kirchengemeinde Pr. Ströhen am vergangenen Samstag bei einer Stippvisite im örtlichen Gerätehaus überzeugen.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Carsten Strümpler und sechs weitere Kameraden, in deren Rahmen die Konfis um Pfarrer Roland Mettenbrink einen kurzen Überblick über die Bandbreite der Feuerwehr erhielten, wurde in Gruppen an verschiedenen Stationen Feuerwehrarbeit hautnah demonstriert.
In einem völlig vernebelten Raum konnten die Jungen und Mädchen erleben, welchen Situationen Feuerwehrleute bei Bränden oftmals ausgesetzt sind und wie eine Wärmebildkamera die Arbeit erleichtert. Auch das richtige Verhalten im Brandfall war ein Thema. In der Fahrzeughalle wurde zudem das „Equipment“ unter die Lupe genommen, das zum Löschen, zur Technischen Hilfe und zur Erstversorgung von Verletzten am Einsatzort verwendet wird. Highlight der „Exkursion“ war jedoch die aktive Bekämpfung eines mit einer Übungsanlage simulierten Gerätebrandes. Zunächst ein wenig zaghaft gingen die Teenies, ausgerüstet mit dicken Feuerschutzjacken und einem wasserbefüllten Übungsfeuerlöscher ans Werk. Zum Abschluss des Besuches gab es zudem eine Fettexplosion zu bestaunen.



„Als die großen Samariter fühlen wir uns eigentlich“, so Marco Schlottmann zur Motivation, ein Feuerwehrmann zu sein. „Es ist einfach ein schönes Gefühl, als Gemeinschaft Menschen helfen zu können. Durch die Feuerwehrlehrgänge bekommen wir das notwendige Knowhow für effektives, zielgerichtetes Helfen in Notsituationen. Dabei stehen wir mit vielen weiteren Institutionen wie Rotes Kreuz und THW in einer Reihe.“ Sie alle verfolgten mit ihrem Einsatz das gleiche Ziel, ehrenamtlich für die Sicherheit in der Bevölkerung zu sorgen und größtmöglichen Schaden abzuwenden. Wie sich für den ein oder anderen das ehrenamtliche Helfen sogar zu einem Beruf entwickeln kann, erfuhren die Konfirmanden von Kai Dammeyer, der neben dem ehrenamtlichen Feuerwehrdienst tagtäglich seinen Dienst als Rettungsassistent versieht.
„Vom Gesetz her ist jeder, der mit einer Notlage konfrontiert wird, heute verpflichtet, erste Hilfe zu leisten. Wer das nicht tut, macht sich strafbar“, machte Thorsten Hodde, stellvertretender Zugführer des zweiten Zuges der Rahdener Stadtwehr aufmerksam, der ebenfalls den Jugendlichen an diesem Morgen Rede und Antwort stand. „Helfen und bei uns mitmischen kann jeder, ohne ein Held oder besonders mutig zu sein“, unterstrich Carsten Strümpler. „Unsere Arbeit ist vielfältig und auch für die einfachen Sachen wie Straße absperren und Ölspur beseitigen werden immer Leute benötigt. Ansonsten laufen wir als Team nicht rund.“




Da im Konfirmandenunterricht Fragen über den Sinn des Lebens, über das Erwachsenwerden und den christlichen Glauben im Mittelpunkt stehen, war der morgendliche Ausflug ein gelungener Exkurs, um aufzuzeigen, wie vor der unmittelbaren eigenen Haustür der Dienst am Nächsten gelebt werden kann. Und auch die Frage, ob die Geschehnisse der Bibel lediglich „Schnee von gestern“ und antiquierter Lesestoff sind oder doch eher eine weitsichtige Auslegung mit „unbefristeter Gültigkeit“ fand somit ein Stück weit Beantwortung.