Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Nettelstedt

 Gemeindemitgliederzahl:  1545 im Dezember 2021

Gemeindebüro
Frau Kristina Riesmeier



Am Kindergarten 3
32312 Lübbecke
Tel.: 05741/6202
Fax: 05741/6204

nettelstedt@kirchenkreis-luebbecke.de

Öffnungszeiten des Gemeindebüros: Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9-12 Uhr, Mittwoch von 15-17:30 Uhr

Gottesdienst : Sonntag 10.30 Uhr und einmal im Monat Abendgottesdienst um 18.00 Uhr

Unsere Kirche:

 


Außenansicht der Gabriel-Kirche


Innenansicht der Gabriel-Kirche

Kirchenmusik:

Liga Kravale-Michelsohn
Sascha Wegener

Pfarrerin und Pfarrer:

Britta Mailänder, Kirchstr. 2, 32312 Lübbecke, Tel. 05741/2349870, E-Mail: britta.mailaender@t-online.de


Jürgen Giszas, Gustavstr. 29, 32312 Lübbecke, Tel. 05741/809990, Fax: 05741/909976, E-Mail: juergen.giszas@kirchenkreis-luebbecke.de

Presbyterium:

 


Susanne Öwermann-Röding, Helga Lömker, Sören Lorenzen, Alexandra Fischer

Tageseinrichtung für Kinder
Ev. Kindergarten „Wannewupp“ in Nettelstedt
Am Kindergarten 5
32312 Lübbecke

Frau Regina Schewe
Tel. 05741/6656
E-Mail: kiga.wannewupp@kirchenkreis-luebbecke.de

ein Friedhof in Nettelstedt

Karte Nettelstedt


Evang.-Luth. Kirchengemeinde Nettelstedt

Kirchstrasse 2
32312 Lübbecke
Tel: 05741/6202

Ev. Kindergarten „Wannewupp“

Am Kindergarten 5
32312 Lübbecke - Nettelstedt
Tel: 05741 - 6656

Gemeinde bleibt eigenständig

Michael Biesewinkel


Nettelstedt, 29. Oktober 2022

„Halbe Stelle - volles Leben“ hatte das Presbyterium denn auch die Versammlung in der Gabrielkirche überschrieben, in der es um den notwendigen Wandel im Gemeindeleben gehen sollte. Die Wandlungsprozesse sollen transparent gemacht werden und die Bedenken der Gemeindemitglieder sollen ihren Raum erhalten, so das Anliegen.

Pfarrerin Britta Mailänder machte gleich zu Anfang für das gesamte Presbyterium der Gemeinde sehr deutlich, dass trotz notwendig anstehender struktureller Veränderungen, das volle Leben weiterhin spürbar sei. Dazu stellte sie die Stärken des Gemeindelebens voran und erwähnte hier zum einen das eingebunden sein in die Dorfgemeinschaft. Sie nahm Bezug auf die Räumlichkeiten, welche sehr viele Möglichkeiten böten und die ein spürbares Willkommensein ausstrahlten. Gemeindemitglieder hätten viele Anknüpfungspunkte, um sich mit ihren Stärken und Fähigkeiten nach ihren zeitlichen Möglichkeiten mit in das Gemeindeleben einzubringen.

Wünsche für veränderte Angebote

Darüber hinaus sei es, so Britta Mailänder weiter, ihr und dem Presbyterium wichtig, dass die Kirchengemeinde auch weiterhin eigenständig bliebe. „Kirche ist hier für viele Heimat, sie gehört ins Dorf und das soll auch in Zukunft so bleiben“, machte sie deutlich.

Auf der anderen Seite formulierte Pfarrerin Mailänder Wünsche: etwa nach mehr Familiengottesdiensten in der Zukunft, aber auch Alternativen zum klassischen Sonntagsgottesdienst durch andere Gottesdienstformen. Ferner nannte sie auch den Wunsch nach speziellen Angeboten für Männer oder für Frauen unter 50. Dazu würden auch aktivere Angebote, wie zum Beispiel das Pilgern angefragt. Wie Pfarrerin Mailänder weiter ausführte, sei es dem Presbyterium auch wichtig, dass das Umweltbewusstsein in der Gemeinde gestärkt werde.

Mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit

„Menschen sollen hier eingeladen werden, ihren Glauben in ihrer ganz persönlichen Form zu leben, ohne dass dieser Glaube in eine Form gegossen wird“, erklärte sie. Eine Willkommenskultur mit offenen Türen für alle Menschen sei das erklärte Ziel. Gerade deshalb sei die Gabrielkirche auch heute schon täglich geöffnet.

Verabschiedung schon am 27. November

Gerade jetzt sei es der Kirchengemeinde wichtig, all diese Dinge herauszustellen. Nicht zuletzt deshalb, weil deutliche Veränderungen ihre Schatten vorauswerfen. Pfarrer Jürgen Giszas verlässt die Kirchengemeinde und tritt eine volle Pfarrstelle im niedersächsischen Bad Gandersheim an. Er wird am 27. November feierlich verabschiedet. Eingeführt wird er in Bad Gandersheim am 11. Dezember. Zu diesem Einführungsgottesdienst soll es eine Gemeindefahrt geben.

Pfarrerin Britta Mailänder erklärte, warum diese frei gewordene Stelle nicht nachbesetzt werde. Aktuell habe die Kirchengemeinde gut 1500 Gemeindemitglieder. Die Landeskirche sehe aber nur noch eine volle Pfarrstelle für 3000 Gemeindemitglieder vor. Deshalb wird Pfarrerin Mailänder nun in Zukunft mit ihrer halben Stelle allein für die Nettelstedter Gemeinde zuständig sei, frohen Mutes, wie sie sagte. Parallel ist sie auch noch in der Hospizarbeit tätig. „Vor einigen Jahren hat man der personellen Überbesetzung hier in der Gemeinde aufgrund struktureller Härten nicht widersprochen, aber nun ist es Zeit für Veränderungen“, sagte Britta Mailänder.
Zwei Gottesdienste im Monat

Die Veränderungen in der hauptamtlichen Besetzung wird an verschiedenen Stellen zu spüren sein. Die Strukturen werden an einigen Stellen angepasst. So wird der evangelische Kindergarten näher an die Gemeinde herangerückt, sodass nicht so viele Veranstaltungen im Kindergarten selbst stattfinden. Angebote im Vormittagsbereich sollen ein Teil davon sein. Britta Mailänder erinnerte auch, an die religionspädagogische Ausbildung der Mitarbeitenden im Kindergarten.

Auch bei den Gottesdiensten vor Ort gibt es Änderungen. So soll es künftig zwei Gottesdienste im Monat geben, einen Gottesdienst am Vormittag um 10.30 Uhr und einen weiteren als Abendgottesdienst. Zur Anfangszeit des Gottesdienstes entstand ein lebhafter Austausch unter den Anwesenden.

Begrenzung für Beerdigungskaffees

In der Versammlung gab es auch weitere Informationen zum Gemeindeleben. So wurde bekannt gegeben, dass die maximale Anzahl an Gästen für einen Beerdigungskaffee im Gemeindezentrum auf etwa 50 Leute begrenzt werden muss. „Das ist ein Rahmen, in dem ein würdevoller Abschied möglich ist, und in dem sich die helfenden Personen noch wohlfühlen“, machte Britta Mailänder deutlich.

Weiterhin macht sich die Kirchengemeinde auf den Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Hier reihen sich eine ganze Reihe von Maßnahmen ein. So wird es eine Winterkirche geben, bei der die Gottesdienste im Gemeindezentrum selbst und nicht mehr in der Kirche stattfinden. Angedacht ist das, mit Ausnahme besonderer Festgottesdienste, für den Zeitraum von Mitte Dezember bis Anfang März. Weiterhin wird die Beleuchtung des Kirchraums dosierter erfolgen, es gibt fair gehandelten Kaffee, Papierservietten sollen in der Zukunft der Vergangenheit angehören, und ein Regenwassertank ist schon installiert.

Unter dem Motto „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“, wies Britta Mailänder auf ein Holzschiff hin, an dem in der Kirche die Täuflinge der Gemeinde mit Foto und Taufspruch zu finden sind. Es ist in Zusammenarbeit mit dem Fachwerk in Minden entstanden.