Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Gehlenbeck

Größe: 11,33 km²
Gemeindemitgliederzahl: 2538 (Juni 2016)

Gemeindebüro
Sekretärin Anke Zabel /Frau Annette Depping
Mühlenstraße 5
32312 Lübbecke
Tel.: 05741/61120
Fax: 05741/61840
gehlenbeck@kirchenkreis-luebbecke.de

Öffnungszeiten
Mo, Fr: 9.00 - 11.00 Uhr; Mi 9-12 Uhr und 15-17 Uhr.


Gehlenbecker St. Nikolauskirche 

Kirchenmusik:

Orgeldienst: 

Ingeborg Renz 
Matthias-Claudius-Str. 1
32312 Lübbecke 
Telefon: 05741-9934
E-Mail: ingeborgrenz@t-online.de 

Posaunenchor: 

Uwe Kröger 
Ravensberger Str. 22
32312 Lübbecke 
Telefon: 05741-6834
E-Mail: kroeger_nettelstedt@gmx.de

Kirchenchor: 

Jeanette Krügel
Danziger Str. 12
32339 Espelkamp
Telefon: 05772/2004932
E-Mail: jeannette.kruegel@gmx.de 

 
Zur Homepage der Kaktusgruppe klicken Sie bitte «hier«.
Zur Homepage zum Nikolausweg für Pilgerinteressierte klicken Sie bitte hier 


Gottesdienst
Sonntag 10 Uhr. Am letzten Sonntag im Monat ist der Gottesdienst mit heiligem Abendmahl.Taufen sind nach Absprache möglich. Kinderkirche: einmal im Monat ist samstags Kinderkirche, 10.00 - 12.00 Uhr - dann hängt die Kinderkirchenfahne an der Kirche!

 



Pastorin Barbara Fischer
Am Kirchhof 15
32312 Lübbecke
Tel.: 05741/63792
kirchegehlenbeck@aol.com

Presbyterium: 

von links nach rechts: Michael Graeske, Barbara Fischer, Katrin Kischkel, Ute Vahle, Jens Kuhlmann, Nicole Kemmener, Ute Büsching, Melanie Fründ, Jacob Grote

Tageseinrichtung für Kinder
Gehlenbeck
Bleichstraße 42
32312 Lübbecke
Leiterin: Doris Kruke

Eilhausen
Nettelstedter Str. 15
32312 Lübbecke
Leiterin: Doris Kruke

ein Friedhof in Gehlenbeck

Audiogottesdienste

03.06.2018

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02. September 2018

Singspiel über Martin Luther in Gehlenbeck

Wein, Weib und Gesang in der St.-Nikolaus-Kirche in Gehlenbeck: Reinhard Ellsel glänzt als Luther



Jessica Eberle

Gehlenbeck(WB). Vor 500 Jahren hat Martin Luther seine berühmten Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche geschlagen. Am Sonntagabend wurde an diesen bedeutsamen Tag und an weitere Ereignisse in Luthers Leben mit einem Singspiel in der St.-Nikolaus-Kirche zu Gehlenbeck erinnert.
Die Zuschauer erlebten eine Mischung aus Chorgesang und humorvollem Schauspiel. Martin Luther (verkörpert von Pfarrer Reinhard Ellsel) und Maler Lucas Cranach (Pfarrer Jürgen Giszas) reisten in ihrem Spiel wieder zurück ins Jahr 1525. Schritt für Schritt ließen sie Luthers Lebensweg Revue passieren: Von der schicksalhaften Nacht, in der sich Luther entschied ins Kloster zu gehen, statt Jura zu studieren, über dessen Kritik am Ablasshandel, bis hin zur Reformation und der Hochzeit mit seiner Frau Katharina von Bora wurden die wichtigsten Ereignisse aus dessen Biographie thematisiert und lebhaft in Szene gesetzt. Das gelang Reinhard Ellsel als – so Lucas Cranach – »vorlautem« Luther.
Ellsel ging voll in der Rolle des großen Reformators auf und nahm kein Blatt vor den Mund: »Ich glaube, ich habe mich in diese Rolle reingesteigert«, erklärte Ellsel nach der Aufführung. Er sorgte mit kleinen Späßen dafür, dass trotz der ausschweifenden Exkursionen ins 16. Jahrhundert keine Langeweile aufkam. Dafür brauchte er nicht einmal viele Requisiten. Es reichten ein Porträt von Luthers »Käthe«, das Ellsel liebevoll streichelte und ein Glas Weinschorle, in das Pfarrer Giszas reichlich einschenkte.
Doch bei all dem Spaß kam die Botschaft des Stücks nicht zu kurz. Pfarrer Giszas hatte als Lucas Cranach eine wichtige Funktion. Er richtete Fragen an Luther, Fragen, die sich wohl viele Christen stellen: »Was bedeutet es für einen Christen, frei zu sein?« oder »Was erwartet Gott von mir?«



Doch was wäre ein Singspiel, wenn Ellsel versucht hätte, diese Fragen in endlosen Dialogen zu beantworten? Stattdessen gab es Antworten in Form von Lutherliedern. Mit »Im Aufwind«, »Irgendwie, irgendwo, irgendwann«, »Verleih uns Frieden gnädiglich« und »Du meinst es gut mit mir« überzeugte der Kirchenchor der St.-Nikolaus-Kirche unter der Leitung von Jeannette Krügel mit Gesang statt Gerede. An der Posaune sorgte Thomas Krügel für die Töne, die dem Chor eine wunderbare Grundlage gaben, um mit ihren Liedern zu glänzen. Am Ende ließen sich die Zuschauer zum gemeinsamen Mitsingen hinreißen. Mit »Eine feste Burg ist unser Gott« gelang dem Ensemble ein Abschluss, der allen Beteiligten sichtlich Freude bereitet hatte.





Westfalen-Blatt vom 29. März 2017
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Glaubensmut in Zeiten der Reformation

Uraufführung: Singspiel "Ein feste Burg ist unser Gott" in der St. Nikolaus-Kirche Gehlenbeck hatte Humor und regte zum Nachdenken an. Martin Luther im Gespräch mit Maler Lucas Cranach.



Von Sigrid Dittmann


Lübbecke-Gehlenbeck. Mit dem von der Gemeinde gesungenen Lied "Nun freut euch, liebe Christen" begann das Stück "Ein feste Burg ist unser Gott" in der Kirche in Gehlenbeck. Das Singspiel - es war übrigens die Uraufführung - hatte Humor, war informativ und regte zum Nachdenken an.

Das Szenenbild zeigte den Maler Lucas Cranch (Jürgen Giszas) und Martin Luther (Reinhard Ellsel). Lucas Cranch stand an der Leinwand, um nach der Hochzeit von Martin Luther mit Katharina von Bora ein Potrait von beiden zu malen. Luther saß an einem Tisch mit einem Glas Wein und dem Buch aller Bücher, der Bibel.

Publikum war gespannt auf die Umsetzung

In dieser trauten Gemeinsamkeit wurde nicht nur gemalt, sondern einige brennende Themen der damaligen Zeit angesprochen und diskutiert. "Ich bin mal gespannt, wie die beiden das herüber bringen wollen. Immerhin ist die Sache 500 Jahre her", rätselte ein Besucher. Das Publikum war gespannt, wie das Singspiel die damalige Situation schildern würde.

Der Kirchenchor an St. Nikolaus unter der Leitung von Jeannette Krügel begleitete das Singspiel, das von Reinhard Ellsel und Kantor Markus Nickel (Nürnberg) geschrieben wurde.

"Gott ist für mich, er ist wie ein Backofen voller Liebe", hieß es gleich zu Beginn in dem Gespräch zwischen dem Maler Lucas und Luther. So erklärte er dem Maler seine Gesinnung trotz aller Anfechtungen. Lucas erwähnte, wie die Leute über ihn reden: "Dass du als ehemaliger Mönch eine entlaufene Nonne heiratest, darüber möncheln die Menschen." "Allein die Bibel, nicht der Menschensatz, dadurch verdirbt der ganze Schatz", war Luthers Antwort. Ein bekanntes Zitat, das auch heute noch seine Wirkung nicht verloren hat.

"Du meinst es gut mit mir" - dieses Lied trug passend zu der Szene der Kirchenchor vor. Das Lieb nahm das Publikum mit - hinein in die Geschichte. Man konnte sich hineindenken in die damalige Zeit und in die Nöte von Luther. Dabei waren die Gespräche mit Worten und Sätzen verständlich in unsere heutige Sprache gekleidet.

Es heißt doch "Du schenkst mir voll ein", so Luther und das wurde gemacht. Maler Lucas schenkte ein. "In allen meinen Anfechtungen war es immer mein Trost, dass ich die Bibel bei mir hatte", sagte Luther und nahm die vor ihm liegende Bibel zu Hand.  "Irgendwie, irgendwo, irgendwann" sang dazu der Chor.

Mitten im Leben zu wissen, es wird gelingen. "Du hast dich nicht unterkriegen lassen", freute sich Maler Lucas an Luthers Standhaftigkeit. "Ich bin eigentlich keine Ehemann, aber die Katharina, die wollte mich. Ich empfinde keine Leidenschaft, dennoch passt sie zu mir", überlegte Luther. Am 15. Juli 1525 wurde Katharina von Bora zur "Lutherin". "Vor der Macht der Frauen schmelzen alle Träume dahin", bedachte Maler Lucas die Situation. Im Hause hatte Katharina das Heft fest in der Hand. "Das Hochzeitslied" des Chores passte gut zu dieser Stimmung. "Die Freiheit eines Christen entdeckt der Freie, Gott nimmt mich so an wie ich bin, Luther der Freie", freute sich Martin Luther an seiner Situation.

Dennoch war er nicht frei. Er sprach vom Kirchenbann und von den Bauernaufständen. "Veränderungen brauchen seine Zeit", riet Maler Lucas. "Wie oft geriet ich schon ins Wanken in meiner Wanderschaft", heißt ein Zitat von Luther.

Von Glaubensmut, vom Frühling mit frischem Wind, von der Reformation, die ihre Zeit braucht. Über all diese Themen berieten die beiden mit gut verständlichen Worten, die nichts von ihrem Inhalt verloren und vieles deutlich machten.

"Dein Leben wird gelingen, lebst du es aus Gottes Kraft", lautete Luthers Resümee.  "Ein feste Burg ist unser Gott". Das Lutherlied erklang zum Ausgang des Singspiel, das gut inszenierten war und dessen Lieder zu Herzen gingen. "Wir können nichts, sondern er ist es, der uns sagt, ich bin bei euch alle Tage", hieß es zum Schluss.

Neue Westfälische vom 29. März 2017

Karte Gehlenbeck


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