Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Blasheim

Größe:  21,17 km²
Gemeindemitgliederzahl: 2155 im Dezember 2019






Gemeindebüro

Sekretärin Kerstin Hellmeier
Postweg 2
32312 Lübbecke
Tel.: 05741/5416
Fax: 05741/5496
blasheim@kirchenkreis-luebbecke.de

Öffnungszeiten:
Montag und Dienstag ist das Büro geschlossen
Mittwoch und Freitag 8.30 Uhr – 11.30 Uhr
Donnerstag 15.00 Uhr – 17.00 Uhr

Homepage Blasheim: www.evangelisch-blasheim.de.

  

St. Marienkirche Blasheim

Kirchenmusiker:

Helling Ute         Lessingstr. 7, 32312 LK   05741-230 362   ute.helling@gmx.net
Köster Dieter    Unterm Dorf 19, 32312 LK 05741-250188    kidikoe@gmx.de

Gottesdienst

Sonntag 10.00 Uhr

Pfarrer


Pfarrer Christoph Röthemeyer

Presbyterium: 

Presbyterin Sigrid Greve, Kirchmeisterin Petra Grimpo, Presbyter Dirk Heidenreich, Presbyter Günter Krämer, Presbyter Dr. Ernst-Georg Lückingsmeyer, Presbyterin Brigitte Oberpenning, Presbyterin Renate Prochnau.

Tageseinrichtung für Kinder
Arche Noah
Schulstr. 11
32312 Lübbecke

ein Friedhof in Blasheim


Karte Blasheim


Evang.-Luth. Kirchengemeinde Blasheim

Postweg 2
32312 Lübbecke
Tel: 05741/5416

Ev. Kindergarten "Arche Noah"

Schulstr. 11
32312 Lübbecke - Blasheim
Tel: 05741 - 9300

Christoph Röthemeyer - Neuer Pfarrer in Blasheim und Lübbecke

Christine Scheele

Mit beiden Beinen im Leben
Neuer Blasheimer Pfarrer Christoph Röthemeyer setzt aufs Praktische




Fröhlich, zugewandt und bescheiden spricht Röthemeyer über sein Leben, seine Schwerpunkte und seine Hoffnung.

Der 59-jährige Theologe stammt aus Warendorf, einer Kleinstadt im Münsterland. Sein Vater war Pfarrer, sein Großvater war Pfarrer und sein Urgroßvater auch. „Diese Seite meiner Familie wurde entweder Pfarrer oder beschäftigte sich mit E- Technik.“ , sagt Röthemeyer. „Meine Mutter war studierte Kirchenmusikerin. Sie legte die B-Prüfung in Herford ab.“
So war Röthemeyer das „Kirchliche“ wahrscheinlich schon in die Wiege gelegt, genauso aber auch das „Technische“. Röthemeyer begann nach dem Abitur zunächst ein E- Technik Studium in Aachen. Er wollte Tontechniker werden, wechselte aber nach kurzer Zeit zur Theologie und studierte in Münster, Tübingen und Zürich. Er begeisterte sich für den modernen Fünfkampf, da gehört Schießen dazu, aber zur Bunderwehr konnte er nicht gehen. Darum verweigerte er den Dienst an der Waffe.
Während des Studiums lagen ihm immer schon die praktischen Fragen am Herzen: „Wenn ich mich mit Theorie beschäftige, dann hat das einen Bezug zur Praxis.“ Wie tief er aber das Leben theoretisch durchdringt, zeigt er am Beispiel der Trinitätslehre: „Als ich in der Schule arbeitete, fragten Muslime immer wieder, ob das Christentum nicht drei Götter habe.“ Süffisant konterte er zunächst mit einer Schampoowerbung: „Da sind auch drei in eins.“ Tiefer erklärt er die Einheit Gottes mit den Rollen des Menschen: „Ich bin Pfarrer, Vater und Ehemann, und das sind Rollen, die ich jeweils bin und ganz bin. Das kann man nicht auseinanderreißen.“ Er kann aber auch ganz naturwissenschaftlich argumentieren und zieht zur Erklärung der Lehre von „wahrer Gott und wahrer Mensch“ gerne Heisenbergs Unschärfenrelation heran, „die auch Gegensätzliches nicht ausschließt.“ Röthemeyer ist ein kluger Mensch, der viel weiß, der aber seine Gelehrtheit in den Dienst der Praxis und des Menschen stellt. „Wir sind das wandernde Gottesvolk. So bleiben wir beweglich. Der Glaube darf nicht starr werden und verkrusten. Ich muss immer bereit sein, mich korrigieren zu können. Darum freue ich mich auch sehr auf die Begegnungen und Gespräche mit den Menschen. Die Begegnung mit Menschen, die Freude am Glauben haben, ist mir sehr wichtig. Wandern heißt, sich bewegen, neue Sichten auf das Leben zu entdecken. Was bleibt ist die Veränderung. Gott, der mir begegnet, ist immer wieder anders!“
Christoph Röthemeyer ist mit Karin Röthemeyer verheiratet, die Pfarrerin in Alswede und Pr. Oldendorf ist. Er lernte sie während des Studiums in Tübingen kennen, folgte ihr nach Zürich. Sie heirateten 1989 noch vor dem Vikariat. Karin Röthemeyer machte ihr Vikariat im Kirchenkreis Gütersloh und Christoph in Bielefeld. Ihren Hilfsdienst machten sie im Kirchenkreis Vlotho. „Wenn man in der Diaspora aufgewachsen ist, ist es schön, in einer Region zu arbeiten, die mehrheitlich evangelisch ist.“ Nach dem Vikariat bewarb sich das Ehepaar auf die Stelle in Lichtenau. „Wir wollten uns eine Stelle teilen. Uns lag viel an der gemeinsamen Erziehung unserer beiden Kinder, die bald kamen und in Lichtenau groß wurden.“
Da er schon vorher im Berufskolleg unterrichtet hatte, wechselte er 2010 mit einer ganzen Stelle zum Berufskolleg, während seine Frau die auf 75 % gekürzte Stelle in Lichtenau allein übernahm. Nachdem sie nun 25 Jahre in der Diaspora arbeiteten, freut sich das Ehepaar, im evangelischen Lübbecker Land ihre Arbeit fortsetzen zu können. „Ich bin ganz beeindruckt von der Herzlichkeit, mit der ich hier aufgenommen wurde,“ sagt der Theologe mit tiefem Leichtsinn, der sich auf die gemeinsame Arbeit freut. Mit 25 % unterstützt er die Gemeinde in Lübbecke. Am 15. März wird Röthemeyer um 10 Uhr im Gottesdienst in der St. Marien Kirche zu Blasheim eingeführt.