Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Isenstedt- Frotheim

Größe: 33,85 km²
Gemeindemitgliederzahl: 3079 im Dezember 2019

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Gottesdienste

  • Sonntag 9.45 Uhr
    Jeden 2. und 4. Sonntag im Monat ist Kindergottesdienst 9.45 Uhr

Posaunenchöre:
Ltg. Christian Wöbking

  • Frotheim: Dirk Grannemann, Telefon: 05772/99510
  • Isenstedt: Ernst-Wilhelm Langewellpott, Telefon: 05743/8930

Kindergärten

  • Isenstedt
    Goldflegge 4
    32339 Espelkamp
  • Frotheim
    Arenskampweg 3
    32339 Espelkamp

Friedhöfe

  • ein Friedhof in Isenstedt
  • Presbyterium in Isenstedt-Frotheim: Von links nach rechts: Tanja Snethlage, Ulla Zubieta, Margitta Lömker, Heinz Riechmann, Andrea Krutzinna, Dr. Klaus Willmann, Pfr. Adalbert Detering, Birgit Stockmann, Klaus-Peter Hüsemann. Nicht auf dem Bild: Pfr. Rüdiger Rolf
  • Christuskirche

Gemeinden im Kirckenkreis Lübbecke


Evang.-Luth. Kirchengemeinde Isenstedt-Frotheim

Kirchstraße 33a
32339 Espelkamp
Tel: 05743/1475

Ev. Kindergarten "Isenstedt"

Goldflegge 4
32339 Espelkamp
Tel: 05743 - 8203

Ev. Kindergarten "Frotheim"

Arenskampweg 3
32339 Espelkamp
Tel: 05743 - 8650

Friedhof in Isenstedt



Christuskirche



Sommerliche Klänge in der Christuskirche

Robert Rolf Grundmann

Diszipliniert waren die Zuhörenden nicht nur beim Einhalten der Hygieneregeln, sondern auch beim Applaus – hatte doch Organist Heinz-Hermann Grube vor dem Konzert darum gebeten, nicht zwischen den Stücken, sondern nur zum Schluss zu applaudieren. Dieser Schlussapplaus war dann zu Recht kräftig und anhaltend. Eine Reihe von Zuhörern erhob sich dazu von den Plätzen.

Wiebke Müller – verschiedene Blockflöten – und der Kreiskantor an der Hammer-Orgel hatten ihr Publikum unter dem Titel „… in dieser lieben Sommerzeit“ auf eine sommerliche Reise mit zehn Stationen mitgenommen. Im Zusammenspiel und solistisch wussten beide zu überzeugen. Für das Ziehen der Register hatte sich Grube die Unterstützung seiner Isenstedter Kollegin Sabine Wittköter erbeten.
Einer dieser Haltepunkte war das titelgebende Lied von Paul Gerhardt: „Geh aus, mein Herz, und suche Freud …“, allerdings „beschildert“ als „Ein musikalischer Scherz“. So jedenfalls hatte Gottfried Fischer sein 1989 im Stile Wolfgang Amadeus Mozarts komponiertes Werk bezeichnet. Mozart gab es aber auch im Original: „Ein Andante für eine Walze in eine kleine Orgel KV 616“. Ebenfalls ursprünglich für ein mechanisches Musikinstrument komponierte Ludwig van Beethoven, dessen 250. Geburtstag Musikliebhaber auf der ganzen Welt in diesem Jahr im Rahmen der durch die Pandemie eingeschränkten Möglichkeiten feiern, „ … für Flötenuhr WoO 33“ als Auftragswerk für den Grafen Deym, für den auch Mozart schon Stücke geschrieben hatte. Solche Spieluhren waren mit konventionellen Orgelpfeifen ausgestattet und wurden über eine Stiftwalze gesteuert. Sie konnten Bestandteil von Kuriositätenkabinetten sein, mit denen Adelige ihre Standesgenossen zu beeindrucken suchten.

Aus den Federn von Nicola Matteis und Henry Purcell stammten drei „Grounds, Stücke, deren grundlegende einfache Melodien im Bass von anderen Klängen „umspielt“ werden.

Turlough O‘Carolan, ein Zeitgenosse Matteis, hatte auf seinen Notenlinien „Irish Flowers“ zum Blühen gebracht, als weiteren Farbtupfer der bunten musikalischen Palette, die in der Christuskirche zu erleben war. Aus der Gegenwart leuchteten darauf: „Solang es Menschen gibt auf Erden“ und „In my Hand, Lord“. Bei diesen swingenden Klängen aus Johannes Matthias Michels „Swing- und Jazz-Orgelbüchlein“ mag der ein oder andere Fuß im Sichtschutz der Kirchenbank in Bewegung geraten sein.

Dazu machte niemand aus dem Publikum nähere Angaben, aber aus Zuhörermund war zu erfahren, man habe die fröhliche Stimmung toll gefunden, die man im Augenblick sowieso gebrauchen könne, außerdem habe die Abwechslung sehr gut gefallen. Man habe mal durchatmen können und die Musik habe dabei geholfen, zur Ruhe gekommen.
Kirchenmusikdirektor und Kreiskantor Heinz-Hermann Grube freute sich im Gespräch mit dieser Zeitung darüber, dass der Zuspruch zu allen Konzerten des Orgelsommers 2020 größer gewesen sei, als in den vergangenen Jahren.

Er durfte sich, ebenso wie Wiebke Müller, die seit 13 Jahren in Lübbecke Blockflöte unterrichtet, nicht nur über den Applaus freuen, sondern auch über farbenprächtige Blumen, die zu geschmackvollen Sträußen arrangiert worden waren.


Wiebke Müller und Kirchenmusikdirektor und Kreiskantor Heinz-Hermann Grube vor dem Konzert in der Christuskirche in Espelkamp-Isenstedt.


Wiebke Müller und Kreiskantor und Kirchenmusikdirektor Heinz-Hermann Grube genießen nach dem Konzert den lebhaften und anhaltenden Applaus und freuen sich über hübsch arrangierte fröhliche Sommerblumen.