Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Isenstedt- Frotheim

Größe: 33,85 km²
Gemeindemitgliederzahl: 3305 (Juni 2016)

Gemeindebüro

Websites

Gottesdienste

  • Sonntag 9.45 Uhr
    Jeden 2. und 4. Sonntag im Monat ist Kindergottesdienst 9.45 Uhr

Posaunenchöre:
Ltg. Christian Wöbking

  • Frotheim: Dirk Grannemann, Telefon: 05772/99510
  • Isenstedt: Ernst-Wilhelm Langewellpott, Telefon: 05743/8930

Kindergärten

  • Isenstedt
    Goldflegge 4
    32339 Espelkamp
  • Frotheim
    Arenskampweg 3
    32339 Espelkamp

Friedhöfe

  • ein Friedhof in Isenstedt
  • Presbyterium in Isenstedt-Frotheim: Von links nach rechts: Tanja Snethlage, Ulla Zubieta, Margitta Lömker, Heinz Riechmann, Andrea Krutzinna, Dr. Klaus Willmann, Pfr. Adalbert Detering, Birgit Stockmann, Klaus-Peter Hüsemann. Nicht auf dem Bild: Pfr. Rüdiger Rolf
  • Christuskirche

Gemeinden im Kirckenkreis Lübbecke


Evang.-Luth. Kirchengemeinde Isenstedt-Frotheim

Kirchstraße 33a
32339 Espelkamp
Tel: 05743/1475

Ev. Kindergarten "Isenstedt"

Goldflegge 4
32339 Espelkamp
Tel: 05743 - 8203

Ev. Kindergarten "Frotheim"

Arenskampweg 3
32339 Espelkamp
Tel: 05743 - 8650

Friedhof in Isenstedt



Abschied

»Eine Ära geht zu Ende«
Kirchengemeinde Isenstedt-Frotheim verabschiedet Kantor Eberhard van der Bent nach 40 Jahren im Amt



Isenstedt(jp/aha). Mit einem festlichen Ostergottesdienst in der Christuskirche hat sich die Kirchengemeinde Isenstedt-Frotheim von Kantor Eberhard van der Bent verabschiedet. Mehr als 40 Jahre prägte er die Kirchenmusik der Gemeinde. Am Ende der sehr musikalischen Feier erhoben sich die Gottesdienstbesucher zum Applaus von den Bänken, um ihm für sein jahrzehntelanges Engagement zu danken.

»In mehr als 40 Jahren als Kirchenmusiker und Kantor unserer Gemeinde hast du deine besondere musikalische Gabe für uns hervor gebracht und sie hörbar gemacht«, lobte Pfarrer Adalbert Detering das Können und Wirken des Kantors.

Der scheidende Kirchenmusiker erfüllte sich selbst den Wunsch, noch einmal auf der Orgel der Christuskirche zu spielen und gestaltete den Gottesdienst auch durch das Dirigieren seines Montagschores maßgeblich mit. Familienmitglieder der Familie van der Bent trugen mit der Mitwirkung bei den Auftritten des Montagschores und durch die Aufführung von Johann Sebastian Bachs »Christ lag in Todesbanden« zur feierlichen Atmosphäre während des Gottesdienstes bei. Auch der Posaunenchor Isenstedt-Frotheim ließ es sich nicht nehmen, diese besondere Feierstunde zu bereichern.

Anschließend konnten die Gemeindemitglieder und Weggefährten aus den verschiedenen Chören ihrem Kantor während eines kleinen Empfangs ihren Dank und viele gute Wünsche mit auf den Weg geben. Adalbert Detering verlas außerdem ein Grußwort des Kreiskantors Heinz-Hermann Grube, der persönlich nicht anwesend sein konnte. Er zollte jedoch Eberhard van der Bent großen Respekt dafür, dass er der Gemeinde »unfassbar lange Zeit« mit seiner Gabe gedient habe: »Du hast eine besondere Farbe in die musikalische Landschaft im Altkreis gebracht.« Eberhard van der Bent sei sich insbesondere des geistlichen Auftrags sehr bewusst gewesen.

Heinz Riechmann hatte ein ganz besonderes Geschenk für den 82-Jährigen. »Er hat mir gesagt, dass er sich eine neue Orgelhose wünscht: Gardeur, schwarzer Feincord, Größe 26«, erklärte er mit einem Lachen. Weil dieses Modell im Augenblick keine Saison habe, überreichte Riechmann van der Bent ein großes Blumengesteck und einen Gutschein. Günter Bünemann als Vertreter der Dorfgemeinschaft Frotheim dankte dem Kantor für die angenehme Zusammenarbeit, speziell im Zusammenhang mit der Alten Klus.

Dank kam ebenfalls vom Kirchenchor und dem Posaunenchor, den van der Bent für zwei Jahre leitete. Die Sprecherin des Kirchenchores sagte, dass eine Ära zu Ende gehe. Doch wie Pfarrer Detering betonte, ist in der Gemeinde die kirchenmusikalische Arbeit gesichert. »Auch wenn sich einige der Mitwirkenden aus dem Kirchenchor zurückziehen, geht es mit der neuen Leiterin Annegret Blomeier nach den Osterferien in Form eines erweiterten Gospelchores weiter«, sagte er.

Bereits seit März sei Sabine Wittkötter als neue Organistin im Einsatz. »Ich habe selbst bei Eberhard van der Bent gelernt und hätte nie gedacht, dass ich mal seine Nachfolge antrete«, sagte sie sichtlich gerührt. »Es schließt sich ein Kreis.«

»Den Montagschor werde ich weiterhin unabhängig vom Amt leiten«, machte van der Bent deutlich. »Es gibt nur eine große Überschrift für meine Rede«, sagt der scheidende Kantor: »Danke!« Dies gelte allen, die mit ihm musiziert und organisiert hätten. Einen Wunsch richtete er zum Abschluss an die Zuhörer: »Bitte geben Sie das Singen nicht auf. Lernen Sie neue Lieder, andere Lieder. Ich hoffe, dass sie die Freude am Singen nicht verlieren.« WB 29.3.

Musikalisch das Lob Gottes gepredigt

Musikalische Ära endet: Kantor und Chorleiter Eberhard van der Bent mit Festgottesdienst
und Empfang im Gemeindehaus in den Ruhestand verabschiedet
Von Robert Rolf Grundmann

Espelkamp-Isenstedt/Frotheim. Nach einem festlichen Gottesdienst in der Christuskirche, bei dem die musikalische Gestaltung natürlich besondere Bedeutung hatte, versammelte sich am Ostermontag eine bunte Gemeinschaft im Gemeindehaus. Mitglieder der Chöre, Wegbegleiter und Unterstützer, Vertreter der Kirchengemeinde, sie alle waren zusammengekommen, um Eberhard van der Bent nach über 40-jähriger Tätigkeit zu verabschieden.

Am Anfang stand ein schriftliches Grußwort des Kreiskantors Heinz-Hermann Grube, der seinen ausscheidenden Kollegen als Freund und Kenner der Kirchenmusik würdigte. Er habe, als kompetenter Kirchenmusiker, mit seiner Art Musik zu machen eine besondere Farbe in die musikalische Landschaft gebracht. Er sei ein Kirchenmusiker, der sich seines geistlichen Auftrags sehr bewusst sei.

Persönlich zu Wort kamen Vertreter des Presbyteriums, der Chöre und der Dorfgemeinschaft Frotheim. Es gab natürlich auch Geschenke - überwiegend in Form von Blumen, aber auch ein Gutschein war dabei. Den soll der ehemalige Kantor bei einem Herrenausstatter der Region einlösen, um eine neue "Orgelhose" zu bekommen. Die habe er sich gewünscht und weil die letzte zehn Jahre ihren Dienst versehen habe, sei mit diesem Geschenk der Wunsch verbunden, das neue Kleidungsstück möge ihm mindestens genauso lange dienen.

Die Klus lag und liegt van der Bent am Herzen, auch, weil dort großer Sanierungsbedarf besteht, für den noch keine abschließende Lösung gefunden wurde.

Im Laufe der Jahre hätten ihn viele Menschen mit Singkraft, Muskelkraft und Denkkraft bei seiner Arbeit unterstützt, betonte er in seinen Dankesworten. Als Ausländer sei er hervorragend an- und aufgenommen worden, habe aber mit seiner Vermutung daneben gelegen, mit Niederländisch als Muttersprache das örtliche Platt besser verstehen zu können. Seine Kenntnisse in diesem Idiom seien eher bescheiden geblieben.

Auch wenn die Chöre manche Musikprojekte mit Skepsis angegangen sind, nach den Aufführungen waren alle immer glücklich, stolz und zufrieden. Das Stöhnen, das bei manchen Proben durch die Reihen gegangen sei, sei dann immer vergessen gewesen.

In den Dank eingeschlossen war auch seine Familie, deren Mitglieder auf je eigene Art und Weise seine Arbeit unterstützt und möglich gemacht haben.

Abschließend unterstrich der langjährig tätige Kirchenmusiker, dass es sein Anliegen gewesen sei, mit der Musik Gotteslob predigen zu dürfen und er hoffe, dass dies in der Gemeinde weiter wirke. Sie solle wissen, dass die Musik und das Lied dem Gotteslob diene und dienen solle.