- Kirchenkreis
- Gemeinden
- Kindergärten
- Gemeinsame Dienste
- Kirchenkreisstiftung
- Glauben leben
Lübbecke, den 18. Dezember 2025
Nach drei intensiven Jahren im Lübbecker Land verabschiedet sich Pfarrer Bernhard Jacobi von seinen seelsorgerlichen Einsatzorten. Seit 2023 stand er hier vielen Menschen in psychischer und seelischer Not als Ansprechpartner zur Seite. Ab 2026 wird Jacobi im Klinikum Wilhelmshaven seine Arbeit in der Klinikseelsorge fortsetzen.
„Das war keine Entscheidung gegen meine seelsorgerische Arbeit hier, sondern für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, da meine Familie in Wilhelmshaven lebt“, so Bernhard Jacobi. In seiner Predigt beim Verabschiedungsgottesdienst in Lübbecke betonte er, wie sehr er die Menschen im Lübbecker Land und die Psychiatrieseelsorge schätzen gelernt habe: „Wenn ich auf die drei Jahre zurückblicke, habe ich zwar auch traurige Zeiten erlebt, aber in vielen Bereichen den Himmel auf Erden entdeckt.“
Jacobi begleitete Menschen in schwierigen Lebenssituationen, oft geprägt von schweren Belastungen, Brüchen in der Biografie und nicht selten auch von Straftaten in der Vergangenheit. Sich selbst bezeichnet er am liebsten als Seelsorger. Zwar ist seine Amtsbezeichnung evangelischer Pfarrer, jedoch ist er kein klassischer Gemeindepfarrer. Seine bisherige landeskirchliche Pfarrstelle teilte sich zu gleichen Teilen auf zwei Arbeitsfelder auf: den LWL-Maßregelungsvollzug im Schloss Haldem sowie das Medizinische Zentrum für seelische Gesundheit (ZSG) in Lübbecke.
Nach einem Abschiedsgottesdienst im geschlossenen Maßregelvollzug Schloss Haldem folgte im Dezember ein offizieller Abschiedsgottesdienst im Krankenhaus Lübbecke. Die Verabschiedung übernahm Pfarrer Ralf Radix als Vertreter der Evangelischen Kirche von Westfalen. Er dankte Jacobi mit großer Wertschätzung für seine geleistete seelsorgerische Arbeit.
Bei der Verabschiedung wurde deutlich, wie sehr Jacobi von allen Seiten geschätzt wurde. Mehrere sehr persönliche Grußworte unterstrichen seine Einfühlsamkeit und die große Bedeutung seiner Arbeit. Unter anderem sprachen der Personalratsvorsitzende Alwin Barg und die Therapeutische Direktorin Dr. Lisa Maria Niemeyer vom Schloss Haldem sowie Pflegedirektorin Tanja Ames aus Lübbecke und zwei Pflegefachpersonen.
Auch Pfarrer Dr. Roland Mettenbrink vom Evangelischen Kirchenkreis Lübbecke fand sehr persönliche Worte: „Ich habe ihn als sehr zugewandten Menschen erlebt. Ich denke, das prägt seinen ganzen Charakter.“ In seiner Ansprache würdigte er Jacobi als verlässlichen Begleiter für Menschen mit schweren Belastungen: „Du hast Achtung, Zeit, ein offenes Ohr und Herz gegeben. Das hat Menschen berührt. Das hatte Wirkung.“
Für Heiterkeit sorgte Pfarrer Mettenbrink mit einer Anekdote: „Ein Kollege sagte mir einmal mit ein wenig Schmunzeln: Im Schloss hätten sie mehr Taufen als er in seiner Kirchengemeinde.“ Zum Abschied wünschte Mettenbrink seinem Pfarrkollegen auch im Namen des Kirchenkreises alles Gute für seinen weiter

