Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Verfahren gegen einen Pfarrer eingestellt

Andreas Duderstedt

Verfahren gegen Pfarrer eingestellt


Vorwürfe haben sich als gegenstandslos erwiesen
Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) hat das Disziplinarverfahren gegen einen Pfarrer, der im Ludwig-Steil-Hof tätig war, eingestellt. Laut Staatsanwaltschaft, die das Strafverfahren inzwischen ebenfalls eingestellt hat, haben sich die Vorwürfe gegen den Pfarrer als gegenstandslos erwiesen. Die Anschuldigungen, er habe die sexuelle Selbstbestimmung einer Bewohnerin verletzt, beruhten auf einem Missverständnis.
Weil die EKvW Vorwürfe der Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung sehr ernst nimmt, hatte sie unmittelbar nach Bekanntwerden Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet und ein Disziplinarverfahren eingeleitet. „Es war notwendig, die uns gegenüber erhobenen Vorwürfe unabhängig prüfen zu lassen“, sagt Ulf Schlüter, Vizepräsident der westfälischen Landeskirche.
„Die für den Pfarrer durch das Verfahren verursachte erhebliche Belastung bedauern wir sehr“, erklärte die Personaldezernentin der Landeskirche, Petra Wallmann.
Der betreffende Pfarrer arbeitet nun weiterhin in seinem bisherigen Wirkungsfeld der Kirchengemeinde eingesetzt. Im Ludwig-Steil-Hof wird er auf eigenen Wunsch nicht mehr tätig sein. „Das Presbyterium der Kirchengemeinde Isenstedt-Frotheim ist hocherfreut, ihren Pfarrer im Beschäftigungsauftrag wieder in seinem ursprünglichen Arbeitsfeld ab dem 1. Oktober begrüßen zu dürfen“, erklärt Pfarrer Adalbert Detering als Vorsitzender. Während der Dauer der Verfahren habe das Presbyterium der Gemeinde dem Beschuldigten den Rücken gestärkt und vorbehaltlos und vertrauensvoll hinter ihm gestanden.
Derzeit baut die EKvW das vorhandene Präventionskonzept zu einem wirksamen und verlässlichen System von Prävention, Intervention und Aufarbeitung aus. Das Ergebnis soll zeitnah auf eine gesetzliche Grundlage gestellt werden. 

 


LKA Andreas Duderstedt, Pressesprecher