Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Über unsere Landeskirche

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) ist mit 2,2Millionen Mitgliedern die viertgrößte Landeskirche (nach Hannover, Rheinland und Bayern) unter dem Dach der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie umfasst etwa das Gebiet der nordrhein-westfälischen Regierungsbezirke Münster, Arnsberg und Detmold (ohne den Kreis Lippe).

Die 490 Gemeindensind in 27 Kirchenkreisen zusammengefasst, an deren Spitze jeweils ein Superintendent oder eine Superintendentin steht. In elf Gestaltungsräumen kooperieren immer zwei bis vier Kirchenkreise miteinander, zum Beispiel Hagen, Hattingen-Witten und Schwelm oder Steinfurt-Coesfeld-Borken, Münster und Tecklenburg.

Von den rund 1.680 Pfarrerinnen und Pfarrern arbeiten die meisten in Gemeinden, andere in besonderen Aufgabenfeldern wie z.B. Krankenhausseelsorge, Religionsunterricht, Erwachsenenbildung, Lebensberatung oder Jugendarbeit. Insgesamt sind in der EKvW derzeit etwa 22.500 Menschen beschäftigt, in der Diakonie weitere 70.000.

Knapp 84.000 Frauen und Männer engagieren sich ehrenamtlich in den verschiedenen Bereichen der EKvW. Darunter sind auch die gewählten Presbyterinnen und Presbyter („Kirchenälteste“): Gewählte Presbyterien leiten die Gemeinden. Sie sind im Kirchenkreis in der Kreissynode repräsentiert. Höchstes Entscheidungsgremium ist die Landessynode, Sitz des Landeskirchenamtes ist Bielefeld.

Die Kirchenleitungleitet die Landeskirche im Auftrag der Landessynode und wird von ihr alle acht Jahre gewählt. Regulär besteht die Kirchenleitung aus sieben haupt-und elfnebenamtlichen Mitgliedern. Einmal im Monat tagt sie unter Leitung der Präses.

Die Kirchenleitung befindet über alle wichtigen Positionen zur „Politik” der Landeskirche, bevor sie der Synode zur Entscheidung vorgelegt werden. Umgekehrt führt die Kirchenleitung die Beschlüsse der Synode durch entsprechende Anordnungen aus. Sie beruft außerdem Personen in wichtige landeskirchliche Ämter. Die Kirchenleitung hat die finanzielle Aufsicht über die landeskirchlichen Einrichtungen (Tagungsstätte, Schulen u.a.).

Die Landessynode, in der die 490 Gemeinden über dieKirchenkreise vertreten sind, ist das höchste leitende und gesetzgebende Gremium der Evangelischen Kirche von Westfalen. Unter Leitung der Präses kommen die 293 Mitglieder des „Kirchenparlaments“ einmal jährlich zusammen. 168 Synodale einschließlich Kirchenleitung sind gewählt, 16 berufen oder entsandt. Von den 168 stimmberechtigten Synodalen sind 32 Theologen und 86 Nichttheologen. Hinzu kommen 28 beratende Abgeordnete.

Quelle: Medieninfo der Evangelischen Kirche von Westfalen aus dem November 2019

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Neu und widerständig, irritierend fremd

MedienInfo 89/2019 der Evangelischen Kirche von Westfalen

Den Weihnachtsbeitrag von Präses Kurschuss der Lokalradios finden Sie «hier«

„Fürchtet euch nicht! Denn euch ist heute der Heiland geboren. Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden“: Die Weihnachtsbotschaft der Engel auf dem dunklen Feld bei Bethlehem sei „so alt und so vertraut. Und doch: So neu und so widerständig und so irritierend fremd“, sagte die westfälische Präses Annette Kurschus in ihrer Predigt am Ersten Weihnachtstag in der Neustädter Marienkirche Bielefeld.„Ich kenne die Welt und mein eigenes Leben nicht ohne diese Botschaft. Und doch steht die Weihnachtsbotschaft quer. Passt nicht in die Welt mit ihren großen Nöten und Konflikten, passt nicht in das verwirrende Durcheinander um mich herum.“ Sie sei nicht der Wirklichkeit abgelauscht. Gerade deshalb werde sie laut. Mitten hinein in den Teufelskreis der Furcht treffe die himmlische Botschaft vom Frieden auf Erden:

„Sie will in offene Ohren. Von dort aus wird sie Herzen öffnen. Und Türen. Auch unsere. ... Hier geht es nicht um eine Illusion, die uns für ein paar Stunden der bewussten Selbsttäuschung glücklich machen soll. Hier will uns eine Kraft berühren, die größer ist als unser eigenes Vermögen. Hier will uns ein Wille anstecken, der stärker ist als alle Tugend und alle Moral.“ Wer sich einlasse auf die Spur des Vertrauens, die zu Weihnachten gelegt sei, werde „aus dem Staunen nicht herauskommen.“

Quelle: MedienInfo 89/2019 der Evangelischen Kirche von Westfalen