Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Neue Informationen des Superintendenten zu wichtigen Regelungen

Liebe Gemeindeglieder,


unser Leben hat sich durch die Corona-Pandemie deutlich verändert. In vielen Bereichen suchen wir nach Wegen, wie wir unseren Alltag neugestalten können.

Ein deutlicher Einschnitt war sicherlich noch einmal die Corona-Schutzverordnung, die die Landesregierung NRW am 22. März 2020 erlassen hat. Die meisten öffentlichen Einrichtungen und Begegnungsstätten sind seitdem geschlossen, Veranstaltungen und Versammlungen sowie Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen sind in der Öffentlichkeit untersagt. Auch Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen unterbleiben.
Selbst für Beerdigungen und Trauerfeiern gelten nun strengere Regeln. Erdbestattungen, Urnenbeisetzungen und Totengebete sind im engsten Familienkreis zulässig, wenn die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene und zur Gewährleistung eines Mindestabstandes von 1,5 Metern eingehalten werden. Entsprechend der Empfehlung des Städte- und Gemeindebundes vom 18. März 2020 ist davon auszugehen, dass Ehegattinnen und Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner sowie Eltern und Kinder zum engsten Familienkreis gehören. Die Teilnahme von entfernteren Verwandten, Freunden und Bekannten des oder der Verstorbenen sowie Gemeindegliedern an der Bestattung sieht die Corona-Schutzverordnung nicht vor. Sollten in der jeweiligen Kommune noch weitergehende Schutzmaßnahmen für die Durchführung der Bestattung gelten (z.B. konkrete Vorkehrungen zur Hygiene), wären diese örtlichen Bestimmungen wirksam. Trotz dieser Einschränkungen gestalten die Pfarrerinnen und Pfarrer unseres Kirchenkreises in dem gegebenen Rahmen ein würdevolles Begräbnis und stehen den trauernden Angehörigen seelsorgerlich bei.

In anderen Bereichen des kirchlichen Lebens entwickeln die Gemeinden viel Phantasie und Kreativität, um Kontakte zu den Gemeindegliedern aufrechtzuerhalten und auf zuweilen unkonventionellen Wegen die Glaubensgemeinschaft zu stärken. Zu einem verbindenden Ritual im gesamten Kirchenkreis und darüber hinaus ist mittlerweile das tägliche Glockengeläut um 19.30 Uhr geworden. Außerdem spielen nach dem Sonntagsgeläut Bläserinnen und Bläser des Kirchenkreises den Wochenchoral.

Bereits jetzt gibt es Im Blick auf das Osterfest gemeinsame Planungen für unsere gesamte Landeskirche:

• Ostersonntag, 9.30 Uhr: ökumenisches Ostergeläut, um der Osterfreude Ausdruck zu verleihen.
• 9.30 – 10.15 Uhr: ZDF-Fernsehgottesdienst mit Präses Annette Kurschus
• Am Ende dieses Gottesdienstes sind um 10.15 Uhr alle Gemeindeglieder, Bläser, Sänger und Organisten eingeladen, den Osterchoral „Christ ist erstanden“ (EG 99) von Balkonen, Terrassen, aus Fenstern, Türen oder Gärten gemeinsam erklingen zu lassen.

Für die verbleibenden Tage der Passionszeit und für die Karwoche wünsche ich Ihnen Gottes Beistand und Geleit. Die Zuversicht, die uns bereits von Ostern her entgegenstrahlt, möge uns allen Kraft geben, die aktuellen Herausforderungen zu meistern.

 Jesus Christus spricht: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11.28)

Mit herzlichen Segenswünschen

 Ihr


Superintendent Dr. Uwe Gryczan