Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

26. Mai 2020

Pfarrer Jürgen Giszas

DIE SPRACHE DER LIEBE

Markus 7,31–37
erzählt, wie Jesus einen Tauben heilt! Bemerkenswert aber ist nicht nur die Gesundung an sich – sondern auch, wie der Mann aus Nazareth sie auf den Weg bringt!
Er nimmt den Tauben behutsam aus der Menge der Umstehenden. Berührt dann seine Ohren und auch seine Zunge.
Zwar spricht er auch die Worte: „Hefata! – Tu dich auf!“ Aber darüberhinaus gebraucht eben auch noch eine andere, tieferreichende Sprache! Und die bedient sich nicht nur der Worte, sondern auch der Zuwendung und der Zärtlichkeit.

Was hindert uns? Üben wir uns doch auch in der Sprache der Liebe, vermitteln Achtung und Achtsamkeit.
Und verschaffen auf diese Weise möglicherweise auch einander Heilung.
Euer Jürgen


Heilung des Taubstummen, Fresko, um 800 – Johanneskirche zu Müstair – DVD. 40.000 Meisterwerke. Berlin 2007.

St. Marien zu Osnabrück – Chor und Chorumgang – Innenansicht von Südwesten – Foto: Jürgen Giszas, 27. April 2019.