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Bweranyange Tansania, den 21. Oktober 2025
Im Juli in den Sommerferien brachen 8 Jugendliche zusammen mit 2 Begleitpersonen aus unserer Region Stemwede, Rahden, Espelkamp und Pr. Oldendorf auf, um die Partnerregion Bweranyange in Tansania zu besuchen.
Klimawandel und die Auswirkungen bei den Freunden in Bweranyange standen auf dem Programm. Aber vor allem die Begegnung mit den Menschen, um einen Eindruck vom Lebensalltag zu bekommen.
Seit 2019 unterstützen die deutschen Gemeinden mit den Erlösen aus „Pizzeria für Tansania“ Wasserprojekte in den Dörfern. Dadurch haben sich Infektionen bei Kleinkindern deutlich verringert, junge Mädchen und Frauen sind nicht mehr über Stunden unterwegs, um das Wasser von entfernten Wasserstellen ins Haus zu holen.
Die Besuchergruppe hatte das Glück, das staatliche Wasser-Projekt in Karagwe zu besichtigen. Auf holprigen Wegen ging es mit dem Land-Cruiser erst auf den Berg und dann zu Fuß wieder runter an einen Ausläufer des Sees vom Akagera River. Der Ort nennt sich Rwakajunju. Unten am Wasser entsteht ein großes Gebäude für die Pumpe, mit der das Wasser erst auf die nächste Anhöhe und dann auf die höchste Stelle der umliegenden Berge gepumpt werden soll. Begleitet und fachkundig geführt wurde die Gruppe von dem Evangelisten Dickson Josiah, in dessen Bezirk die Anlage entsteht.
Die größte Baustelle ist die Zwischenstation, in der das Wasser in mehreren Schritten gereinigt, gefiltert und anschließend gechlort wird. Danach kommt es in den großen Tank auf dem Gipfel. Nach Aussage von Dickson kostet das ganze Projekt 17 Mrd. tansanische Schilling (650.000€) und soll Ende 2026 das erste Wasser pumpen. Im weiteren Verlauf soll dann die ganze Region damit versorgt werden. Begonnen wurde mit dem Bau 2023.
Direkte Hausanschlüsse wird es nur vereinzelt geben, dafür viele kleine Stationen, an denen sich die Bevölkerung mit Wasser versorgen kann. Der Preis sei sehr gering und für 60l sollten 100 Tsh (0,04€) bezahlt werden. Es sei geplant, dass die umliegenden Orte als erstes angeschlossen werden.
Es wirkt, als seien alle tansanischen Begleiter der Gruppe sehr stolz auf das Projekt und erhoffen sich eine deutliche Verbesserung der Lebenssituation, bin hin zu Ideen über intensivere Landwirtschaft und den Anbau von Obst in größerem Stil. Auf der größten Baustelle trifft die Gruppe auf indische Arbeiter und bekommt die Info, dass das gesamte Projekt von einer indischen Firma durchgeführt wird mit vielen Mitarbeitern aus dem Umland.
In Gesprächen an den folgenden Tagen hört die Gruppe aus Zweifel aus der Bevölkerung. Die Präsidentschaftswahl steht an und man befürchtet, dass nach der Wahl die Arbeiten möglicherweise nicht weitergeführt werden. Die Bevölkerung ist skeptisch gegenüber ihrer Regierung.


