Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Herbsttreffen der Frauenhilfe

Gemütlicher Plausch
bei Kaffee und Kuchen



160 Frauen gestern beim Herbsttreffen
RAHDEN (art)„Engel: Unerwartet – plötzlich da – ganz nah“. So lautete das Motto des Herbsttreffens der Frauenhilfen und Abendkreise des Kirchenkreises Lübbecke, mit dem gestern Nachmittag im Rahdener Gasthaus am Museumshof ein wenig Geselligkeit in die beginnende dunkle ungemütliche Jahreszeit Einzug hielt.
160 Frauen nutzten die Gelegenheit zu einem gemütlichen Plausch bei Kaffee und Kuchen, ließen sich von Pfarrerin Martina-Nolte-Bläcker und Pfarrer Reinhard Ellsel in die Welt der Engel entführen. Verträumte Harfenklänge und gemeinschaftlicher Gesang sorgten für die musikalische Note des Nachmittags.
Der Bezirksvorstand, Gisela Gräber, Pfarrerin Sabine Heinrich, Margret Angelbeck, Lieselotte Hüsemann, Pfarrerin Heidrun Rudzio und Erna Fischgrabe zeigten sich mit dem Verlauf des Nachmittags ebenso zufrieden wie der Harfespieler Frank Peters, der die Veranstaltung musikalisch umrahmte, Pfarrerin Martina Nolte-Bläcker und Pfarrer Reinhard Ellsel. – Bericht folgt.

Die Engel in unserer Welt
Herbsttreffen der Frauenhilfen des Kirchenkreises Lübbecke fand großen Zuspruch

VON ANJA SCHUBERT DK/ NW 30.9.2010


Rahden. Unerwartet. Plötzlich da. Ganz nah. – Das sind Engel. Ganz im Zeichen der himmlischen „Handlager Gottes“ stand gestern das Herbsttreffen der Frauenhilfen und Abendkreise des Kirchenkreises Lübbecke, mit dem im Rahdener Gasthaus Am Museumshof ein wenig Geselligkeit in die beginnende dunkle und ungemütliche Jahreszeit ihren Einzug hielt.
160 Frauen nutzten die Gelegenheit zu einem gemütlichen Plausch bei Kaffee und Kuchen, ließen mit der Andacht von Pfarrerin Martina Nolte-Bläcker und Referent Pfarrer Reinhard Ellsel auch Besinnliches auf sich wirken. „Nicht so viele Frauen wie im vergangenen Jahr, aber doppelt so viele wie beim Frühlingstreffen in Frotheim“, zeigte sich Pfarrerin Heidrun Rudzio vom Bezirksvorstand erfreut.

„Engel brechen plötzlich und unerwartet in unsere Welt ein“, so Pfarrer Reinhard Ellsel zu Beginn seines Referates. Als Hofstaat Gottes, dem Herrscher über die Welt würden sie ihen König loben und seinen Willen auf Erden ausführen. „Gott will bis zu den Menschen heruntergreifen“, führte Ellsel gedanklich das von einem Kind gemalte Bild vor Augen, dessen Arme bis in den Himmel reichten, damit es Gott, der bis zu den Menschen gelangen wolle, erreiche. „Engel sind die verlängerten Arme Gottes, mit denen er in unsere Welt hineinwirkt“, unterstrich der Geistliche. In der Bibel sei von Engeln die Rede, die nicht immer für alle Menschen sichtbar gewesen seien. Und auch im Alltag werde ihr Wirken täglich sichtbar, vor allem in extremen Stress- und Notsituationen wie beispielsweise Kriegen und dem Straßenverkehr. Nicht zuletzt spreche man hier oftmals von Schutzengeln. Aber auch in sichtbarer menschlicher Gestalt sei ihr Wirken spürbar. „Gleich ob Ärzte, Pfarrer, ehrenamtlich Tätige oder einfach nur der eigene Nachbar, der plötzlich da ist, wenn man bei Problemen und Krisen Hilfe braucht, sie alle sind Engel auf Erden.“


„Engel öffnen uns die Augen für Gottes Wirklichkeit“, hatte zuvor auch Pfarrerin Martina Nolte-Bläcker herausgestellt. „Sie wehren zerstörerischen Kräften, stellen sich dem Bösen in den Weg.“ Dies unterstrich sie am Beispiel des biblischen Gleichnisses von „Bileams Esel“. Die Gehorsamsverweigerung der Eselin habe für sich und ihren Herrn schlimmeres verhindert, sie habe die Zeichen Gottes in Form eines Engels erkannt. Auch bei der Verkündigung der frohen Botschaft (der Geburt Jesu) seien die Engel der verlängerte Arm Gottes gewesen.
Passen zu den besinnlichen Gedanken über die in der menschlichen Vorstellung zarten und zerbrechlichen Himmelsgestalten sorgte Frank Peters aus Lübbecke für den musikalischen Akzent des Nachmittages. Mit den Pfarrerinnen Sabine Heinrich an der Querflöte, Martina Nolte-Bläcker und Heidrun Rudzio auf der Gitarre hatten die Frauen auch am Gesang an diesem Nachmittag viel Freude. Auch sie sind irgendwo helfende Engel auf Erden, die Frauen, die in den Gruppen der Frauenhilfen und Abendkreise zusammenkommen, um neben geselligem Beisammensein zu finden auch Gutes für die Menschen in der Region und in der Welt zu tun.

Fächendeckend sind auf unterschiedlichen Ebenen der kirchlichen Arbeit fast 1.300 Gruppen in Westfalen aktiv. Allein im Altkreis Lübbecke sind insgesamt 1.200 Mitglieder in 25 Frauenkreisen organisiert.

Engel trifft man im täglichen Leben

Zusammenkunft der Kreis-Frauenhilfen in der Gaststätte »Am Museumshof« in Rahden
Von Michael Nichau


Kleinendorf (WB). Zum Herbsttreffen hat der Bezirksverband Lübbecke die evangelischen Frauenhilfen des Kirchenkreises Lübbecke eingeladen. Zahlreich sind die Mitglieder, diesmal in der Gaststätte »Am Museumshof« in Rahden, zusammen gekommen.

Im Mittelpunkt des geselligen Nachmittages stand das Thema »Engel«. Sabine Heinrich, Beauftragte für die Frauenarbeit im Kirchenkreis, begrüßte die etwa 300 Frauen. Und schon in der Andacht ging Pfarrerin Martina Nolte-Bläcker aus Espelkamp auf die himmlischen Boten, die Engel ein.
Gemeinsam wurde musiziert und der Kanon »Danket dem Herrn« angestimmt, der traditionell bei den Treffen des Frauenvereins innerhalb der evangelischen Kirche von Westfalen gesungen wird.
Als »Fachreferent« hatten sich die Frauen Pfarrer Reinhard Ellsel aus Stemwede eingeladen. Er hielt seinen Vortrag unter dem Thema »Engel - unerwartet, plötzlich da, ganz nah«.
»Diese drei Stichworte machen deutlich, wie die Engel heute in unsere Welt einbrechen«, erklärte Ellsel. Er zitierte auch aus biblischen Stellen, in denen Engel vorkommen, wie etwa Psalm 103, Offenbarung 12, oder aus dem Lukas-Evangelium. »Dort wird einiges deutlich«, sagte Ellsel.
»Man muss sich Gott als König oder Herrscher vorstellen. Er hat einen Hofstaat und dazu gehören die Engel.« Dies werde etwa beim genannten »Herrn Zebaoth« deutlich, der der »Herr der himmlischen Heerscharen« in der Bibel ist.
»Engel sitzen also an Gottes Thron und loben Gott«, erklärte Ellsel. »Das erzählt uns jedenfalls die Bibel.« Der Pfarrer ging aber auch auf ein Bild ein, das ein Junge gemalt hatte. Er stellte Gott mit übermäßig langen Armen dar. »Engel sind solche überlangen Arme Gottes«, sagte Ellsel. »Damit greift Gott in unsere Welt hinein.«
So treffe man in Erzählungen und Erlebnissen auf »göttliche Gestalten« oder »Schutzengel«, die in der Not eingegriffen haben. »Das erleben wir viel in Geschichten über den Krieg und die Vertreibung«, sagte Ellsel. Engel könnte aber auch »ganz normale Menschen« sein, die jemandem helfen und deren Hilfe unerwartet komme. »Das ist so wohltuend und gut, dass wir auch zu jemandem sagen: Du bist ein Engel. Engel sollten aber nicht angebetet werden. Sie sind Handlanger Gottes«, erzählte Reinhard Ellsel.
WB Artikel vom 30.09.2010