Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Frühjahrstreffen der Frauenhilfen

Mit Gesang und Geselligkeit den Frühling begrüßt

Bezirksverband der Frauenhilfen und Abendkreise feierte mit 110 Teilnehmerinnen im Frotheimer Birkenhof
Gastreferentin Imke Reinhardt-Winteler warf einen Blick auf die weibliche Lebensgestaltung im Alter

Anja Schubert


Der Bezirksvorstand der Frauenhilfen sorgte mit Besinnlichkeit, geselligen Gesprächen und Gesang für ein gelungenes Frühjahrstreffen: Pfarrerin Heidrun Rudzio, Gisela Gräber, Margret Angelbeck, Lieselotte Hüsemann, Superintendent i.R. Paul-Gerhard Tegeler, Pfarrerin Sabine Heinrich und Erna Fischgrabe mit Referentin Imke Reinhardt-Winteler (ganz links)

Frotheim/Altkreis Lübbecke. Das große Frühlingsfest ist für die Frauen der Frauenhilfen und Abendkreise des Kirchenkreises Lübbecke die letzte gemeinsame Veranstaltung auf Bezirksebene vor den Sommerferien. 110 Teilnehmerinnen konnte Gisela Gräber am Mittwoch zu einem abwechslungsreichen Nachmittag im Frotheimer Birkenhof zu der beliebten Veranstaltung begrüßen.



„20 Frauen mehr als im vergangenen Jahr“, stellte die Vorsitzende erfreut fest, die traditionell die Veranstaltung mit einem Gedicht begann, das einen Vorgeschmack auf das Thema gab, das an diesem Nachmittag im Vordergrund stand: Das Altern.



Auch Superintendent i.R. Paul-Gerhard Tegeler griff dieses in seiner Andacht, die mit Gitarrenklängen von den Pfarrerinnen Heidrun Rudzio und Sabine Heinrich musikalisch begleitet wurde, auf. „Rente, altergerechtes Wohnen, Patientenverfügungen – überall begegnen uns Probleme, die mit dem Altern zusammenhängen.“ Mit Psalm 71, 18 „Auch im Alter, Gott verlass mich nicht“ traf die Losung des Tages das Thema ziemlich genau. „Altern ist of mit schmerzlichen Erfahrungen verbunden“, machte Tegeler deutlich. „Kräfte lassen nach, gesteckte Ziele werden nicht immer mehr erreicht, oftmals begleitet von Angst, finanzieller Not und Einsamkeit, wenn einem bewusst wird, dass sich die Todesanzeigen immer häufiger um den eigenen Jahrgang drehen.“ Die Erfahrung der Treue Gottes gebe Kraft und Gewissheit, dass Gott einen auch in diesem Lebensabschnitt nicht allein lasse.


Mit Pfarrerin Imke Reinhardt-Winteler konnte der Bezirksvorstand einen Gast aus dem Kirchenkreis Minden begrüßen, der unter dem Thema „Keine/r lebt für sich allein - Vom Miteinander der Generationen“ die Problematik des Alterns aus weiblicher Sicht beleuchtete. „Frauen leben im Schnitt nachgewiesen länger als Männer“, machte die Referentin mit einem Blick auf die Demographie deutlich. „Wie gestalten Frauen ihr Leben im Alter, wenn der männliche Partner bereits verstorben ist und sich eine mangelnde Finanzkraft bemerkbar macht?“ Trotz getrennter, eigener Wohnungen werde auch heute noch der Generationenvertrag erfüllt. „Jüngere und ältere Generation treten gegenseitig füreinander ein.“ Und doch sei ein Nachdenken über die Wünsche und Vorstellungen alternder Frauen der jüngeren Generation lohnenswert. „Auch für die Frauenhilfen ein bedeutsames Thema, das in Sachen Gestaltung des Alters richtungsweisend sein kann.“ Schon die Bibel kenne die Höhen und Tiefen des Alters. „Doch hier leisten Hochbetagte ebenso Großes wie die jungen Menschen.“ Eine lebendige Gottesbeziehung sei hier Dreh- und Angelpunkt.



Auch gemeinschaftliches Singen bereicherte den Nachmittag. Die Seniorenkantorei Lübbecke unter Leitung von Kreiskantor Heinz-Hermann Grube ließ muntere Frühlingsweisen erklingen, in die die weiblichen Gäste, nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen und ausgiebiger Gelegenheit zu einem geselligen Plausch, begeistert mit einstimmten.



„Insgesamt sind 1200 Mitglieder in unseren 25 Frauenkreisen im Kirchenkreis Lübbecke organisiert“, stellte die Bezirksvorsitzende zufrieden fest. Zwar habe man in Spitzenzeiten gut 3000 Frauen gezählt, aber im Vergleich zu vielen anderen Kirchenkreisen stünde man zahlenmäßig gut da.



Das konnte auch Gastreferentin Reinhardt-Winteler bescheinigen, die aus ihrer Zeit im Ruhrgebiet andere Zahlen gewohnt war. „Hier auf dem Land ist der Zusammenhalt und die Gemeinschaft noch stärker.“



Schon jetzt wies Gisela Gräber auf das Herbsttreffen hin, das als gemeinsamer Auftakt nach den Sommerferien am 5. Oktober in diesem Jahr etwas Besonderes bietet. „Wir haben Anregungen aufgenommen und beginnen mit einem Abendmahlgottesdienst in der Immanuelkirche in Pr. Ströhen. Anschließend treffen wir uns zum geselligen Beisammensein im Gasthaus Buschendorf.“