Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Stets ein offenes Ohr für die Kunden




VON SONJA ROHLFING

Rahden. Seit rund einem halben Jahr gibt es die soziale Beratung während der Ausgabe der Lübbecker Land Tafel in Rahden. 17 Beratungstermine haben seitdem stattgefunden. Zwischenbilanz zogen jetzt im Gespräch mit der NW für die Lenkungsgruppe Pfarrer Stefan Thünemann, Stella Gieseler, Rosemarie Bork (beide vom ArbeitsLebenZentrum Minden), Michael Duffe (Sozialamt Rahden) und Helga Berghorn-Detering von der Tafel-Ausgabestelle Rahden.

„23 Menschen haben eine Beratung gesucht“, resümiert Stefan Thünemann. Das ergibt durchschnittlich ein bis zwei Ratsuchende pro Termin. „Mehr ist in der einen Stunde auch kaum zu realisieren“, fügt er hinzu.

Männer und Frauen waren ungefähr gleich stark vertreten. 18 Menschen und damit die große Mehrheit der Ratsuchenden war zwischen 25 und 49 Jahre alt. „Das spiegelt nicht unbedingt den Altersdurchschnitt des Kundenstamms der Tafel wider, die auch von vielen älteren Menschen in Anspruch genommen wird“, ergänzt Helga Berghorn-Detering.

„Gesicht der Arbeitslosigkeit

hat sich verändert““

Ungefähr die Waage hielt sich auch der Anteil der Menschen mit und ohne Berufsausbildung. „Das Gesicht der Arbeitslosigkeit hat sich verändert“, erklärt Michael Duffe. Auch Fachkräfte mit Berufsausbildung könnten nach zwölf Monaten ins Arbeitslosengeld (ALG) II rutschen. Fragen wurden insbesondere zum Sozialgesetzbuch II, zu Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten, zur Berufswegplanung, zur wirtschaftlichen Situation und zum Wohnen gestellt. Es sei gut, dass das Angebot da sei, sind sich die Mitglieder der Lenkungsgruppe einig, zu der auch Ordnungsamtsleiter Uwe Trentelmann und die Gleichstellungsbeauftragte Angelika Otte gehören. „Wir als ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel haben stets ein offenes Ohr für die Belange unserer Kunden, aber oftmals mangelt es an Fachwissen“, verdeutlicht Helga Berghorn-Detering. Die vermittelnde Funktion zwischen Menschen und Behörden stellt Rosemarie Bork heraus. Geplant ist es, die Beratung zukünftig noch spezifischer zu gestalten und saisonale Schwerpunkte zu setzen. „Dabei gehen wir durchaus kritisch mit dem Angebot um und haben auch ein Auge auf die Kosten-/Nutzenbilanz“, erklärt Stefan Thünemann.

An der sozialen Beratung in Rahden beteiligen sich neben Stefan Thünemann, Rosemarie Bork, Michael Duffe und Angelika Otte auch Ulrike Höner zu Siederdissen (Agentur für Arbeit), Friedrich-Wilhelm Grevel (Diakonie), Wirwe Grau-Wahle, Gisela Kortenbruck und Micaela Strunk-Rohrbeck (alle evangelische Kirchengemeinde Rahden) und das Familienzentrum in Rahden im Verbund mit allen fünf Kindertageseinrichtungen.