Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Posaunenklänge - Spiegel der Seele

Blechbläserkonzert im Gymnasium



Quelle: Diepholzer Kreisblatt vom 06.10.2009  
Rahden: - von Anja Schubert -





„Du meine Seele singe“ – Gemäß diesem Liedgut des Lyriker Paul Gerhard erlebten die Zuhörer am Sonnabendnachmittag in der Aula des Gymnasiums einen „instrumentalen Gesang“ der Extraklasse. Der Posaunenchor Rahden bot unterstützt von dem Blechbläser-Quartett „Quattrobones“ ein virtuoses Klangerlebnis, die Musik ein Spiegel der Facetten des Seelenlebens.




Rund 350 Konzertgäste ließen sich in der Aula des Rahdener Gymnasiums diesen Hörgenuss nicht entgehen. Bereits seit 1998 ist das Konzert des Posaunenchores Rahden, welches traditionell alle zwei Jahre am Tag der Deutschen Einheit stattfindet, ein etabliertes Klangerlebnis.

Auch in diesem Jahr übertraf die Veranstaltung wieder einmal mehr sich selbst. Beeindruckend das Repertoire, welches die Chormitglieder in diesem Jahr zusammengestellt hatten, herausragend die vier Posaunisten der „Quattrobones“ aus Hannover und bezaubernd die ganz junge „Moderatorin“ Ronja Schaak, die mit ihrer zarten Stimme die Geschichte vom Seelenvogel vortrug, die sich wie ein roter Faden durch die Aufführung zog und dem Konzert einen mediativen Rahmen verlieh.



Henning Lübkings, erster Vorsitzender der Posaunisten sowie Rahdens stellvertretender Bürgermeisters Wilhelm Kopmann begrüßten das Publikum nicht ohne Dankesworte für das breitgefächerte Engagement Chores. „Musik ist Leben, schafft Begeisterung und fördert den Geist familiärer Kameradschaft,“ stellte Kopmann heraus. –Worte, die die Blechbläser virtuos aufgegriffen. Lebendig, die ausgewählten Stücke.




Lebendig die Umsetzung und das harmonische Zusammenspiel der rund vierzig Chormitglieder über die Generationen hinweg. Mit „Go down Moses“, „The water is Wide“ und Mississippi shuffle boat“ stellten die Jungbläser jazzig und spirituell, bewegend und aufrüttelnd zugleich ihr musikalisches Können unter Beweis.




Donnernder Applaus und begeisterte Pfiffe aus dem Publikum sprachen anschließend schnell für die Hannoveraner Gäste, die mit „Sonata Trois pièces“ ihren Einstand gaben. Im Wechsel mit den Rahdener entfesselten sie einen einfühlsamen Dialog melancholisch-tiefer Posaunenstimmen und hoher Trompetenklänge, eingebettet in die Geschichte vom Seelenvogel, die Ronja Schaak mit Unterstützung von Edith Stöver erzählte.




„Manchmal ist man traurig und weiß nicht warum; manchmal ist man glücklich, einfach so. In der Seele, in ihrer Mitte, steht ein Vogel auf einem Bein. Der Seelenvogel. Und er fühlt alles was wir fühlen". Freude, Trauer, Liebe, Haß, Wärme, Kälte und Leid – Empfindungen, die in den Emotions-Schubladen der Seele zu Hause sind und die mannigfaltig in der Musik zum Ausdruck kamen.

Gleich ob Mendelsohn-Bartholdys „Jauchzet dem Herrn alle Welt“, Vivaldis „Allemanda“ oder Traugott Fünfgelds „Himmel, Erde, Luft und Meer“ – das Konzert war eine Reise durch die Stimmungen der Seele, die befreit durch den musikalischen Ausdruck sich entfaltet. Vielfältig wie die Seele des Seelenvogel, so vielfältig das Repertoire und Können der vier Posaunisten, die mit Daniel Schnyders „Quartet“ zeigten, was die Spreu vom Weizen trennt. Dieses Stück, so berichteten sie, habe sie ursprünglich erst zu einer Formation zusammengeführt. Ein Stück, welches viel Mut erfordere, sich an dessen Umsetzung zu wagen. Chris Day, Matthias Haakh, Mikael Rudolfsson und Johannes Weidner: vier junge Menschen, die unter Prof. Jonas Bylund an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover diesen Schritt wagten. Ihr gemeinsames Spiel gewann durch die internationale Besetzung der aus Irland, Deutschland und Schweden stammenden Musiker eine besondere Note.

Ohne Zugabe am Ende des Konzerts wurden sie natürlich nicht entlassen. Einen besonderen Schlussakkord setzten die Musiker und Pfarrer Stefan Thünemann, denn gemeinsam mit den Besuchern wurde zum Ausklang ein irisches Segenslied angestimmt. Pfarrer Stefan Thünemann konnte für die gelungene Veranstaltung den Beteiligten und all denjenigen, die die Posaunenarbeit in Rahden unterstützen nicht genügend Dank aussprechen, sei der Erfolg des Tages doch ein Erfolg aller und Ansporn weiterzumachen.    



Posaunenchor Rahden und „Quattrobones“ geben gemeinsames Konzert in der

Aula des Rahdener Gymnasiums



Von Henrike Kopmann Rahden (WB).

Töne tanzen, umspielen das Ohr mit warmen Klängen. Die Stimmen von Posaune und Trompete dringen direkt in die Seele. Am Samstag präsentierte der Posaunenchor Rahden einen Hörgenuss der Spitzenklasse. Gemeinsam mit dem Ensemble »Quattrobones« entführten die Musiker in eine Welt schönster Melodien. Henning Lübking, Vorsitzender des Posaunenchores, begrüßte sein Publikum zum sechsten Blechbläserkonzert in der Aula des Gymnasiums. Die Veranstaltung findet alle zwei Jahre statt und trifft den Geschmack der Zuhörer: Auch in diesem Jahr waren die Stuhlreihen dicht gefüllt. In Titeln wie »Go down Moses« stellten die Jungbläser ihr musikalisches Können unter Beweis. Der Hauptchor überzeugte in Kompositionen von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Tief und getragen erfüllen die Posaunen nicht nur den Konzertraum, sondern auch Gehör und Geist. Ob dunkel melancholisch oder in königlich-goldenem Klang - Hingabe und Präzision sind nicht zu überhören.

Bei Stücken, wie »Jauchzet dem Herrn alle Welt« oder »Gehet zu seinen Toren ein«, erlebten die Zuhörer klassische Kirchenmusik von ihrer eindrücklichsten Seite. »Sie schallt die Posaun'«, heißt eine Komposition von Georg Friedrich Händel. In diesem Lied und Werken, wie »Heil, Judäa, selig Land«, erweckten die etwa 40 Bläserinnen und Bläser barocke Kirchenmusik zu neuem Leben. Die »schallende PosaunÕ« entführte in einmalig schöne Klangwelten, brillierte sowohl in Kompositionen von Vivaldi, als auch in modernen Pop-Balladen. »Wer traut sich zu, das zu spielen?« Mit dieser Frage ihres Musikprofessors habe alles begonnen, erzählen »Quattrobones«. Das 2008 gegründete Ensemble setzt sich aus Studenten der Hochschule für Musik und Theater in Hannover zusammen.
Chris Day aus Nordirland, Mikael Rudolfsson aus Schweden, der in Griechenland geborene Matthias Haakh und Johannes Weidner aus dem niedersächsischen Peine haben eine gemeinsame Leidenschaft: die Musik. Auf Anregung ihres Professors hätten sie sich an die Stücke des Jazz-Saxophonisten Daniel Snyder gewagt. In »Flying Carpets«, zu deutsch »fliegende Teppiche«, entzündete das internationale Quartett ein musikalisches Feuerwerk: Die Posaunen führen temperamentvolle Dialoge, beschleunigen zu mitreißenden Verfolgungsjagden. Titel wie »Sonata« und »When I fall in love«, bestachen durch den Wechsel von Heiterkeit und melancholischer Tiefe. Leidenschaftlich und in imposanter Klangqualität spielte das Ensemble auf der Klaviatur der musikalischen Emotionen.

Begleitend zum Konzert verlas Ronja Schaak die Geschichte vom »Seelenvogel«. »Der Seelenvogel - vielleicht hören wir ihn heute singen«, resümierte Pastor Stefan Thünemann. Er bedankte sich bei den Helfern, die zum Gelingen des Konzertes beigetragen hätten, und für die Unterstützung durch die Volksbank Lübbecker Land. »Musik ist Leben, Musik schafft Begeisterung«, sagte der stellvertretende Bürgermeister Wilhelm Kopmann. Er hob das langjährige Engagement des Vorsitzenden Henning Lübking, des Chorleiters Wilhelm Schmalgemeier und des musikalischen Leiters Uwe Kolbus hervor. Zum krönenden Finale hatten der Posaunenchor und »Quattrobones« zündende Zugaben im Gepäck. Das Publikum honorierte das unvergessliche Hörerlebnis mit begeistertem Applaus. WB Artikel vom 05.10.2009  



Blechbläser begeisterten Konzert des Posaunenchores in der Gymnasium-Aula

ein voller Erfolg / Erster Auftritt der Jungbläser



VON FLORIAN PASSLICK Rahden.

Musikalische Tradition und Fortschritt standen in der Aula des Rahdener Gymnasiums auf dem Programm. Bereits zum sechsten Mal präsentierte sich der Posaunenchor Rahden einem großen Publikum und zeigte dabei sein Können. Als Gastmusiker war das Posaunenquartett „Quattrobones“ aus Hannover geladen. Es war ein langer und anstrengender Weg, bis die rund 40 Bläserinnen und Bläser des Posaunenchores Rahden schon zur Tradition gewordenes Blechbläserkonzert geben konnten. Seit Anfang des Jahres übten die Musiker unter Leitung von Uwe Kolbus jede Woche, um ihren Gästen eine gelungenes Konzert garantieren zu können.
Vor rund 350 Gästen boten sie gemeinsam mit den Jungbläsern und den professionellen Musikern „Quattrobones“ aus Hannover ein interessantes Programm. So gehörten moderne Stücke wie eine „Pop-Version“ des bekannten irischen Segensgrußes genauso zur Auswahl wie klassische Chorlieder von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Georg Friedrich Händel. „Das Blechbläserkonzert bietet eine gute Möglichkeit, unsere Arbeit im Posaunenchor vorzustellen“, erklärte Chorleiter Uwe Kolbus die Idee. „Zusätzlich ist ein anstehendes Konzert auch wichtig für die musikalische Arbeit, da wir uns neu ausrichten müssen und ein neues Ziel vor Augen haben“, fügt Kolbus hinzu.
Stolz war er auch auf die zehn Jungbläser, die jetzt zum ersten Mal ihr Können unter Beweis stellen konnten. „Diese angehenden Mitglieder unseres Chores stellen eine enorme Bereicherung für uns dar.“ Bereits seit 1998 findet das Konzert alle zwei Jahre statt und wird dabei jedes Mal von professionellen Gästen bereichert. In diesem Jahr entschied man sich für das Posaunen-Ensemble „Quattrobones“ von der musikalischen Fachhochschule in Hannover. Die vier Posaunisten Chris Day, Matthias Haakh, Johannes Weidner und Mikael Rudolfsson kommen aus Nordirland, Griechenland, Schweden und Deutschland und treten seit 2008 gemeinsam auf.
Mit einer spannenden und gelungenen Mischung aus Barock, Renaissance sowie internationalen Einflüssen konnten sie das Publikum sofort für sich begeistern. Im Vergleich zu früheren Konzerten verzichtete man dieses Mal auf eine Moderation und entschied sich für begleitende Lesungen. So las Ronja Schaak zwischen den Liedern kurze begleitende Gedichte zum Thema „Du, meine Seele, singe“ vor. „Wir haben dieses Mal auch besonderen Wert auf die Bühnendekoration und Beleuchtung gelegt, um den besonderen Konzertcharakter zu schaffen“, sagte Pfarrer Stefan Thünemann. Der Posaunenchor dankte den vielen Helfern, Sponsoren sowie der Volksbank Lübbecker Land, die das Konzert in dieser Form möglich gemacht haben. NW 6.10.09