Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Kraft, um zu helfen

Kraft, um zu helfen
Feldgottesdienst im Gerätehaus lockte 250 Besucher



RAHDEN (Art) Gerätehauseinweihung und das hohe Jubiläum waren Grund genug, die 125-Jahr-Feier des Rahdener Löschzuges mit einem Feldgottesdienst im neuen Gerätehaus einzuläuten.
Pfarrer Stephan Thünemann gestaltete den Gottesdienst unter Mitwirkung von Notfallseelsorger Roland Mettenbrink und des Posaunenchores passend zum Anlass der Feierlichkeiten. 125 Jahre Dienst für den Nächsten unter Einsatz des eigenen Lebens gelte es zu würdigen, und auch der Umzug der alten Tafel „Gott zur Ehr dem nächsten zur Wehr“ beweise, dass die Kameraden ihrem Leitgedanken weiterhin treu blieben.
„Brandstifter stehen nicht in hohem Ansehen“, ließ Thünemann die Brandserien in Stemwede, Bad Oeynhausen und Porta nicht außer Acht. Doch ein Feuer der Liebe Gottes zu entfachen wie Jesus es tat, sei in der Tat legitim.
Das Ziel des Entbrennens für den Glauben stünde im Einklang mit dem Leitgedanken der Wehrleute. Auch die Sage vom Heiligen Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehrleute, durfte nicht fehlen. Thünemann sah jedoch auch die Probleme, denen sich die Kameraden im Zuge schwerer Verkehrsunfälle immer öfters ausgesetzt sehen. „Wer für eine Sache brennt, brennt oft aus“, warf Thünemann einen Blick auf das Burning-Out-Syndrom. „Ihr Kameraden braucht unsere seelische Rückenstärkung, damit Ihr nicht ausbrennt“, betonte er. „Wer für eine Sache brennt, kann auch andere anstecken.“ Und mit einem Appell an die Bevölkerung: „Lasst Euch anstecken, von dem Engagement der Kameraden, zu helfen.“
St. Florian als Schutzpatron der Feuerwehrleute: Pfarrer Thünemann zeigt die Plakette, die die Kameraden als Schlüsselanhängers erhalten. Foto: Schubert
DK 14.9.2010