Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Kinder sind das Salz in der Suppe

Anja Schubert

Rahden. Mit dem großen jährlichen Gemeinschaftsgottesdienst aller evangelischen Kindergärten aus Rahden und den Ortschaften rücken die Gemeinden die jüngsten in den Mittelpunkt. So auch am letzten Februarsonntag in der Rahdener St.-Johanniskirche.

Doch welche Bedeutung haben eigentlich Kinder in der Gemeinde und welche Bedeutung hat die Gemeinde für sie? Darüber hatten sich die Kinder bereits im Vorfeld in den Einrichtungen Gedanken gemacht, die als Bildschirmpräsentation eindrucksvoll von Christian Kaster zusammengefasst wurden. Mittels kreativem Nachdenken über Gemeinde, über die Besichtigung von Gemeindehaus und Kirche bis hin zum Nachdenken über die Funktion des Kindergartens als Gemeindeeinrichtung, hatten die Kinder verschiedenste Ansätze gewählt, diese Fragen zu beantworten.

„Gemeinde ist wie ein Boot mit vielen Menschen, mit vielen Freunden, eine Gemeinschaft, in der man gemeinsam betet, singt und über Gott redet“, lauteten nur einige Antworten, „Denn alleine ist vieles einfach doof“, tat Kindermund Wahrheit kund. In der Kirche als dem Haus Gottes könne man gemeinsam singen, beten und viele Geschichten von Gott und Jesus erfahren, wussten die kleinen zu berichten.

„Kinder sind eine große Bereicherung in den Gemeinden, denn sie entfalten eine unglaubliche Lebenskraft, wirken aufheiternd, gerade bei älteren und trauernden Angehörigen. Sie bringen uns mit ihrer natürlichen Art auf andere Gedanken, füllen die Gemeinschaft mit Leben, sie sind das Salz in der Suppe, das die notwendige Würze verleiht.“, so Kindergartenseelsorger Roland Mettenbrink in seiner Predigt. Daher sei es unerlässlich, das Gemeindeleben so zu gestalten, dass auch die jüngsten ihre Wünsche hierin verwirklicht sehen. „Schon Jesus lud die Kinder zu sich ein. Deshalb sind Gottesdienste wie dieser und eine gute umsorgende Atmosphäre mit vielen Angeboten in den Einrichtungen unverzichtbar.“ Der Kindergartenseelsorger freute sich über das volle Gotteshaus. Denn zahlreich füllten die Mädchen und Jungen der Kindergärten Bärenhöhle, Sonnenstrahl, Löwenzahn und der Einrichtung aus Pr. Ströhen mit ihren Eltern, Geschwistern, Großeltern, Paten und Erzieherinnen die Kirche mit jeder Menge Leben. Kantor Thomas Quellmalz, ein einrichtungsübergreifender Elternchor unter Leitung von Annika Möller, die Gottesdienstbesucher, Erzieherinnen und nicht zuletzt die Kinder selbst wirkten an dem sehr musikalischen Gottesdienst mit. „Denn auch das ist Gemeinde – Verantwortung für deren Gestaltung zu übernehmen – und heute haben schon die jüngsten gezeigt wie’s geht“, fasste Kindergartenpresbyterin Ilka Lorenschadt zusammen. Mit der Taufe des kleinen Matteo Schmidt wurde zudem ein neues Mitglied in der Kirchengemeinde Rahden willkommen geheißen.


„Ohne uns geht gar nichts“: Die Kinder aller Einrichtungen beeindruckten im Altarraum mit einem gemeinsamen Lied. Foto: Anja Schubert


Glaube verbindet: Über alle vier Einrichtungen hinweg hatte sich unter Leitung von Annika Möller ein Elternchor zusammengefunden. Foto: Anja Schubert


Die Kindergartenkinder mit ihren Angehörigen füllten das Gotteshaus mit jeder Menge Leben. Foto: Anja Schubert