Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

"Heidenspaß" für Rahdener Katechumenen. Übernachtung im Schwimmbad war großer Erfolg

Christliches Zeltlager war ein „Heidenspaß“

 

140 Jugendliche und Mitarbeitende übernachteten im Freibad unter freiem Himmel. Der Erfolg der Veranstaltung verlangt Wiederholung (Anja Schubert)

 

„Dieses Event wird schwer zu toppen sein.“ Pfarrer Stefan Thünemann und seine drei Mitstreiter Pfarrer Hanns Meiners und die Pastorinnen Giesela Kortenbruck und Wirwe Grau-Wahle waren begeistert von dem Verlauf der bisher einmaligen Aktion, die am Wochenende das Rahdener Freibad mit Leben erfüllte. Mit allen 120 Katechumenen ihrer Pfarrbezirke und 20 ehrenamtlichen Mitarbeitern der Jugendarbeit veranstalteten sie erstmalig ein gemeinsames Zeltlager der ev. Kichengemeinde Rahden.

 

Relativ zügig ging der Aufbau der Zeltstadt am Freitag vonstatten. Mit Unterstützung der Helfer der DLRG waren die rund 30 Zelte und zwei Mannschaftszelte fix aufgebaut. „Kleine Dörfer“ entstanden auf der Grünfläche, denn die Katechumenengruppen stellten ihre Zelte nach Ortschaften sortiert auf, natürlich jede mit eigenem „Ortschild“. Der Rest des Nachmittags stand ganz im Zeichen von Spiel und Spaß, im kühlen Nass oder auf der Rasenfläche des Freibades.

 

Schwimmen, Rutschen, Fußball und Beach-Volleyball sorgten ebenso für eine tolle Stimmung wie Sing Star und kreatives Basteln. Besonderes Highlight: Slacklining – der Seiltanz auf dem Wasser: bei dieser Trendsportart übten die Jugendlichen, auf einem zwischen zwei Befestigungspunkten gespannten Gurtband, im Nichtschwimmerbecken „über das Wasser zu laufen“. Stimmungsvoller Lichterglanz dann am Abend auf dem Freibadgelände. Freizeithelfer Christian Kaster hatte aufgrund „guter Connections“ die Außenanlagen mit Effektscheinwerfern in ein stimmungsvolles farbiges Lichtermeer getaucht und hierfür rund 300 Meter Kabel verlegt. Bis in die späten Abendstunden nutzten die Jugendlichen nach gemeinsamem Abendessen das Baden unter sternenklarem Himmel. Zum Ausklang des Abends ließen sie den Tag auf einer Großbildleinwand noch einmal Revue passieren. Die Videogruppe der Kirchengemeinde, die vor ein paar Monaten von Pfarrer Thünemann ins Leben gerufen wurde, hatte die schönsten Eindrücke des Tages mit der Kamera im Bild festgehalten. In gemütlicher Runde am Lagerfeuer mit gemeinsamen Liedern gab es in Form von Stockbrotbacken für alle noch ein „Late-Night-Dinner“.

 

Nach einer aufregenden Nacht, in der Schlaf ein wenig Mangelware war, und einem gemeinsamen Frühstück fand auf dem Freibadgelände ein Gottesdienst statt, den Pfarrerin Giesela Kortenbruck mit ihrem Mitarbeiterteam gestaltete. Unter dem Motto „Von allen Seiten umgibst du mich“ stand dieser im Zeichen des christlichen Symbols des Fisches. Zur musikalischen Untermalung stattete der Jugendchor unter Leitung von Mechthild Bräkling der Zeltstadt einen Besuch ab. Als kleine Erinnerung an das Zeltlager und für die Begleitung auf dem weiteren Weg zur Konfirmation gab es für alle Jugendlichen als Geschenk einen kleinen Moosgummifisch.

 

Begeisterung über die Veranstaltung am Ende auf beiden Seiten: die Mädchen und Jungen verlangten bereits eine Wiederholung des Events. „Die jungen Leute haben sich alle vorbildlich verhalten“, lobte Pfarrer Thünemann, der mit zwei kleinen Zeltlagern bereits Vorerfahrung sammeln konnte. „Das waren gegen diese Größenordnung allerdings nur „Laborversuche““. Trotz der großen Teilnehmerzahl empfanden die Betreuer die Organisation und Koordination als sehr entspannend. „Dass der Einsatz aller reibungslos wie ein Zahnrad ineinander griff, spricht für die gute Teamarbeit in unserer Gemeinde.“ Für alle Jugendlichen steht am Ende der Konfirmandenzeit 2011 eine Abschlussfreizeit mit der eigenen Gruppe auf dem Programm. „Doch die nächsten Katechumenen werden mit Sicherheit auf eine Wiederholung dieses Events drängen“, „befürchten“ die betreuenden Pfarrer.