Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Gospelmesse in Rahden

Tiefgehendes Liedgut am Tisch des Herrn – „WeTo“ und Jugendchor ließen mit Gospelmesse in St.-Johannis die Menschen zusammenrücken


Der Chor „WeTo“ und der Jugendchor der Musikschule Espelkamp-Rahden-Stemwede gestalteten unter Leitung von Mechthild Bräkling mit einer Gospelmesse den Abendmahlgottesdienst in St. Johannis.

Text und Fotos: Anja Schubert

RAHDEN. „Come on, let’s go“ – Mit diesem Motto lud die Kirchengemeinde Rahden am Sonntag zur wöchentlichen Zusammenkunft in die St.-Johannis-Kirche. Und nicht nur Gläubige der eigenen Gemeinde fanden den Weg in das Rahdener Gotteshaus, um begleitet von eindringlichen Gospelklängen an den Tisch des Herrn zu gehen.
Lebendig und zugleich gefühlvoll wurde der Abendmahlgottesdienst von einer Gospelmesse umrahmt, die der Chor WeTo und der Jugendchor der Musikschule Espelkamp-Rahden-Stemwede unter Leitung von Mechthild Bräkling gestalteten. Die fünf Songs der „Kleinen Gospelmesse“ aus der Feder von Komponist Ralf Grössler setzten, abgestimmt auf den Ablauf des Gottesdienstes, der in den Händen von Pfarrer Stefan Thünemann lag, gezielte Akzente, um Gottes Nähe zu erfahren.
Mit „Come on let’s go” zu Beginn, „Lord, have Mercy” als Pendant des „Herr, erbarme dich” und „Lord God, heavenly King“ spannten die Chöre einen Bogen vom sich auf den Weg Machens und Ankommen bei Gott.
Mit „Let us break Bread together“ und „Lam of God“ umrahmten die Sängerinnen und Sänger das Heilige Abendmahl, das die Gläubigen an den Tisch des Herrn führte. Mit der Schriftlesung rückte Kirchmeisterin Sonja Wiebke zuvor die Geschichte von den „Arbeitern im Weinberg“ in den Blick, einem Gleichnis von der Suche nach dem Lohn des Himmlischen, für das die Jünger alles aufgegeben haben. „Ich glaube, ich bin mit meinem Wunsch nach ein bisschen mehr als bloßem Reichtum nicht allein“, ließ Pfarrer Thünemann in seiner Predigt die Gedanken dahingehend schweifen, ob materieller Reichtum wirklich das Maß aller Dinge sei (Jeremia 9, 22-23),. Sein Fazit: „Wir sehen uns doch alle irgendwo nach einer neuen Bescheidenheit, die uns zu den wichtigen Dingen des Lebens führt. Nur wenn wir aus Gottes tun lernen und Barmherzigkeit, Stärke und Gerechtigkeit im göttlichen Verständnis leben, kann unser Leben gelingen.“



Auch einige neuere geistliche Lieder zum Mitsingen für alle Gläubigen fanden in den Gottesdienst Einzug und harmonierten mit den dargebotenen Gospelsongs. Immer wieder erhielten die Chöre für ihre Leistung spontanen Applaus. Julia Geusch am Klavier und an der Orgel sowie Annette Schepsmeier (Querflöte) begleiteten die 21 Sängerinnen und Sänger souverän und überzeugend auf ihren Instrumenten.



Julia Geusch (Klavier) und Annette Schepsmeier (Querflöte) unterstützten die Chöre instrumental.

Besondere Stimmung im Gottesdienst
»Kleine Gospelmesse« beteiligt heimische Chöre - Programm zum Zuhören und Mitsingen

Von Charlotte Peitsmeier
Rahden (WB). Wie vielfältig man einen Gottesdienst gestalten kann, hat sich in der Rahdener St.-Johanniskirche gezeigt. Mit der »kleinen Gospelmesse« haben die Besucher ein Programm zum Zuhören und Mitsingen genossen.

»Come on let us go« (»Komm, lass uns aufbrechen«), war die Botschaft mit der Chor den stimmungsvollen Gottesdienst eröffnete. Bereits zu Beginn wurden die Besucher von dem Gospelgesang in den Bann gezogen. Im weiteren Verlauf stimmte die bewährte Kombination der Chöre »WeTo« und dem Jugendchor der Musikschule Espelkamp-Rahden-Stemwede Lieder wie »Lord Have Mercy« und »Lord God Heavenly King« an.
Die Lieder fügten sich gut in den traditionellen Teil des Gottesdienstes ein und erweiterten die Aussagen noch, die Pfarrer Stefan Thünemann in seiner Predigt machte. An einigen Stellen war es auch für die Besucher an der Zeit, mit einzusteigen, um gemeinsam mit dem Chor zu singen. Begleitet wurde der Gesang von Julia Geusch am Klavier und Anette Schepsmeier an der Querflöte. Die Leitung des musikalischen Teils der Gospelmesse lag in den Händen von Mechthild Bräkling.
Ausklang fand der Gottesdienst mit dem gemeinsamen Abendmahl, das der Chor ebenfalls passend einzuleiten wusste: »Let Us Break Bread Together« (»Lasst uns zusammen Brot brechen«).
Pfarrer Stefan Thünemann betonte zum Ende hin noch einmal die Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten eines Gottesdienstes, welche durch die Gospelmesse verdeutlicht wurden.
Insgesamt konnte der, auf den Baumwollfeldern des Mississippi- Delta entstandene Gospel, auch im winterlichen Rahden überzeugen.

WB Artikel vom 08.02.2012