Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Frischer Glanz und schöne Töne in Wehe

Rahden-Wehe: Festgottesdienst zur Wiedereinweihung der Auferstehungskirche



Am Sonntag, dem 4.September, fand in der voll besetzten Auferstehungskirche in Wehe ein Festgottesdienst zur Wiedereinweihung statt. Nach 10-wöchiger Umbauzeit erstrahlt die Kirche nun in frischem Glanz.
Die historische Kanzel, die vermutlich aus dem 16.Jahrhundert stammt, hat nun einen würdigen Platz im Gottesdienstraum gefunden. Passend dazu wurde der Altarraum umgestaltet, so dass der sakrale Charakter des Raumes besser zur Geltung kommt. Der alte PVC-Fußboden wurde durch freundliches Parkett ersetzt, die Heizungsnischen wurden zugemauert und neue Heizkörper angebracht. Die Orgel wurde von dem Orgelbauer Mathias Johannmeier aus Bad Essen einer umfassenden Reinigung unterzogen und neu intoniert. Dass er nicht nur etwas vom Orgelbau versteht, sondern auch vom Orgelspiel, bewies Herr Johannmeier im Gottesdienst. Bei Chorälen und Orgelstücken brachte er das Instrument mit all seinen Möglichkeiten so überzeugend zum Erklingen, dass an mehreren Stellen spontaner Applaus aufbrandete. Den Gottesdienst leitete der für Wehe zuständige Pfarrer Rainer Rohrbeck gemeinsam mit seiner Frau, Pfarrerin Micaela Strunk-Rohrbeck. In einer Dialogpredigt, die in einem Gespräch zwischen Pfarrer und Orgel bestand, wurde die Geschichte der alten Klus-Kanzel und der Verlauf der Umbauarbeiten in der Kirche noch einmal lebendig. Dabei wurde deutlich, wie viele Gemeindeglieder die Renovierung durch Spenden, aber auch durch aktive Mitarbeit unterstützt haben: Jugendliche hatten die Kirche ausgeräumt und den Fußboden entfernt, starke Männer hatten Altar, Klavier, Kanzel und Orgel bewegt, Chormitglieder hatten die Orgelpfeifen gereinigt und Frauen am Ende Kirchraum und Mobiliar geputzt.



Ihnen allen galt der Dank des Pfarrehepaares, ebenso aber auch den Handwerkern, der Architektin Brunhilde Meier sowie Frau Droste vom Heimatmuseum Lübbecke, durch deren Initiative die historische Kanzel an ihren Ursprungsort nach Wehe zurückkehrte. Dass im Gottesdienst auch drei Babys getauft wurden, war ein sprechendes Zeichen dafür, dass die Geschichte der Kirche in Wehe weitergeht.