Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Das historische Wahrzeichen entdecken - St. Johannis-Kirche öffnet ab 2. Mai wieder ihre Pforten


Die Ehrenamtlichen des Arbeitskreises „Offene Kirche“ freuen sich mit Pfarrer Stefan Thünemann und Gastreferentin Sandra Meier (hockend), Ausflüglern und Touristen die Besonderheiten der St.-Johanniskirche zu präsentieren. Foto: Schubert

Anja Schubert

Rahden. Die Vorbereitungen zur neuen Saison "Offene Kirche" sind abgeschlossen. Mehr als 20 Ehrenamtliche freuen sich, in den Sommermonaten „ihr“ Gotteshaus Ausflüglern, Touristen und Kirchenliebhabern erlebbar zu machen. Am 2. Mai startet die St. Johannis-Kirche in Rahden in eine neue Saison der „offenen Kirche.“ Ein neu angeschaffter Aufsteller macht auf die Öffnung des Gotteshauses aufmerksam.
Die Kirche kann nach dem Erfolg der vergangenen zwei Jahre auch in diesem Sommer Besuchern verlässlich zugänglich gemacht werden. „Ohne die tatkräftige Unterstützung der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre dies nicht möglich“, hob Gemeindepfarrer Stefan Thünemann mit Dank an die Aktiven den Stellenwert des ehrenamtlichen Engagements beim Planungstreffen am Donnerstag im evangelischen Gemeindehaus hervor. Sie tragen nun dafür Sorge, dass die Kirche, auch außerhalb der Gottesdienste geöffnet ist. Immer dienstags bis sonnabends – zwischen 11 und 17 Uhr – stoßen all diejenigen, die auch außerhalb der Gottesdienste Zeit zur Besinnung und Einkehr suchen, aber auch all jene, die sich bei einer Stippvisite in der Auestadt von der interessanten Kirchengeschichte zu einem spontanen Besuch im Jahre 1353 gegründeten Gotteshauses inspirieren lassen, offene Pforten. Die Anwesenheit der „Kirchenbetreuer“, verbunden mit einer freundlichen Begrüßung, eröffnet den Besuchern den Zugang zu dem historischen Wahrzeichen im Herzen der Stadt.
Um auch umfassend auf die Besonderheiten des Gotteshauses, dass Ende vergangenen Jahres für das Engagement um die Wochenstube des „Großen Mausohrs“, die sich auf dem Dachboden der Kirche befindet, vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) ausgezeichnet wurde, eingehen zu können, hatte Thünemann zum Planungstreffen Sandra Meier, diplomierte Landschaftsökologin vom NABU in Minden eingeladen, die in einem anschaulichen Vortrag über das schon bald wieder zu beobachtende rege Treiben der Fledermäuse auf dem Dachboden der Kirche berichtete. „Doch dieser Bereich ist in den Sommermonaten, in denen die Fledermäuse ihre Jungen dort aufziehen, für Besucher tabu“, so Thünemann. Auch die aufwendige Reinigungsaktion, die in Zusammenarbeit von NABU und Ehrenamtlichen Anfang des Jahres auf dem Dachboden stattfand und unzählige Eimer von Fledermauskot hervorbrachte, ließen die Teilnehmer des Treffens Revue passieren.
Wer sich für die ehrenamtliche Mitarbeit im Rahmen der offenen St. Johannis-Kirche interessiert, kann sich auch weiterhin jederzeit an die evangelische Kirchengemeinde Rahden oder Pfarrer Stefan Thünemann wenden.