Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Besinnung auf die befreiende Gnade


Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller umit Pfarrer i.R. Körling Lansky

Zahlreiche Besucher gedachten Martin Luthers Thesenanschlag vor 495 Jahren / Festgottesdienst zum Reformationstag mit Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller in der St.-Johannis-Kirche gefeiert

Anja Schubert

RAHDEN. Zwei Dinge liegen Pfarrer Körling Lansky trotz seines Ruhestandes noch immer sehr am Herzen. Die Frauenkreise und der Reformationsgottesdienst, für den er es sich nicht nehmen lässt, jedes Jahr aufs Neue einen besonderen Festredner zu gewinnen. Die Liste namhafter Gäste, die Lansky seit 1978 führt ist lang, und so konnten sich am Mittwoch die zahlreichen Besucher des beliebten Abendgottesdienstes, die aus allen Rahdener Ortsteilen den Weg in die St.-Johannis-Kirche gefunden hatten freuen, das Gedenken an Martin Luthers Thesenanschlag an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg vor 495 Jahren mit dem Rahdener Geistlichen und Dr. Ulrich Möller, Oberkirchenrat des Landeskirchenamtes der evangelischen Landeskirche zu Westfalen aus Bielefeld, zu feiern. Lansky gestaltete, unterstützt von Kirchmeisterin Sonja Wiebke, dem Posaunenchor und dem Chor Horizonte den liturgischen Rahmen des Festgottesdienstes. Dr. Ulrich Möller, der infolge eines Staus auf der Autobahn erst auf die letzte Minute Rahden erreichte, zeichnete in seiner Predigt ein Bild des Reformator Martin Luther, das den Fokus auf das Evangelium als Neuverkündung der frohen Botschaft von der freien Gnade Gottes richtete. „Das intensive Studium der Bibel veranlasste Martin Luther, den Thesenanschlag vorzunehmen. Lasst auch Ihr die Gnade des Herrn durch die Worte der Heiligen Schrift in Euren Herzen wirken.“



Mit harmonischen Klängen und Liedern wie „Lobt unsern Gott“, „Glaube, Hoffnung, Liebe“ und „Wohl dem, der ein klares Ziel hat“ sorgte der Chor „Horizonte“ melodisch für eine Feststimmung, die einer Besinnung auf die Wittenbergischen Geschehnisse am 31. Oktober 1517 und der frohen Botschaft der befreienden Gnade Gottes gedankenvollen Raum ließen.