Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Besinnliche Augenblicke im verschneiten Wald

Rahdener CVJM hatte zum 25. Mal zur Waldweihnacht eingeladen



VON FLORIAN PASSLICK

Rahden-Wehe. Wie aus dem Bilderbuch mutet die urige Waldlichtung an, die mit verschiedenen Farben ausgeleuchtet wird. Rund um das prasselnde Lagerfeuer versammeln sich Menschen und singen, beten oder erfreuen sich einfach nur an der Ruhe, die dieser Platz ausstrahlt. Bei solch einer ungezwungenen Atmosphäre haben den Besuchern der „Waldweihnacht“ in Wehe auch die winterlichen Minus-Grade nichts ausgemacht.

An einer recht verlassen anmutenden Straße am Wald soll die Wanderung beginnen. Schon von weitem erkennt man vereinzelt Feuerschein. Organisator Oliver Nickel vom CVJM Rahden und seine Helfer verteilen Fackeln an die Teilnehmer – und die Zahl der Gäste ist trotz des unwirtlichen Wetters doch zahlreich erschienen sind.

Dann führt die gemeinsame Wanderung in Richtung des Waldstücks „Beneken Dannen“ los. Langsam bewegt sich der Fackelzug über verschneite Wege, bis die Gäste an einem Lagerfeuer im Waldstück am Ziel angelangt sind. Das knisternde Feuer und die vielen Lichter tauchen die Lichtung in ein schon fast unheimliches Licht, die Atmosphäre stimmt besinnlich. Gemeinsam singen die Besucher der Waldweihnacht in „Beneken Dannen“ Weihnachtslieder wie „Jingle Bells“ oder „Hört der Engel helle Lieder“ und werden dabei vom Rahdener Chor „Laudato si“ tatkräftig unterstützt.

Nach dem Gesang wird dann im Kreis um das Lagerfeuer gebetet, Jugendreferent Oliver Nickel erzählt den Besuchern die Geschichte der Heiligen Drei Könige. „Dieser Ort ist wirklich ein Platz der Ruhe und Besinnung, hier kann man einmal vom Stress der Vorweihnachtszeit abschalten“, erzählt Henning Vogelsang.

„Genau deswegen komme ich schon seit vielen Jahren mit meinen Kindern zur Waldweihnacht.“ Anschließend können sich die Besucher bei heißen Getränken und Stockbrot aufwärmen – oder einfach die Stimmung im verschneiten Wald genießen. „Die Waldweihnacht gibt es schon seit 25 Jahren, aber das wir dabei Schnee haben, das ist sehr selten“, sagt Jugendreferent Oliver Nickel zufrieden. „Leider konnte der Posaunenchor Rahden in diesem Jahr nicht dabei sein, dafür haben wir uns zum ersten Mal aber wirklich in dem Waldstück und nicht wie sonst im Rahdener Gemeindehaus getroffen“, sagt er.

© 2009 Neue WestfälischeZeitung für den Altkreis Lübbecke, Dienstag 22. Dezember 2009