Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Alternativen zum Krieg

Rahden. Hunderttausende Todesopfer, Millionen von Flüchtlingen, unzählige verwundete und verkrüppelte Menschen. - Kriege auf der ganzen Welt zeigen allesamt dieses eine Gesicht. Doch wie kann man gewalttätige bzw. kriegerische Auseinandersetzungen auf gewaltfreiem Weg verhindern oder beenden? Dieser Frage geht die Ausstellung „Frieden geht anders!“ nach, die im Volkstrauertagsgottesdienst am Sonntag in der Rahdener St. Johanniskirche eröffnet wurde. Hiermit erfolgte der Startschuss für die Friedenswoche des CVJM Rahden, die mit Abendandachten, Vorträgen, Konzerten und mehr weitere Veranstaltungen bereithält, um die Menschen zum Nach- und (vielleicht) Umdenken anzuregen.

Jugendreferent Oliver Nickel eröffnete die Ausstellung, die bereits vor dem Beginn des Gottesdienstes das Interesse der Gottesdienstbesucher auf sich zog. Die großen Stellwände, Roll-Ups, Mediastationen und Exponate – darunter Beklemmung erweckende Nachbildungen von Kindern mit Beinamputationen infolge von Landminen– unterstreichen eindruckvoll, dass Kriege keine Lösung sind, um Konflikte zu beenden. Anhand von neun konkreten Konflikten zeigt die Ausstellung auf, wie mit unterschiedlichen gewaltfreien Methoden Kriege und kriegerische Auseinandersetzungen verhindert oder beendet werden konnten. „Die Beispiele stammen aus unterschiedlichen Weltregionen, doch die angewendeten Methoden sind grundsätzlich überall einsetzbar“, machte Nickel aufmerksam und gab zudem einen Einblick in die Entstehung und Arbeit der Flüchtlingshilfe Rahden.

„Das was sich schon 2014 in Rahden abzeichnete, nämlich die Zuwanderung von Menschen anderer Nationalität, irritierte mich. Doch ich wollte nicht irritiert sein von den Menschen, die nach Rahden kommen, sondern sie kennenlernen und auf sie zugehen. Denn da wo Christen sind, bauen sie Brücken“, legte Nickel seine Motivation und der zahlreichen anderen Mitstreiter dar. Schnell nahm mit dem „Cafe International“ und der Unterstützung des Präventionsrates die Flüchtlingshilfe Rahden Gestalt an. „Wenn ich nun mit der Präsidentschaftswahl in der vergangenen Woche in Amerika auf die letzten zwei Jahre unserer Flüchtlingsarbeit zurückblicke kann ich sagen: Wenn die Verantwortlichen, die klugen und einflussreichen Menschen in Deutschland nach Rahden geschaut hätten, wären sie 2015 nicht überrascht gewesen, von dem, was auf sie zugekommen ist, sondern hätten frühzeitig gehandelt.“ Frieden gehe nicht mit Macht oder Stärke, in dem einer siegt und ein anderer verliert. „Der Friede Gottes entsteht durch Gespräch und Versöhnung.“ Damit möchte der CVJM Rahden mit s

einer Veranstaltungsreihe zum Nachdenken anregen. Weitere Infos zu den Veranstaltungen in dieser Woche im Internet unter www.cvjm-rahden.de/event/friedenswoche-2016/


Die jungen Landminen-Opfer von Mosambik stehen für jüngsten Leidtragenden der Kriege auf der ganzen Welt. Jugendreferent Oliver Nickel  und Pfarrer Hanns Meiners freuten sich, eine solch nachhaltige Ausstellung in der St. Johanniskirche eröffnen zu können.
Foto:
Anja Schubert


Bereits vor dem Beginn des Gottesdienstes zog die Ausstellung das Interesse der Besucher im Eingangsbereich und den Gängen der St. Johanniskirche auf sich.
Foto:
Anja Schubert