Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

500 mal Abendkreis in Rahden



Beeindruckend praktizierte Treue und Verlässlichkeit – Frauenabendkreis feierte sein 500. Treffen mit vielen Gästen
Eine Gruppe für Frauen jeden Alters - Neue Gesichter jederzeit gern gesehen


Pfarrer i.R Körling Lanski leitet den Abendkreis seit 1973
Anja Schubert

RAHDEN (Art). „Weißt du noch wie alles anfing?“ – Dieser Frage gingen am Mittwoch rund 80 Frauen der Frauenhilfe Rahden nach, die mit einem geselligen Abend ihr 500. Treffen im Gemeindehaus im Schatten der St. Johanniskirche feierten. Zu mehr als 37 Jahren praktizierter Verlässlichkeit und Treue zu der geselligen Gemeinschaft, die 14-tägig zusammenkommt, konnte Pfarrer i.R. Körling Lansky, der am 14. November 1973 als Gemeindepfarrer diesen Frauenabendkreis ins Leben rief und diesen noch immer betreut, „seinen Frauen“ gratulieren. „Frohe besinnliche Stunden, gelöst von aller Beschäftigkeit, haben unseren Treffen immer wieder aufs Neue inne gewohnt“, unterstrich Lansky das Gemeinschaftsgefühl, dass über die Jahre diese Gruppe zusammengehalten und zusammengeschweißt habe.



Gratulationen, Segenswünsche und Geschenke hatte aber auch eine Vielzahl an Ehrengästen im Gepäck. Superintendent Dr. Rolf Becker erinnerte die Anfangszeiten, aus denen heraus sich die Frauenhilfe als eine tragende Säule des Gemeindelebens entwickelt habe.



Stets seien die Frauen bereit, konkrete Aufgaben und Dienste in der Gemeinde zu übernehmen. „Ich bin immer wieder gerne hier“, bekräftigte er, die gute Gemeinschaft lobend. „Es ist ein Kreis für Frauen jeden Alters“, machte er deutlich, dass auch dieser Abendkreis jederzeit für neue Gesichter offen sei.
„Bei 500 Treffen ist es schwer einen Überblick zu behalten. Da hat jedes Treffen für sich einen besonderen Stellenwert“, gratulierte Pfarrerin Sabine Heinrich, Vorsitzende des Bezirksverbandes Lübbecke, den Frauen und ihrer Vorsitzenden Heike Steinbrink. „Die Erinnerung steht im Mittelpunkt.“ Freude, Wehmut, Trauer und Abschied hätten die Frauen über mehr als dreieinhalb Jahrzehnte durchlebt. Freundinnen durch Umzug oder Tod verloren, aber auch immer wieder neue gewonnen. „Blicken sie bewegt zurück, aber auch mutig und hoffnungsvoll nach vorne“, gab sie den Frauen mit auf den Weg.



Für die Kirchengemeinde und Frauenkreise ergriff Gemeindepfarrer Stephan Thünemann das Wort. „In diesem Kreis gelingt es Abzuschalten und Ruhe zu finden, aber auch Trost bei Einsamkeit und Ratlosigkeit zu finden“, unterstrich er den sozialen Aspekt der Gemeinschaft. Ausflüge, Vorträge und Aktionen hätten immer wieder das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. Sein besonderer Dank galt Pfarrer Lansky für dessen unermüdliches Engagement für die Frauenhilfe, das er mit einem kleinen Präsent honorierte.
Pfarrerin Angelika Weigt-Blätgen von der Zentrale der evangelischen Frauenhilfe in Westfalen in Soest, die eigentlich an den Feierlichkeiten teilnehmen wollte, übermittelte in letzter Minute ihre Grüße aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen nur schriftlich.


Der Jubiläumsabend stand ganz im Zeichen des Advent. Das Duo „Duell“, Elke Kahre und Elke Knicker, untermalten die Veranstaltung mit weihnachtlichen Melodien auf dem Akkordeon.
Nach einer gemeinschaftlichen Stärkung am Büffet gab Ursula Menze ihren ganz persönlichen Rückblick auf die zurückliegenden 500 Treffen. In ausgefeilten Reimen ließ sie geistlich und gesellschaftlich thematisch orientierten Zusammenkünfte, Lesungen, Vorträge Reiseberichte und Ausflüge Revue passieren.



Hilma Heitmann, Käthe Wiesing, Luise Wehking, Heike Steinbrink und Liesel Müller hielten mit einem heiteren Sketch Rückschau auf die zurückliegenden Jahrzehnte. Auch in ihrem Spiel wurde vom Ausflug bis zum Vortrag alles in beeindruckend heiterer Form bedacht.



Gäste gratulieren zum 500. Treffen
Frauenkreis der evangelischen Kirchengemeinde kommt seit 1973 immer mittwochs zusammen


Rahden (DH). »Wer hätte das im Gründungsjahr 1973 gedacht, dass wir heute hier noch so fröhlich zusammen sitzen.« Mit diesen Worten hat Pastor Körling Lansky den Frauenabendkreis zum 500. Treffen begrüßt.

Am Mittwochabend haben die Teilnehmerinnen mit Ehrengästen das Jubiläum im festlichen Rahmen gefeiert. Körling Lansky freute sich, dass so viele Besucher trotz der starken Schneefälle den Weg ins evangelische Gemeindehaus gefunden hatten. Er bedauerte, dass Pfarrerin Angelika Weigt-Blätgen, die Leiterin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen, aus Soest, nicht kommen konnte. »Sie musste wegen der schlechten Witterungsverhältnisse ihre Teilnahme kurzfristig absagen«, informierte der Pfarrer im Ruhestand die Besucher. Auf ihre Predigt zum Thema »Wir haben einen Stern gesehen« mussten die Frauen nicht verzichten, Lansky verlas sie.

Unter den Gästen war auch Superintendent Dr. Rolf Becker. Er zeigte sich beeindruckt vom aktuellen Internetauftritt des Frauenabendkreises. »Ich habe beim Lesen die Seite gefunden hat. Dort heißt es heute wie damals, Frauen jedes Alters sind willkommen und das sieht man auch am heutigen Abend«, fügte Pfarrer Becker hinzu. Pfarrerin Sabine Heinrich vom Bezirksverband Lübbecke der Frauenhilfe stellte fest: »Alles was während der 500 Treffen geschehen ist, ist es wert noch einmal erzählt zu werden. Die vielen schönen Stunden, aber auch die Abschiede, die man beklagen musste, sind es wert, sie noch einmal in Erinnerung zu rufen.« Sabine Heinrich bat die Frauen, mit Mut und Hoffnung weiter ihren Weg zu gehen.


»Öffne deine Sinne, deine Augen, deine Ohren und nimm mit, was dir geboten wird«, riet Pfarrer Stefan Thünemann den Frauen und schenkte ihnen eine Blume. Als Anerkennung für seine Arbeit hatte Thünemann für Pastor Lansky »einen guten Wein« dabei.


Für Musik sorgte das Akkordeonduo »Duell« mit Elke Kahre und Elke Knicker. Die Frauen und ihre Gäste stimmten passend zur Adventszeit weihnachtliche Melodien an.
WB Artikel vom 10.12.2010