Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

„Ein Geschwür, das den Menschen kaputtmacht!“

Frühstückstreffen für Frauen mit Musik und interessantem Referat im Ulmenhof / Nächster Termin: 10. März 2012

STELLE (hm) „Spieglein, Spieglein an der Wand… – Stopp die Vergleichsspirale!“ hieß das Thema eines Vortrags beim jüngsten Frühstückstreffen für Frauen. Auf Einladung der evangelischen Kirchengemeinde der Stadt Rahden waren rund 130 Frauen in den Ulmenhof nach Stelle gekommen, um dort einem Referat von Annegret Schumann zuzuhören, das sich mit der zerstörerischen Wirkung von Neid befasste.
Die Teilnehmerinnen hatten zunächst die Gelegenheit, sich beim 33. Frühstückstreffen untereinander auszutauschen. Untermalt wurde das Treffen von dem jungen Trio „Lucilous“ aus Dielingen.
Bevor Schumann mit ihren Ausführungen begann, stellte Presbyterin Annegret Schinke, die gemeinsam mit einem Team von neun Frauen seit 19 Jahren das Frühstückstreffen organisiert, die Referentin vor. Annegret Schumann ist in der überregionalen Frauenarbeit tätig und gehört der Internationalen Arbeitsgemeinschaft Mission (IAM) an. Die 56-jährige Referentin aus Wuppertal war bereits 2003 zu Gast bei der Rahdener Kirchengemeinde.
„Wer kennt es nicht, das Märchen von Dornröschen? Wenn die böse Königin spricht: ‚Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?‘ Doch was kann so ein Vergleichen bewirken?“, fragte Schumann in den Raum. Vergleichen mache leicht neidisch, sagte sie „Neid tut weh und ist ein Geschwür, das den Menschen kaputtmacht! Neid ist Eiter in den Gebeinen!“ Daneben würde das Vergleichen leicht hochmütig und schnell unzufrieden machen sowie das Gefühl von Minderwertigkeit vermitteln.
Wie alle Frauen im Saal kannte auch die Referentin Neid aus dem eigenen Umfeld und zählte einige Fallbeispiele auf. Auch die Bibel beschreibe Neid und benenne ihn als Kennzeichen der Sünde. Daher gebe es in der Heiligen Schrift viele Stellen, die dazu aufrufen, gegen den Neid vorzugehen.
Dass Neid ein Gefühl ist, das jeder im Leben auch an sich selbst kennen lernt, daran ließ die Referentin keinen Zweifel. Deshalb gab sie den Frauen in der Pause Gelegenheit, sich über
eigene Erfahrungen auszutauschen.
Im zweiten Teil ihres Referates ging es um den Ausstieg aus der Vergleichsspirale. Die Referentin machte deutlich, dass das eigene Leben am Leben Gottes gemessen werde und auch Jesus Christus den Maßstab Gottes erfüllt habe. Nur wer die Maßstäbe Gottes akzeptiere, könne aus der Vergleichsspirale aussteigen, denn „Gott weiß, was für Dich und mich am besten ist“, schloss Schumann ihr Referat.
Im Anschluss wies Schinke auf das Frühstückstreffen im kommenden Jahr, 10. März 2012, hin. „Dafür lassen wir uns etwas ganz Besonderes einfallen, denn dann feiern wir unser 20-jähriges Jubiläum“, machte sie den Teilnehmerinnen Lust auf das bevorstehende Ereignis.