Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Die Melodien der Sehnsucht

Folkband Norland Wind lädt in der St. Nikolauskirche zum Träumen ein

Von Franziska Hölscher
Gehlenbeck (WB). Eine klangvolle Welt voller Träumerei, Sehnsucht und Phantasie - wer möchte sich nicht einmal ganz der Musik hingeben und für ein paar Minuten den persönlichen Alltag und alles um sich herum vergessen? Liebhaber handgemachter Musik kamen am vergangenen Samstag in der St. Nikolauskirche in Gehlenbeck voll auf ihre Kosten.

Die Band Norland Wind, bestehend aus Thomas Loefke, Kerstin Blodig, Noel Duggan, Celine Donoghue sowie Matthias Kießling, nahm die etwa 350 Besucher des Konzertes mit auf eine Reise in nordische Musikwelten und lud zum Träumen ein. Donegal, der keltische Nordwesten Irlands, inspiriert die Musik des Ensembles, das in ihrem Programm neben englischsprachigen Liedern auch durch gälischsprachige sowie selbst komponierte Stücke überzeugte und ihrem Auftritt dadurch eine ganz besondere Note verlieh.
Die mystischen Klänge von Harfe, Geige und Banjo sowie das kraftvolle Gitarrenspiel prägten den unverwechselbaren Sound der Gruppe. Die ersten Konzerte von Norland Wind gab es bereits 1993. Bis zum heutigen Zeitpunkt hat sich das Ensemble, das sich zudem durch ein exzellentes spielerisches Niveau auszeichnet, eine große Fangemeinde aufgebaut.
Auch in Gehlenbeck wurde der Auftritt - im Rahmen ihrer aktuellen Deutschlandtournee - mit Spannung erwartet. Bereits zu Beginn des Konzertes sprang der Funke auf das Publikum über. Ob mit sanften und leisen oder schwungvollen Tönen, die Bandmitglieder verstanden es, die Leichtigkeit ihrer Musik in eine Leichtigkeit des Seins für ihr Publikum zu verwandeln. Dabei verbanden sich an diesem Abend die faszinierenden keltischen Klänge mit der anheimelnden Atmosphäre der Gehlenbecker St. Nikolauskirche. Beides zusammen machte das Konzert für alle Besucher zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Ein besonderer Höhepunkt war an diesem Abend in der Kirche der Soloauftritt von Kerstin Blodig, die international als eine der wichtigsten Interpretinnen skandinavischer Weltmusik gilt. Durch ihre ausdrucksstarke Stimme begeisterte sie ihr Publikum und offenbarte ihre Liebe zur Musik, mit der sie auch die Besucher des Konzertes erreichte und verzauberte.
Nach dem Konzert bestand für die Zuschauer noch die Möglichkeit, sich im Gehlenbecker Gemeindehaus zu gemeinsamen Gesprächen zusammenzufinden und das musikalische Erlebnis Revue passieren zu lassen.
WB Artikel vom 23.11.2009

Keltische Klänge begeistern


Norland Wind konzertierte in der Gehlenbecker Kirche




VON THOMAS MERTEN

Lübbecke-Gehlenbeck. Keltische Klänge, harmonisches Harfenspiel und gälische Gesänge hüllten die Gehlenbecker St. Nikolauskirche in eine besondere Atmosphäre, die das raue Klima des keltischen Nordwestens beinahe spürbar machte. Dicht gedrängt auf Sitzbänken und Emporen verfolgten die rund 300 Besucher das Konzert der fünf Musiker der Band Norland Wind.




Organisator Jörn Kemmener, selbst ein großer Fan, ist begeistert. „Das ist der bisher größte Erfolg der Kaktusgruppe. Besonders schön ist es, dass das ausverkaufte Konzert in unserer imposanten Kirche stattfindet“, erzählt er. Die Kaktusgruppe der ev.-luth. Kirchengemeinde organisiert etwa vierteljährlich kulturelle Veranstaltungen.

„Good evening, ladies and gentlemen“, haucht Sängerin Kerstin Blodig ins Mikrophon und entlockt kurz darauf ihrer Gitarre ein bezauberndes Klangbild. So mancher Zuschauer wippt mit dem Fuß, nickt im Takt oder lehnt den Kopf verträumt an den Partner an. „Am besten fand ich den Solo-Auftritt mit der Loop-Maschine“, meint Iris Eikmeier, die die Karten zum Konzert geschenkt bekommen hat. Kerstin Blodig bediente sich eines Aufnahme- und Abspielgeräts, das mit dem Fuß bedient wird. Auf diese Weise kreierte sie ganz allein einen mehrstimmigen Kanon – und erntete dafür tosenden Beifall. Locker, sympathisch und mit einem Augenzwinkern führte die Combo durch ihr Konzert. „Der nächste Song ist einer meiner Lieblingslieder – kein Wunder, ich habe ihn ja auch geschrieben“, kündigt Harfenspieler Thomas Loefke das nächste Stück an.

Die Gruppe ist meist international unterwegs und gerade auf Deutschlandtour. „Da haben wir einfach mal angefragt – und sie haben prompt zugesagt“, so Kemmener. So kam es zum einzigen Auftritt der Band in Ostwestfalen. Frisch dabei ist die Geigen- und Banjospielerin Celine Donoghue – sie absolvierte in der Kirche ihren zweiten Auftritt.

Die nächste Veranstaltung der Kaktusgruppe wird 2010 der traditionelle „Satirische Jahresrückblick“ mit Bernd Gieseking sein.


NW 24.11.09