Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Alle Jahre wieder - 40 Jahre Weihnachtskonzerte in Gehlenbeck



„Alle Jahre wieder“ - so kamen auch in diesem Jahr die Gehlenbecker und Gäste aus dem Lübbecker Land zum traditionellen Weihnachtskonzert in die St. Nikolauskirche. Es war wieder ausverkauft, die letzten saßen auf Hockern und Stühlen.


Feierten zu Beginn des Jahres Chor und Chorleiterin Ingeborg Renz ihr „40 Jähriges“, so wurde jetzt das 40. Weihnachtskonzert aufgeführt. Mit dabei war von Anfang an Rosa Meyring, die den Chor mit Teilen des Symphonieorchesters unterstützte. Rosa Meyring und Ingeborg Renz, sie gehören mit Hiltrud Wolf zum musikalischen Urgestein des Lübbecker Landes. Ingeborg Renz bedankte sich darum zu Beginn des Konzertes bei der vertrauten Mitstreiterin, das Publikum schloss sich diesem Dank mit Beifall an.



Schon vom ersten Stück an spürte man die Begeisterung des Chores und der Musikerinnen und Musiker.
Was ist das Geheimnis? Es ist zum einen die langjährige vertraute Zusammenarbeit, die dieses Konzert zum Publikumsmagneten macht, Renz versteht es aber auch, in jedem Jahr neben dem Bewährten ein ganz besonderes Kleinod aus der Musikgeschichte zur Aufführung zu bringen. In diesem Jahr beeindruckte sie mit der Aufführung der Schöpfungsmesse von Luigi Gatti das Publikum. Neben Gatti wurden Stücke von Felix Mendelsohn-Bartholdy gesungen, die Konzertgemeinde sang die Adventslieder „Macht hoch die Tür“, „Wie soll ich dich empfangen“ und „Die Nacht ist vorgedrungen“.


Der Chor, der aus vielen jungen und junggebliebenen Stimme besteht, tat das Seinige, um auch dieses Konzert wieder zu einem großen Vergnügen werden zu lassen.

Bartholdys „Singt dem Herrn ein Neues Lied“ wirkte jugendlich frisch, besonders die Männerstimmen klangen schön und klar. Die Freude setzte sich bei der „Weihnachtshymne“ fort. Man spürt in dem „Gott sei Dank durch alle Welt“, dass die Sängerinnen und Sänger das meinen, was sie singen.


Das zeigte sich auch in der Schöpfungsmesse. Wirkte das „Kyrie“ zu Beginn feierlich, so wurde es beim „Gloria“ zugleich fein und triumphal, mal trugen die Querflöten die Klänge fein in den Raum, mal wirkten die Hörner gefühlvoll und kräftig, immer präsent die Streicher und Heinz-Hermann Grube am Basso Continuo. Auch die Solisten fügten sich in das musikalische Gesamtgeschehen ein, besonders Jennifer Rödel als Sopran wirkte kraftvoll und warm zugleich, aber auch Jan Behnken und Hildebrand Haake als Tenor und Bass und Nina Doormann als Alt rundeten mit ihren eindringlichen Darbietungen die Messe ab. Sie wirkten schön bei dem „Qui tolis peccata mundi: misere nobis“. Hier wirkten die Hörner besonders eindringlich. Aber auch die Querflöten unterstützten die Messe immer wieder mit ihrer feinen und warmen Klangfarbe. Die Solisten waren sicher aufeinander eingestellt. Die Messe schloss mit dem großen „Dona nobis pacem“.



Der Messe schloss sich ein überraschendes Vorspiel zu „Die Nacht ist vorgedrungen“ an. Kirchenmusikdirekter Heinz- Hermann Grube – jetzt an der Orgel – bot ein modernes Vorspiel, das wie ein Weckruf wirkte, mit unterschiedlichen Variationen „glitt“ Grube in die Melodie über. Die Gemeinde stimmte dankbar mit ein.
Zu einem kraftvollen Abschluss wurde das Lied „Mache dich auf, werde Licht“ von Mendelsohn-Bartholdy. Hier zog nicht nur Grube alle Register, auch Chor, Solisten und Orchester gaben alles für diesen schönen Abschluss.
Das Publikum bedankte sich mit stehendem Applaus für das Konzert. Auch Ingeborg Renz und Rosa Meyring waren zufrieden mit dem Konzert, das allen einiges abverlangte.