Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Evang. Martins-Kirchengemeinde Espelkamp

Größe: 9,13 km²
Gemeindemitgliederzahl: 4298 (Juni 2016)

Gemeindebüro:


Sekretärin Katja Gläser
Brandenburger Ring 52
32339 Espelkamp

Telefon:  05772 4415
Fax: 05772 915950
Mail: buero(at)martins-kirchengemeinde.de

Öffnungszeiten:

Dienstag, von 9.30 Uhr - 12.00 Uhr
Donnerstag 15.00 Uhr - 17.00 Uhr

Website:

Martinskirchengemeinde Espelkamp


Unsere Pfarrerinnen und Pfarrer: 

Westbezirk:


Pfarrer: Falk Becker 

Telefon: 05772 3211
Fax: 05772 936695

Mail: fb(at)falk-becker.de

Pfarrbezirk Ost: 

zurzeit vakant

Vertretungsdienste übernimmt


Pfarrerin im Probedienst Katharina Blöbaum

Telefon: 05772 4869521
Mobil: 0176 24596104

Mail: katharina.bloebaum(at)kk-ekvw.de

Gottesdienste:

Thomaskirche:
entfällt derzeit aufgrund der Sanierungs- und Bauarbeiten.

Michaelskirche:
sonntags 10.00 Uhr familienfreundlicher Gottesdienst; Tannenbergplatz 1 
- an jedem 1. Sonntag im Monat mit Feier des Abendmahls 
- an jedem 4. Sonntag im Monat mit Kirchen-Kaffee im Anschluss an den Gottesdienst 
- einmal im Monat feiern wir sonntags um 11 Uhr einen „Leib und Seele“-Gottesdienst mit Kindergottesdienst; die genauen Termine entnehmen Sie bitte der Homepage der Martinskirchengemeinde Espelkamp 

Tageseinrichtungen für Kinder

Hand in Hand
Brandenburger Ring 16a
32339 Espelkamp

Brummkreisel
Gabelhorst 29a
32339 Espelkamp

Schwedenkindergarten
Kantstr. 1
32339 Espelkamp

Friedhöfe:

Kommunaler Friedhof

  • Thomaskirche
  • Michaelskirche

Karte Espelkamp


Friedhof



Ev. Kindergarten "Hand in Hand"

Brandenburger Ring 16a
32339 Espelkamp
Tel: 05772 - 4211

Kinder bitten für Kinder in Not





Andreas Kokemoor

Espelkamp(WB). Zum 63. Mal hat die Baugemeinde in diesem Jahr ihre Martinssammlung veranstaltet. Hunderte Kinder sammelten für das »Don Bosco Straßenkinder-Projekt« in Constanza in Rumänien.

Den Auftakt hatten vergangene Woche Freitag Wochenmarktsammlung und Listensammlung bei 250 Unternehmen und Geschäftsleuten gemacht (wir berichteten). Traditionell am Geburtstag Martin Luthers, dem 10. November, zogen 500 Kindergartenkinder, betreut von Erzieherinnen, und 300 Schulkinder, begleitet von mehr als 60 Jugendlichen, am Nachmittag in der Stadt von Tür zu Tür. Sie sangen und baten um Spenden und Süßes.

60 Treffpunkte gab es. Viele Bürger kannten das Projekt und spendeten gern. Dieter Meißner, Vorsitzender der Baugemeinde Espelkamp, erklärte, dass die Martinssammlung in ihrer Art ein in der Region wohl einzigartiges Zusammenwirken von Kirchengemeinden, Schulen und Kindergärten für den guten Zweck darstelle.

»Kindern vor Ort sammeln für Kinder in Not, eine bemerkenswerte und nachahmenswerte Art, den Martinstag in christlicher Nächstenliebe zu begehen«, meint auch Michael Wirtz. Die Betreuer erklärten den Menschen, bei denen die Kinder klingelten, den Spendenzweck. Manche Sammelgruppen seien aber leider forsch und beleidigend abgewiesen worden, bedauerte Meißner, der die Freiwilligen im Martinshaus zusammen mit Stellvertreter Michael Wirtz empfing, um die Sammelbüchsen entgegenzunehmen.

Unter Leitung von Peter Petker begrüßte die freie-evangelische Gemeinde die Sammelkinder mit Liedern und Geschichten. Den Chor bildeten Christoph Martens und Michael Bergen spielten Gitarre, Patricia Fast, Naemi Wall, Anja Rempel und Robin Bergen. Lilli Enns las eine Geschichte.

An einer Kakaobar verwöhnten Anni Wiebe, Frieda Warkentin, Nina Bergmann und Helene Petker die fleißigen Sammler mit heißen Kakao und die Eltern mit Kaffee. In alter Tradition wurde die Mithilfe den Kindern außerdem wieder auf besondere Art versüßt. Jedes Kind bekam eines der speziellen »Martinshörnchen«. Diese Butterhörnchen, gebacken vom Bäckerei Röbelt, haben in einer Spitze einen Klecks Aprikosen- und im anderen Ende Erdbeermarmelade. »Ursprünglich hat der Baron von dem Bussche-Münch die Hörnchen als Dank an die vielen kleinen Martinssammler gestiftet«, berichtete Wirtz. Seit mehr als sechs Jahrzehnten habe dieses Gebäck, das nur anlässlich der Martinssammlung gebacken wird, nichts von seiner Symbol- und Anziehungskraft verloren. Dieter Meißner freute sich, dass die Gemeinde ihre Räume zur Verfügung stellte. Weitere Sammelstellen waren das Michaelshaus und das katholische Gemeindehaus St. Marien.

Manche Bürger, wie zum Beispiel Hannah Lemkemeier, beobachteten die augenscheinlich zurückgehende Beteiligung an der Aktion mit Bedauern. »In meiner Nachbarschaft haben wir uns gefragt, wieso so wenig Kinder unterwegs waren?«, sagte sie. Die Espelkamperin hat früher über viele Jahre die Martinssammlung mit betreut und schätzt die Initiative sehr. »Ich habe den Eindruck, dass von Jahr zu Jahr weniger Kinder an der Sammlung teilnehmen«, meinte sie. Vielen anderen Espelkampern gehe es genauso, sagte sie.

Auch Michael Wirtz von der Baugemeinde teilte diesen Eindruck: »Ich finde es traurig, dass dagegen die Zahl der Kinder, die in den Tagen rund um Halloween durch Espelkamp ziehen, größer geworden ist.« Dieter Meißner stimmte dem zu, stellte aber klar: »Die Martinssammlung wird ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren.« Schatzmeisterin Marlies Meyer, Michael Wirtz, Schriftführerin Monika Dose, Mitglied Janina Stünkel und Ehrenmitglied Ingeborg Hußmann nahmen die Dosen entgegen und brachten sie zur Bank. »Die vorläufige Summe beträgt 6200 Euro nach Abzug aller Kosten«, erklärte Dieter Meißner auf Anfrage. »Das ist auch im Vergleich zu den früheren Jahren ein sehr gutes Ergebnis«, freute sich der Baugemeindevorsitzende.

Westfalen-Blatt vom 14. November 2016