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Illu


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Worte der Besinnung von Rainer Rohrbeck

Neulich konnte ich früh morgens bei herrlichstem Wetter an einer Vogelstimmenexkursion teilnehmen. Besonders eindrucksvoll war für mich, wie still und andächtig diese Gruppe von fast 20 Männern und Frauen für fast drei Stunden durchs Moor ging und dabei mit allen Sinnen auf das konzentriert war, was in der Natur um sie herum zu sehen, zu riechen und vor allem zu hören war. Groß war die Freude, als wir ein Blaukehlchen erst hören und dann sehen konnten, oder den Wiesenpieper und den Fitis. Ich weiß nicht, ob ich immer noch alle Vögel an ihrer Stimme erkennen könnte, aber geblieben ist die Erinnerung an dieses Gefühl großer Nähe, nicht nur zu den anderen in der Gruppe, sondern auch mit all dem, was da um uns herum kreuchte und fleuchte.

Das erinnert mich an das, was ich in der Apostelgeschichte von Paulus lese: Den Leuten auf dem Marktplatz in Athen macht er Mut, nach Gott nicht in menschengemachten Götterbildern zu suchen, sondern in der Schöpfung, „zumindest etwas von ihm könnt ihr dort ertasten und finden. Denn keinem von uns ist Gott fern, denn in ihm leben wir, bewegen uns und sind wir…“ (Apg 17,28). Wie bei uns allen ist in der Schöpfung nicht immer alles schön, klar und gut. Paulus spricht vom „Seufzen der Kreatur“. All unsere Mitgeschöpfe warten auf Erlösung. Keine Frage. Aber vielleicht können wir in der Natur mehr vom wahren Leben und von Gott entdecken, als wir meist meinen. Gerade im Moment: Der Mai ist für mich jedes Jahr neu etwas Besonderes. In seinem wunderbaren Lied „Geh aus, mein Herz!“ macht Paul Gerhardt das in 15 Strophen sichtbar und „singbar“. Am liebsten singe ich dieses Lied draußen, manchmal unterwegs, für mich alleine oder mit anderen. Und meist fühle ich mich nach dem Singen noch leichter und froher als vorher. Wenn Sie an diesem Wochenende nach draußen gehen, können Sie das ja mal ausprobieren. Oder Sie machen mit bei der „Stunde der Gartenvögel“: nehmen sich eine Stunde Zeit und mit wachen Sinnen vor allen Dingen die Vögel wahr, in ihrem Garten oder am Waldrand und zählen, wie viele von welcher Art Sie entdecken können.
Ein Gedicht von Heinz Ehrhardt hat es mir in diesen Tagen wieder mal angetan :

Wie wunderbar ist die Natur!
Man sieht so viele Blüten.
Auch sieht man Schafe auf der Flur
und Schäfer, die sie hüten.
Ein leises Lied erklingt im Tal,
der müde Wandrer singt es.
Ein süßer Duft ist überall,
nur hier im Zimmer stinkt es!

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Rainer Rohrbeck, Pastor in Wehe

 


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