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Rahdens Wahrzeichen neu zu entdecken

Von Joern Spreen-Ledebur

Rahden. Die Motive sind vielfältig. Mal zeigen sie komplette Gebäude, mal ein Detail, das so wohl kaum jemand kennt - wie ein Detail der hölzernen Konstruktion im Turmhelm von St. Johannis in Rahden. Das Gotteshaus im Herzen der Stadt - es ist immer wieder auf den Bildern von Hermann Loren zu sehen.

St. Johannis steht im Mittelpunkt der Ausstellung, die der langjährige Rahdener Tierarzt Hermann Lorenz anlässlich der offenen Kirche gestaltet hat. Zu sehen sind die Arbeiten dienstags bis samstags von 11 bis 17 Uhr. Im Juni, merkte Pfarrer Udo Schulte an, werden die Bilder dann getauscht: Dann zeigt Hermann Lorenz schöne Motive aus Rahden und umzu. Auch die lohnen auf jeden Fall einen Besuch - gern auch wiederholte Besuche, denn beim Betrachten der Bilder gibt?s immer wieder neue Perspektiven zu entdecken.

»Beim Malen hat man verschiedene Phasen und Launen«

So wie auch bei den Bildern zu St. Johannis immer wieder Neues zu entdecken ist: Mal hat Hermann Lorenz den Kirchturm und die angrenzende Bebauung am Kirchplatz und an der Gerichtsstraße in kräftigen Farben gemalt. Mal sind die heutigen Gebäude nahe der Kirche zu sehen, mal sind längst verschwundene Häuser zu sehen - wie etwa die im November 1938 niedergebrannte Synagoge an der Langen Straße. Die Bilder sind eine künstlerische Begegnung mit Rahdens Wahrzeichen.

Andere Bilder zeigen Studien des Turms - mal mit der Kirchringbebauung, mal nur eine Detailansicht. Auch das alte Pfarrhaus in der Wehme vor dem Bau des Seniorenheims hat Hermann Lorenz gezeichnet. Ob es ihm die Kirche besonders angetan hat? "Ja", sagt er. "Das ist nun mal der zentrale Punkt in Rahden."

Die Zeichnungen habe er alle vor Ort gefertigt, erzählt Hermann Lorenz im Gespräch mit der Neuen Westfälischen. "Vom Fahrrad aus von Hand", ergänzt er. Es sei zwar nicht alles gerade, aber darauf komme es auch nicht an. Man sehe einfach mehr, wenn man vor Ort zeichne. "Auf Fotos sieht man nicht alle Details und vor Ort, da habe ich alles vor mir." Zu Hause habe er in die Zeichnungen dann noch Schattierungen reingebracht, "damit man mehr hell und dunkel herausarbeiten kann".

Wie Hermann Lorenz zum Malen und Zeichnen kam? Während seiner schulischen Ausbildung habe er mal mit Holz in einer Tischlerei gearbeitet. "Das sollte im Alter mein Hobby werden. Aber Holz ist eine einsame Sache."

Seine Schwester habe ihn dann auf die "Malerei-Schiene" gebracht. In Osnabrück habe er sich an der Uni um einen Studienplatz gekümmert - mit Bewerbung und Prüfung. Das Kunststudium sei in Osnabrück an Lehramtsstudium angedockt, merkt Hermann Lorenz an. "Das habe ich ein paar Semester gemacht und alles ausprobiert."

Die Bilder in St. Johannis seien in den vergangenen fünf bis sechs Jahren entstanden. Lorenz: "Beim Malen hat man verschiedene Phasen - und Launen." Er male aus Spaß, Malen und zeichnen sei ein prima Hobby, sagt Hermann Lorenz. Das helfe, auch im Alter zufrieden zu sein. Lorenz: "Es ist wichtig, dass man im Alter was macht. Das ist ein wichtiges Ziel." Nur zu Hause zu sitzen und zu jammern - dem erteilt der Rahdener eine klare Absage.

Hermann Loren, die Pfarrer Udo Schulte und Gisela Kortenbruck und Wilhelm Wiebke vom Team der offenen Kirche freuen sich nun auf viele Gäste, die die interessanten Arbeiten anschauen.

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© 2018 Neue Westfälische
14 - Lübbecker Land, Dienstag 01. Mai 2018

 


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