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Kirche im Dorf

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„Kirche lebt von Menschen und von Beziehungen.“

Fünf Gemeinden bitten mit gemeinsamer Spendenaktion um Unterstützung für die Gemeindearbeit.
Es ist eine gute Tradition geworden. Zum 14. Mal bitten die Kirchengemeinden Nettelstedt, Gehlenbeck, Blasheim, Bad Holzhausen und Börninghausen um Spenden für Projekte der Kirchengemeinden. CS
Die fünf Pfarrerinnen Britta Mailänder, Barbara Fischer und Hilke Vollert und die Pfarrer Friedrich Stork und Steffen Bäcker werben für die Aktion seit 2005. „Zunächst einmal möchten wir „Danke“ sagen,“, sagte Friedrich Stork zu Beginn des Gesprächs, „wir danken für die Kirchensteuer, ohne die wir unsere Arbeit nicht tun können. Wir danken aber auch für die vielen Ehrenamtlichen, die einen wichtigen Beitrag leisten für die Arbeit.“ „Wir möchten niemanden zurücklassen.“ ,erklärt Hilke Vollert, „wir bieten unsere Veranstaltungen günstig an, damit alle mitmachen können, sei es bei Konfifreizeiten, Kinderbibelwochen oder anderen Veranstaltungen für Erwachsene.“ Britta Mailänder fügt hinzu: „ Kirchliche Räume sind da für Begegnung. Sie sollen ansprechend sein. Dazu ist das Geld notwendig. Wir haben allein 30 Ehrenamtliche für die Gottesdienste in Nettelstedt.“ Im Durchschnitt gebe es in den Gemeinden ca. 200 Ehrenamtliche, die sich um die Belange der Kirche kümmern. „Kirche lebt von Menschen und von Beziehungen.“, erklärt die engagierte Theologin. Dafür sei Geld nötig. Das beginnt bei dem Blumenschmuck für die Gottesdienste und endet bei der Renovierung der Kirche in Blasheim mit einem geschätzten Volumen von 710 000 Euro. Vielfältig sind die Aufgaben, die aber nur mit zusätzlichen Spenden finanziert werden könnten. In Bad Holzhausen wurde ein neuer Zaun errichtet, in Börninghausen gebe es jetzt Sitzpolster, in Gehlenbeck sammelt man für die Renovierung des Parkplatzes, und im Moment sei die Überholung der Orgel notwendig. In Nettelstedt seien Maßnahmen in der Friedhofskapelle notwendig. Jede Kirchengemeinde sammelt für sich. So kommt jede Spende auch in der Heimatgemeinde an. Die Aktion ist aber gemeinsam. Es wird in den nächsten Wochen um eine Spende für die jeweilige Kirchengemeinde gebeten. Die Flyer werden von Ehrenamtlichen in die Häuser gebracht. Die Pfarrerinnen und Pfarrer erwarten wie auch in den vergangenen Jahren ein gutes Spendenaufkommen.

So bleibt die Kirche im Dorf
Fünf evangelische Gemeinden bitten um Spenden für vielfältige Projekte

Philipp Bülter

Preußisch Oldendorf/Lübbecke(WB). Neue Polster für die Kirchenbänke, ein Plauder-Frühstück für fünf Euro und ein neuer Zaun: Die Kirchengemeinden Bad Holzhausen, Börninghausen, Gehlenbeck, Nettelstedt und Blasheim haben die Spenden ihrer Gemeindemitglieder vielfältig eingesetzt. Nun erhofft man sich neue Mittel – unter anderem für die Reinigung der Gehlenbecker Orgel.
Zum 14. Mal haben die fünf Kirchengemeinden jeweils einen Spendenbrief entwickelt, der die Mitglieder über bisherige, aktuelle und angestrebte Projekte informiert. Zudem wird für die bisher geleisteten Spenden gedankt.
Die Zuwendungen seien enorm wichtig, betonten die Pfarrer Barbara Fischer (Gehlenbeck), Friedrich Stork (Blasheim), Steffen Bäcker, Hilke Vollert (beide Pfarrverbund Börninghausen/Bad Holzhausen) und Britta Mailänder (Nettelstedt) gestern. »Mit der Kirchensteuer können wir nur Personal und Unterhaltung der Gebäude finanzieren. Für die Zusatzangebote für eine aktive Gemeindearbeit, in der wir Raum für Menschen und gemeinsame Treffen schaffen, benötigen wir Spenden«, sagte Barbara Fischer.
Die Pfarrerin aus Gehlenbeck erhofft sich neue Mittel insbesondere für die Sanierung des Parkplatzes am Gemeindehaus und für eine umfangreiche Reinigung der Orgel in der St.-Nikolaus-Kirche, die es zuletzt vor 25 Jahren gegeben hatte. »Das kostet etwa 20.000 Euro und dauert bis zu acht Wochen«, erklärte Fischer.
In Blasheim seien die Spenden bislang beispielsweise für die Einrichtung eines Plauder-Frühstücks mit All-you-can-eat-Angebot für fünf Euro verwendet worden, sagte Pfarrer Friedrich Stork. Da die Renovierungsarbeiten an der Marienkirche laut einer Kostenberechnung mit etwa 710.000 Euro zu Buche schlagen, sei das Spenden wichtig, so Stork. Nur so bleibe die Kirche im Dorf. »Ansonsten müssten wir uns als Institution stärker zurückziehen.«
Wie Pfarrerin Britta Mailänder berichtete, soll in Nettelstedt die 45 Jahre alte Friedhofskapelle in Schuss gebracht werden. In Börninghausen und Bad Holzhausen ist das Pfarrerehepaar Steffen Bäcker und Hilke Vollert glücklich darüber, »dass wir Konfirmationsfeiern und Seniorenfahrten weiter günstig halten können. Alle sollen mitmachen können«, so Vollert. Spenden seien zudem nötig, um die Bauunterhaltungs- und Heizkosten begleichen zu können, betonte Bäcker. »Von etwa 240 Euro Kirchensteuer pro Gemeindemitglied kommen bei den Gemeinden im Kirchenkreis nur etwa 80 Euro, also ein Drittel, an. Der Rest wird für Verwaltung, Diakonie und Kindergärten benötigt«, sagte er. Konzerte, Lesungen und Theaterstücke für Einheimische und Neuzugezogene, Erneuerung von Wegen, neue Notenhefte für Chöre: Die Gemeinden haben viele Pläne.

WB 27.4.
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Gemeinsame Sache, getrennte Kasse
Start der diesjährigen Spendenaktion:

Fünf evangelische Kirchengemeinden bitten um Unterstützung, "damit die Kirche im Dorf bleibt". Einnahmen kommen der jeweiligen Gemeinde zugute
Von Cornelia Müller

Pr. Oldendorf-Börninghausen. Wenn die Mitglieder der Kirchengemeinden Bad Holzhausen, Blasheim, Börninghausen, Gehlenbeck und Nettelstedt demnächst in ihren Postkasten schauen, werden sie dort einen Flyer finden, mit dem ihre Gemeinde "Danke" sagt für bisherige Unterstützung, zugleich aber auch um weitere Spenden wirbt. "Damit die Kirche im Dorf bleibt" heißt die gemeinsame Aktion der fünf Kirchengemeinden, die 2018 bereits zum 14. Mal stattfindet. Bei der Durchführung - etwa der Gestaltung des Flyers - arbeiten die Pfarrer eng zusammen. Die Spenden jedoch landen nicht in einem Topf, sondern kommen den jeweiligen Gemeinden zugute.

Warum 2005 erstmals in dieser Form um Spenden geworben wurde, erläutert Barbara Fischer, Pfarrerin in Gehlenbeck: "Die Kirchensteuerzuweisungen reichen gerade für die Unterhaltung der Gebäude und das Personal. Alles andere muss aus Spenden finanziert werden." Und dieses "Alles andere" ist so unterschiedlich wie die fünf Gemeinden.

In Blasheim steht zum Beispiel eine Sanierung der Kirche an - auf mehr als 700.000 Euro werden die Kosten geschätzt. "Das muss nicht alles in diesem oder im nächsten Jahr gemacht werden, aber gemacht werden muss es", erläutert Pfarrer Friedrich Stork. Und in dem "Riesenprojekt", das die Gemeinde noch längere Zeit beschäftigen werde, seien nicht etwa Extrawünsche enthalten, sondern nur Notwendigkeiten zum langfristigen Erhalt der Kirche, betont er.

Auch der Kirchengemeinde Gehlenbeck steht eine größere Ausgabe ins Haus: die umfangreiche Reinigung und Wartung der Orgel, die auf rund 20.000 Euro veranschlagt wird. Eindeutig kein Fall für die Portokasse und aus Bordmitteln, wie sie von der Landeskirche zur Verfügung gestellt werden, nicht zu finanzieren. Weniger augenfällig als solche großen Investitionen in kirchliche Infrastruktur, aber mindestens genauso wichtig, ist den Pfarrern der Einsatz der Spenden für ein aktives Gemeindeleben. Als Zuschuss zu Konfirmandenfreizeiten zum Beispiel. Oder zur Kostenübernahme, wenn trotz eines schon reduzierten Teilnehmerbeitrages ein Kind aus finanziellen Gründen immer noch nicht mitfahren könnte. "Wir wollen niemanden zurücklassen", so die Börninghauser Pfarrerin Hilke Vollert. Auch Material für die Kinderkirche werde aus Spendenmitteln finanziert oder die Anschaffung einer neuen Kaffeemaschine für das Gemeindehaus, damit Menschen dort weiter eine Möglichkeit haben, miteinander zu klönen. Solche Räume der Begegnung zu schaffen sei eine wichtige Aufgabe der Kirche, betont Pfarrerin Britta Mailänder (Nettelstedt). Um so mehr, als der Staat sich aus diesem Bereich immer weiter zurückziehe. Dafür bräuchten die Kirchengemeinden auch in diesem Jahr wieder die Unterstützung ihrer Mitglieder.

© 2018 Neue Westfälische
14 - Lübbecker Land, Freitag 27. April 2018



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