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Illu


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Orgelkonzert

„Zeitsprünge“ 
Orgelmusik von Buxtehude bis Susteck

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„Ich wünsche Ihnen eine schöne Stunde mit guter Orgelmusik“, sagte Kreiskirchenmusikdirektor Heinz-Hermann Grube den Orgelfans, die zu diesem außergewöhnlichen Konzert gekommen waren.
Tobias Aehlig, Domorganist in Paderborn, spielte Musik zwischen Zeit und Ewigkeit, zeigte Zeitsprünge, die unterschiedliche Epochen geistlicher Musik hörbar machten. Es war eine schöne Stunde guter Musik. Sie war aber nicht gefällig. Manchmal sanft und einfühlsam wie Buxtehudes Präludium in g-moll, um sich dann vereinnahmend und machtvoll in die große Ordnung aufzulösen.
Die Fantasie über das Lied „Von Gott will ich nicht lassen“ des niederländischen Organisten Bert Matter begann gedämpft und erinnerte an elektronische Musik. Sie wirkte durch Wiederholung beunruhigend und bedrohlich, etwas unheimlich. In einem weiteren Teil hörte man laute dissonante Auflösung. Das ist keine Musik zum Träumen, sondern sie verstört, bis der Stimmungsbogen leiser wurde und zu sanfter Versöhnung einlud.
Mit dem Präludium von Johann Sebastian Bach schuf Aehlig ein barockes Gegengewicht. Schon vom ersten Ton hörte man die klare Ordnung der Tonfolgen. Zwei Melodien begegnen sich, ringen miteinander, und trotzdem ist in jedem Atemzug Musik Gewissheit spürbar, die auch in Dissonanzen unmittelbar tröstet.
Ausnahmemusik hörte man mit Dominik Sustecks Orgelmusik, dem Akkordecho aus dem Zyklus „Zeitfiguren“. Man gewinnt den Eindruck, als müsse ein Kern schmerzhaft aus der Mitte geschält werden. Da reißen Dissonanzen aus dem gewohnten Hören, Bässe verstärken den Klangkrieg bis an die Grenze von Lärm, und trotzdem spürt man das Suchen des Verborgenen, der Ton in den Tönen verstört.
Die Improvisation von Aehlig selbst ließen sich wieder tröstlich hören. Es war moderne Musik, aber berührend, klar und eindringlich. Trost wirkt hier intim, in diese Musik darf Kummer hineinfallen. Die Improvisationen enden kraftvoll, wie eine Kraft, die aus der anderen Welt herüber weht und sich über das legt, was ungeschützt ist. Als letztes Stück spielte Aehlig Bela Bartóks „Rumänische Volkstänze“ und schloss mit einem bunten Reigen, der mal märchenhaft, mal wie ein Marsch hörbar wurde. Zum Schluss verwandelte Aehlig die Lübbecker St. Andreaskirche zu einer Kirmes, in der es laut und fröhlich zugeht. Und die Konzertgemeinde sitzt im Kettenkarussel und fliegt der Sonne entgegen, der Wind zerzaust das Haar. Es war eine schöne Stunde guter Orgelmusik.


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