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Diakonin Ulrike Nebur-Schröder

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Diakonin Ulrike  Nebuhr-Schröder

„Woran du dein Herz hängst und worauf du dich verlässt, das ist eigentlich dein Gott.“ Diesen Satz sagte einst Martin Luther. Wenn Sie diesen Satz lesen, wissen Sie wofür Ihr Herz brennt? Ist es der Partner, die Kinder, Freunde, Haus, Garten oder Hobby? Was heißt es, wenn ich mein Herz an jemanden oder irgendetwas hänge?  Es wird uns schnell deutlich, wenn wir uns vergegenwärtigen, dass das Herz unser zentrales Körperorgan ist. Durch das Schlagen des Herzens werden alle Organe unseres Körpers versorgt. Ohne Herzschlag kein Leben. Es ist aber auch das Zentrum unserer Gefühle. Als Schaltstelle für Wahrnehmungen, Empfindungen, Wünsche und Entscheidungen. Es reagiert auf Emotionen. Wenn wir z.B. mit Zukunftsangst, Sorge und Stress  durch das Leben gehen, wirkt sich das häufig auf das Schlagen unseres Herzens aus. Negative Emotionen mag es gar nicht. Aber ein Glück gibt es ja auch die positiven Emotionen: Verliebt sein, genussvoll Urlaub machen, Kinder, Freunde, Glück und Freude. Vieles gibt es, wo wir unserem Herzen Gutes tun. Wenn ich mir anschaue, woran mein  Herz hängt, so sehe ich: Meine Kinder, meine Freunde, die Natur und -  mein Herz schlägt auch für meine Arbeit in der Kinder- und Jugendarbeit. Ich finde es spannend, wie über die Jahre hinweg sich Kinder zu Jugendlichen entwickeln, wie Jugendliche zu jungen Erwachsenen werden und wie diese Erwachsenen ihre Wege finden. In den vielen Jahren, in denen ich als Ehrenamtliche und als Hauptamtliche Kinder und Jugendliche begleite, wird mir jedoch deutlich, dass es immer schwerer wird, dass Menschen ihr Herz für eine Sache wirklich brennen lassen. Zu groß scheint das Angebot zu sein, wie man seine Freizeit verbringen kann. Zu wenig Zeit scheint der einzelne Schüler/Erwachsene zu haben, um sich verbindlich und zuverlässig für etwas einzusetzen. „Woran du dein Herz hängst und worauf du dich verlässt, das ist dein Gott.“ Worauf verlassen wir uns? Worauf können wir uns verlassen? Was hat Bestand und Verbindlichkeit? Bestand und Verbindlichkeit sind Eigenschaften, die in unserer Gesellschaft schwierig geworden sind. Wir leben in einer Gesellschaft, in der Karriere, Gesundheit, Schönheit und Individualismus als Tugenden hoch gehalten werden. Doch sie produzieren eher Unsicherheit und Versagensängste.  Das Viele, worum man sich kümmern muss, woran man sein Herz vermeintlich hängt, macht uns zu Gefangenen der Zeit und der Unverbindlichkeit. Die Menschen um Luther hatten ihr Herz an die Angst abgegeben.  Sie hatten ihr Herz an die Angst verloren. Luther erkennt das und kämpft für die Befreiung durch die Liebe. Er hängt sein Herz an Gottes Liebe und merkt, wieviel Spaß es macht und wie erfüllend es sein kann, sein Herz an das zu hängen, worauf man sich verlassen kann. Es ist das „Ja“ zum Leben. Es ist das „Ja“ zur Liebe (an alles was mir wichtig ist) und es ist das „Ja“, dass verlässlich, verbindlich und ehrlich ist. Es ist das „Ja“, dass mich durch Angst, Sorge und Trauer trägt und dass es möglich macht, mit Zuversicht und Fröhlichkeit durchs Leben zu gehen. Mögen Sie, liebe LeserInnen ebenso ihr Herz an Gott hängen.
Diakonin 
Ulrike Nebur-Schröder,
Gemeindepädagogin in der Region Pr. Oldendorf


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