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Illu


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Prädikantin Jutta Hovemeyer


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Prädikantin Jutta Hovemeyer


Der Apostel Paulus ist für seine deutlichen Worte bekannt. Das muss auch die christliche Gemeinde in Rom aushalten: „Ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die glauben.“(Römer 1, 16).Bei den Worten stelle ich mir vor, wie Paulus sie sagt, selbstbewusst und mit deutlicher Betonung des „ich“ steht er vor den Angeredeten. Ein solch akzentuiertes Bekenntnis zum Evangelium ist damals nicht selbstverständlich. Gebildete spotten über einen Gott, der im Stall geboren und am Kreuz hingerichtet wird. Mächtige politische Kreise sehen eine Bedrohung ihrer Stellung, wenn Christen nicht dem göttlichen Kaiser zujubeln, sondern eben diesen Jesus aus Nazareth als den Weltenherrscher verkündigen.
Paulus bekennt sich zu Jesu Botschaft und erinnert die Gemeinde in Rom daran, dass in eben diesem Mann aus Nazareth das Evangelium, die Gute Botschaft, in die Welt gekommen ist. Darin wird die seligmachende Kraft Gottes offenbar, die er allen Glaubenden schenkt.
Mir imponiert Paulus: Er weiß genau, dass „die Welt“ sein Bekenntnis verspottet oder gar bekämpfen wird.
Nun tritt uns in unserem Land – Gott sei Dank! – niemand gewaltsam entgegen, wenn wir uns als Christen bekennen. Sehen wir in die Welt, treffen uns Nachrichten, dass es durchaus gefährlich sein kann, sich zur christlichen Gemeinde zu halten.
Unsere koptischen Glaubensgeschwister in Ägypten erfahren es wöchentlich.
Bei uns ist es eher eine tiefe Scheu, von so etwas Privatem wie Glaubenserfahrungen zu reden oder sie gegenüber Spott und Ablehnung offensiv zu vertreten.
Wir „schämen“ uns vielleicht nicht, aber wagen dann doch nicht, sich eventuell abfälligen Worten und Blicken auszusetzen.
Dabei haben wir etwas anzubieten. Paulus benennt es ganz deutlich: Das Evangelium ist die Kraft Gottes, die „selig“ macht. Auch das ist ein Begriff, der ein wenig aus der Mode gekommen ist. Er klingt nach süßlicher, nach vermeintlich heiler Welt, die nichts mit unserem Alltag zu tun hat. Das Wort meint aber viel mehr: „Selig“ ist der, der sich ganz bei Gott geborgen weiß. Das bedeutet eben nicht, die Augen vor der Welt und ihren Herausforderungen zu schließen, auch nicht, diesen Anforderungen auszuweichen.
Paulus stellt sich mit seinem Bekenntnis der Realität, und er schiebt die daraus erwachsenden Konsequenzen nicht beiseite. Er bezeugt seinen Lesern damals – und das gilt auch für uns heute, dass Christen Räume haben, die dem Zugriff der Welt nicht ausgesetzt sind.
Das wird uns zugesprochen, gerade in den zurückliegenden Weihnachtsgottesdiensten haben wir die Geschichte des in die Welt gekommenen Gottessohnes immer wieder gehört: In diesem verletzlichen und der Gewalt der Mächtigen ausgelieferten Kind kommt Gott zu uns auf die Erde, in seiner Herrschaft sind wir geborgen.
Ich wünsche Ihnen und mir die Kraft, das auch anderen zu bezeugen.Wir brauchen uns dieser Guten Botschaft wirklich nicht zu schämen.


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