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Illu


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Für die Zukunft sinnvoll strukturiert

Ansehen tut man ihm sein Alter nicht. Doch Anfang 2018 geht Pfarrer Hanns Meiners mit 65 Jahren in den Ruhestand. Angesichts der im Zuge des demografischen Wandels sinkenden Mitgliederzahlen wird seine Stelle nicht zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Damit ergibt sich in der evangelischen Kirchengemeinde Rahden die Notwendigkeit, die Versorgung der Gemeindemitglieder neu zu ordnen. In einer Gemeindeversammlung mit den Gemeindepfarrern und dem stellvertretenden Superintendenten Friedrich Stork wurden nun die organisatorischen und strukturellen Veränderungen vorgestellt, mittels derer die Gemeinde auch weiterhin gut versorgt ist – und mehr noch: mit denen die Gemeinde auch auf lange Sicht für die Zukunft gut und attraktiv aufgestellt ist.

Soviel vorab: Einwände gegen die geplanten Maßnahmen gab es bei der von Pfarrer Udo Schulte und seiner Kollegin Gisela Kortenbruck geleiteten Versammlung keine.

„Die Umrechnungszahl lautet: ein Pfarrer auf rund 3050 Gemeindemitglieder.“ Insgesamt habe man in der Kirchengemeinde noch rund 9000 Schäfchen zu hüten. Um langfristig alle drei Pfarrbezirke etwa gleichgroß zu gestalten, würden, vorbehaltlich der Zustimmung des Kreissynodalvorstandes, Umstrukturierungen wie folgt vorgenommen:

Der Bezirk Ost (Tonnenheide/Wehe) sei bereits mit dem Ruhestand von Pfarrer Körling Lansky neu geordnet worden und werde unverändert durch das Pfarrehepaar Rohrbeck betreut. Die Bezirke Rahden-West von Pfarrerin Kortenbruck und Rahden-Mitte von Pfarrer Schulte werden erweitert. Das Presbyterium habe diesen Veränderungen bereits zugestimmt. Innerhalb des Bezirkes „Mitte“ werde zukünftig Pfarrerin Wirwe Grau-Wahle, bisher ausschließlich für die Altenheimseelsorge zuständig, einen Seelsorgebezirk mit rund 850 Gemeindemitgliedern übernehmen. Das beträfe jedoch nicht den Katechumenen- und Konfirmandenunterricht. „Den werde ich für den gesamten Bezirk Mitte durchführen“, machte Schulte aufmerksam. Die Aufgabenveränderung ziehe langfristig unvermeidlich Einschränkungen in der pfarramtlichen Versorgung der Altenheime nach sich. „Denn die Übernahme eines Seelsorgebezirkes muss für die Kollegin mit einer deutlichen Reduzierung in der Altenseelsorge verbunden sein. Das betrifft unter anderem Gottesdienste, Bibelstunden und Geburtstagsbesuche“, so Schulte. Letztere sollten zum 80. und dann erst ab dem 85. Lebensjahr jährlich erfolgen. Eine Information der Altenheime solle seitens des Superintendenten geschehen.

Und auch für den Bezirk „West“ wird es durch die Verschiebung der Bezirksgrenzen geben. „Ich werde dann ebenfalls in die sonntäglichen Gottesdienste in St. Johannis eingebunden sein“, so Pfarrerin Kortenbruck, die an jeweils einem Sonntag im Monat derzeit die Gottesdienste in Sielhorst, Varl und im Alt-Espelkamper Paul-Gerhardt-Haus hält. Damit auch weiterhin der Dienst an drei Sonntagen nicht überschritten werde, würden ab 2018 die Gottesdienste in Sielhorst und Varl am gleichen Sonntag hintereinander stattfinden, im Wechsel um 9.30 Uhr und 11 Uhr. Über ein halbes Jahr werde man diesen Neuregelung probeweise durchführen und dann in Gemeindeversammlungen beraten, ob dies auch weiterhin so gehandhabt werden solle. Für die beiden Ortschaften habe man eigens ein kleines Erinnerungskalendarium mit den Gottesdiensttagen und –zeiten der beiden Ortschaften drucken lassen, welches Kortenbruck bei der Versammlung stolz präsentierte. Eine detaillierte Übersicht, welche Straßen im Einzelnen neu in welchen Bezirk einfließen werden, werde im nächsten Gemeindebrief veröffentlicht, teilte Kortenbruck mit. Die Betreuung der Kindergärten bleibe unverändert in den Händen des Pr. Ströher Pfarrkollegen Roland Mettenbrink. „Auch wir sind nicht mehr die Jüngsten und gehen irgendwann in den Ruhestand“, so Schulte mit Blick auf seine Kollegen. „Mit der neuen Struktur können wir dann aber drei attraktive Pfarrstellen neu ausgeschrieben werden.“

Sonstiges:

Am Rande riss Schulte zudem noch einige weitere Dinge an, die die Kirchengemeinde derzeit beschäftigen. Zum einen die Sanierung des Gemeindehauses (wir berichteten). „Wenn Pfarrer Hanns Meiners am 4. Februar 2018 in den Ruhestand verabschiedet wird, sind die Sanierungsmaßnahmen im Rahdener Gemeindehaus in vollem Gange.“ Die Feierlichkeiten nach dem morgendlichen Abschiedsgottesdienst würden daher in das Gemeindehaus des Tonnenheider Gotteshauses verlegt. „Wir hoffen, dass die Baumaßnahmen noch vor dem Osterfest abgeschlossen sind.“ Man dürfe jedoch nicht erwarten, dass das Gebäude dann vor Glanz erstrahle. „Die Gelder werden vor allem in Maßnahmen fließen, die nicht so offensichtlich sind, vor allem in die Erneuerung der Sanitäranlagen.“ Seien die Maßnahmen abgeschlossen, fasse man langsam auch endlich die Sanierung der Orgel ins Auge.

An der Neugestaltung des Kirchplatzes werde man sich finanziell nicht beteiligen, stellte Schulte heraus. Doch in Sachen Gestaltung werde der Kirche seitens der Stadt ein Mitspracherecht eingeräumt. „Damit der friedvolle Charakter erhalten bleibt.“ Da der bisherige Baumbestand gemäß Gutachten ein Sicherheitsrisiko werden könne, würden nach der Entfernung der Bäume und der Neugestaltung des Platzes neue angepflanzt. Seitens der Stadt solle es in Kürze eine Informationsveranstaltung geben.


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Pfarrer Hanns Meiners (2.v.l.) geht Anfang 2018 in den Ruhestand. Über die daraus resultierende Neustrukturierung der Pfarrbezirke Mitte und West haben die verbleibenden Pfarrer Micaela Strunk-Rohrbeck, Wirwe Grau-Wahle, Udo Schulte, Gisela Kortenbruck (von rechts) sowie der stellvertretende Superintendent Friedrich Stork in einer Gemeindeversammlung informiert.

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Pfarrerin Gisela Kortenbruck zeigte die Strukturveränderungen auf einer Karte.

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Pfarrerin Gisela Kortenbruck präsentierte das kleine Kalendarium mit den Gottesdienstterminen und -zeiten für die Ortschaften Sielhorst und Varl.

Text und Fotos: Anja Schubert


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