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Leben im Einklang mit der Natur

Pr. Ströhen. Jedes Jahr kommt die Kreisjägerschaft (KJS) Minden-Lübbecke zur Hubertusmesse zusammen, um sich der Botschaft der Hubertuslegende, der Hege und Pflege der Natur und der Ursprünge der Jagd zu besinnen. Der diesjährige Gottesdienst in der Pr. Ströher Immanuelkirche weckte insbesondere bei den einheimischen Gottesdienstbesuchern ganz besondere Erinnerungen. Denn in der Ortschaft an der Landesgrenze war die Tradition vor 16 Jahren ins Leben gerufen worden.

„Ich erinnere mich noch gut daran wie mein Vater Walter als Kopf der Pr. Ströher Jäger mit dem Vorsitzenden der Jägerschaft Lübbecker Hegeringe Wilhelm Stapel und Egon Rohlfing als Hegeringsleiter zusammensaß“, so Friedrich Gardemann, heutiger Leiter des Hegerings Rahden in seiner Begrüßung. Das war 1995 – ganze sechs Jahre habe es bedurft, bis diese Zusammenkunft 2001 zum ersten Mal in Pr. Ströhen stattfand. Damals wie heute habe der Hirsch im Zeichen des Kreuzes für die Verbundenheit von Mensch und Schöpfung, von Jagd im Sinne von Hege und Pflege der Natur gestanden.

Umrahmt wurde der sehr musikalische Gottesdienst von der Empore durch die Bläsergruppe „Vom Eulenstieg“ des Hegerings Rahden. Im seitlichen Kirchenschiff hatten zudem die musikalischen Gäste des Parforcehorn-Bläsercorps Homert aus Eslohe Aufstellung genommen. Die Stücke wurden auf originalen Naturhörnern geblasen, deren Gebrauch bis in die mittelalterliche Jagdpraxis zurückreicht. „Das Jagdthema führt uns zurück in das ursprüngliche Natursein“, erinnerte Gemeindepfarrer Roland Mettenbrink, der den im Zeichen der Ökumene gehaltenen Gottesdienst gemeinsam mit seinem katholischen Rahdener Pendant, Pater Subhash Ullattil, und weiteren Jagdverbundenen gestaltete. „Früher diente die Jagd zum überleben. Der Mensch hatte sich damals nicht stolz über die Natur erhoben, sondern lebte mit ihr harmonisch im Einklang“, appellierte er, dass die Menschen als Naturnutzer den Mitgeschöpfen gegenüber auch weiterhin zu Wertschätzung und Achtung verpflichtet seien. Auch heute dürfe die Jagd kein Selbstzweck sein, kein Töten aus Spaß und Zeitvertreib. „Was erlegt wird, dient auch heute noch zum Verzehr.“ Mettenbrink machte zudem auf die Beseelung der Natur aufmerksam. „Schmerz und Leid, Freude und Trauer sind Empfindungen, die wir von uns Menschen auf unsere Haustiere und nicht zuletzt auf die gesamte Natur übertragen haben. Das hilft uns, unsere Mitgeschöpfe wertzuschätzen und zu achten“

Viele Gläubige und der Jagd Verbunde hatten den Weg in das von den Jägerfrauen mit viel Grün dekorierte Gotteshaus an der Landesgrenze gefunden, wo Fackeln im Umfeld der Kirche stimmungsvoll zu dem besonderen Gottesdienst einluden. Auch nach der besinnlichen Zusammenkunft, als die Gottesdienstbesucher auf dem Parkplatz des benachbarten Gasthauses Buschendorf bei Wildbratwurst der Westfälischen Wildkammer der Familie Valentin und wärmendem Glühwein den Abend gesellig ausklingen ließen, sorgten die heimischen Bläser mit ihren Jagdhornklängen für eine stimmungsvolle Atmosphäre.

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Musikalisches Gedenken im Zeichen des Hirsches und des Kreuzes: Das Parforcehorn-Bläsercorps Homert aus Eslohe verlieh mit seinen originalen Naturhörnern den Musikstücken einen berührenden Klang.

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Erinnerungen: Friederich Gardemann erinnerte sich wie sein Vater vor 16 Jahren die Hubertusmesse ins Leben rief. Mit Ehefrau Anke (l.), Gemeindepfarrer Roland Mettenbrink und dessen katholischem Rahdener Pendant, Pater Subhash Ullattil, sowie der zweiten Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Minden-Lübbecke, Ute Sorhage, begrüßte der Hegeringsleiter im Eingangsbereich die Gottesdienstbesucher.

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Die Bläsergruppe „Vom Eulenstieg“ des Hegerings Rahden sorgte im Gotteshaus und auf dem Gelände des Gasthauses Buschendorf für stimmungsvolle Klänge.

 Text und alle Fotos: Anja Schubert


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