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Illu


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Worte der Besinnung von Pfarrerin Christine Scheele

Sackgasse

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Ich wohne in einer Sackgasse, und im Augenblick in einer die seit Monaten eine Baustelle beherbergt. Bagger, Lastwagen und Rüttler geben sich ein fröhliches Stelldichein, und manchmal war es schwierig, sich mit dem Auto an den rotweiß gestreiften Absperrungen hindurchzuschlängeln.
Da werden einige vielleicht denken: oh je! Und ich habe, als ich aus dem Urlaub kam und nicht wusste, wie ich ohne Blessuren mein Auto auf den Hof fahren sollte, auch gedacht: „Oh, je! Wie soll das werden“. Die Rüttler und Baggerfahrer hatten meine Gewohnheiten ganz schön durcheinander gebracht, auch wenn sie sehr freundlich und hilfsbereit waren.
Ich erzähle Ihnen diese kleine Geschichte, weil ich dabei einiges über mich lernen konnte. „Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage habe“. Das sagt Jesus in der Bergpredigt. Ich habe früher immer gedacht, wenn etwas schwer ist, wenn ich krank bin, wenn etwas nicht rund läuft, dann ist mein Leben falsch, und ich bin schuld. Richtig ist das Leben, wenn es einfach, leicht und bequem ist.
Auch wenn Bagger und Rüttler sehr laut sind, aber wer hat eigentlich gesagt, dass es nicht auch laut sein darf, nicht auch mal anstrengend? Ich erlebte, nicht die Baustelle war das Problem, sondern meine Gedanken darüber, dass es nicht sein darf, es anders sein sollte.
Das Leben ist manchmal leicht und manchmal schwer, manchmal stört jemand, und manchmal erlebe ich wunderbare Begegnungen, manchmal strenge ich mich an, und manchmal ist es locker. Die biblischen Geschichten sind voller Menschen, die sich anstrengen, die es manchmal leicht und oft schwer haben. Wenn es aber ganz normal ist, sich anzustrengen, dann ist es nicht so schwer. Ich habe die Bauarbeiter gesehen, wie sie wirklich im Schweiße ihres Angesichtes ihr Brot verdienten. Das hat mich sehr beeindruckt.
Ich denke, jeder von uns strengt sich manchmal an, und manchmal hat er es locker. Wenn Sie einen kleinen Jungen beobachten, der im Sandkasten Bagger fährt, dann können Sie sehen, wie er sich anstrengt, mit roten Bäckchen baut er seine Straßen und ist glücklich dabei. Bei uns Erwachsenen scheint das anders zu sein. Für uns ist nur beim Sport Anstrengung erlaubt. Außerhalb dessen sollte immer alles leicht und schwerelos sein. Leider ist das Leben, das Gott uns gibt, nicht so. Es hat leichte Seiten und schwere Seiten. Und doch muss ich es mir mit meinen Gedanken nicht noch schwerer machen. Es ist zwar auch kein Qualitätsmerkmal, wenn das Leben anstrengend ist, das sage ich denen, die mir immer sagen, wie viel sie zu tun haben, als ob das Leben dadurch an Tiefe gewinnt. Das ist es auch nicht. Das Leben ist manchmal so und manchmal so.
Ich sage nicht, dass ich mich freue, wenn der Bagger laut baggert und der Pflasterer die Steine abklopft, ich muss mich aber auch nicht ärgern. Worauf es ankommt, ist immer dieser Moment, dieser Schritt: „Jetzt!“ Auch in einer Sackgasse gibt es diesen Schritt, den ich jetzt gehe. Und da können Sie sicher sein: Dieser Schritt geht immer geradeaus.


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