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Vereinigung

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Die Vermählung ist vollzogen

Gottesdienst: Die evangelischen Christen aus Hüllhorst und Oberbauerschaft feierten Sonntag die Vereinigung ihrer Gemeinden. Superintendent Uwe Gryczan überreichte die Urkunde
Von Karsten Schulz
Hüllhorst. Aus den bis dato selbstständigen evangelischen Kirchengemeinden Oberbauerschaft und Hüllhorst ist eine neue größere Gemeinde entstanden: Sie heißt jetzt Ev. luth. Kirchengemeinde Hüllhorst-Oberbauerschaft und hat 4.300 Mitglieder. In einem beeindruckenden Vereinigungsgottesdienst im Pfarrgarten in Hüllhorst im Schatten der Dorfkirche feierten die Christen beider Gemeinden diesen bislang im Kirchenkreis Lübbecke einmaligen Vorgang. Die vereinigten Posaunenchöre und der Kirchenchor sorgten dafür, dass die Zeremonie unter freiem Himmel einen festlichen Charakter erhielt.
Ungewöhnlich war in Hüllhorst und Oberbauerschaft sicherlich die Tatsache, dass die Idee zur Vereinigung von beiden Gemeinden gleichzeitig kam.
Sie ist aus der bereits seit 2016 bestehenden pfarramtlichen Verbindung entstanden, wie sowohl Superintendent Uwe Gryczan als auch die beiden Pfarrer Kristina Laabs und Jens Weber während des Gottesdienstes in ihrer Predigt ansprachen. Und noch ungewöhnlicher sei die Tatsache gewesen, dass sich die eigentliche Vereinigungsprozedur in nicht mehr als fünf Monaten vollziehen konnte. "Da bin ich unserer Landeskirche in Bielefeld sehr dankbar", so der Superintendent. Und auch die staatliche Behörde, die Bezirksregierung in Detmold, habe entsprechend mitgespielt, freute sich der oberste Repräsentant der evangelischen Christen des Kirchenkreises Lübbecke.
Pfarrerin Christina Laabs blieb in ihrer Predigt beim Bild der Hochzeit. In den vergangenen Jahren habe sie Bekanntschaft mit den beiden Brautleuten machen können. Er sei eine "stattliche Erscheinung" und sie sei "recht nett anzusehen".

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Sie habe sich gefreut, die Brautleute auf diesem gemeinsamen Weg begleitet zu dürfen. Natürlich habe es in dieser Zeit auch unterschiedliche Meinungen gegeben, wie das bei Eheleuten oftmals der Fall sei, wenn sie von außen betrachtet würden. Einige hätten gesagt: "Wenn das man gut geht". Und auch die Frage sei gestellt worden, welche Mitgift in die Ehe denn eingebracht werde. Schließlich habe es zwei große Gemeindeversammlungen gegeben, wo sich jeder äußer konnte.
Der eine Ehepartner kann sich auf den anderen in allen Lebenslagen verlassen
Dort seien natürlich auch kritische Töne gefallen, aber das gehöre dazu und das müsse auch gesagt werden. Fragen wie "Warum müssen die denn heiraten? oder "Können die nicht Single bleiben? seien ebenfalls gestellt worden. Schließlich habe es eine "überwältigende Zustimmung" für die Vermählungsfeier gegeben. "Wer hat in der Ehe das Sagen?, auch darüber sei gesprochen worden. Jeder sei auf den anderen zugegangen.
Die Presbyterien hätten bereits über einen längeren Zeitraum immer gemeinsam getagt und sich auf diese Weise kennengelernt. Schließlich sei allen klar geworden, dass man sich gut tue und dass sich der eine auf den anderen Ehepartner in allen Lebenslagen aufeinander verlassen könne, so Christina Laabs. Dabei gelte der Grundsatz, dass die eigenen Interessen und die unterschiedlichen Traditionen der Gemeinden gewahrt bleiben und somit Freiräume für jeden Ehepartner verblieben. Laabs: Wir haben unsere Unterschiedlichkeit letztendlich als Bereicherung empfunden. Deshalb kam bei uns die Erkenntnis, dass wir gemeinsam mehr schaffen als allein."
Für diese engagiert gehaltene Predigt erhielt sie - ungewöhnlich in einem Gotteshaus - spontanen Applaus der gesamten Gemeinde. Der Posaunenchor leitete mit dem bekannten Reinhard Mey-Lied "Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein" über zur offiziellen Verleihung der Urkunde durch den Superintendenten. Der lobte die Gemeinden, die "schon lange Zeit gemeinsam unterwegs sind". Dies sehe man auch bereits daran, dass inzwischen auch der Gemeindebrief gemeinsam herausgegeben wird. Ebenso agieren Posaunenchor und Kirchenchor gemeinsam.


Dieses Bild ist nicht vorhanden."Es macht doch viel mehr Freude in einem großen Chor zu spielen und zu singen",so Gryczan. Er erinnerte an die auch in Hüllhorst entstandene Erweckungsbewegung, die weiter Früchte trage. "Wir haben den Auftrag, das Evangelium zu verteidigen und im Glauben zu wachsen. Durch die Vereinigung werde dieses Wachstum beschleunigt und er glaube daran, dass der "Glaube wieder stärker gelebt werden kann".

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Bürgermeister Bernd Rührup sprach das einzige Grußwort an diesem Sonntagmorgen. Er lobte den "mutigen Schritt in eine neue Gemeindestruktur" und freute sich darüber, dass auf diese Weise die "alte Qualität des Gemeindelebens" erhalten bleibe. Es sei eine "neue, gute Basis für den Erhalt religiösen Lebens in Hüllhorst geschaffen worden. Es bekomme durch diese Vereinigung neue Impulse. Kirche müsse heute neue und weitere Antworten auf die Fragen der Menschen geben und sei wichtiger denn je.
© 2017 Neue Westfälische
14 - Lübbecker Land, Montag 28. August 2017


Gemeinden feiern »Hochzeit«

Vereinigungsgottesdienst von Hüllhorst und Oberbauerschaft
Kai Wessel
Hüllhorst(WB). Binnen weniger Monate ist aus den Kirchengemeinden Hüllhorst und Oberbauerschaft die evangelisch- lutherische Kirchengemeinde Hüllhorst-Oberbauerschaft entstanden. An den Vereinigungsgottesdienst am Sonntag werden sich die Besucher noch lange erinnern. Es gab Applaus für eine Predigt.
Pfarrerin Kristina Laabs griff darin eine Bemerkung ihres Kollegen Jens Weber auf. Der hatte gesagt, die Vereinigung der Kirchengemeinden sei ein bisschen wie eine Hochzeit. Pfarrerin Laabs entwickelte diesen Gedanken weiter, nannte die Vorzüge einer Ehe wie »Gemeinsam schaffen wir mehr als allein« oder auch »Zu zweit macht alles mehr Spaß«. Gleichzeitig betonte sie, wie wichtig der gegenseitige Respekt voreinander sei. All jenen, die
Bedenken gegen die Vereinigung äußern und fragen würden wie »Hat die Braut auch genug Geld?« oder »Ist der Bräutigam nicht zu dick?«, all jenen gab die Pfarrerin mit auf den Weg, dass die Ehe mit überwältigender Mehrheit in den Gemeindeversammlungen und mit Gottes Segen geschlossen worden sei. »Und was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.« Erst war er noch zögerlich, doch dann brandete großer Applaus für die Schlusspointe der Pfarrerin auf.
Superintendent Dr. Uwe Gryczan griff den Faden auf und gab sich überzeugt, dass beide Kirchengemeinden zu einer starken Gemeinde zusammenwachsen. Dass es bereits einen gemeinsamen Gemeindebrief gäbe, sei nur ein Zeichen der fruchtbaren Zusammenarbeit. Gryczan wünschte der neuen Kirchengemeinde, dass sie immer von Gottes Segen begleitet werde und überreichte im Anschluss die Vereinigungsurkunde des Landeskirchenamtes. Die Behörden hätten das Ansinnen der neuen Gemeinde schnell und wohlwollend geprüft. Die erste Pfarrstelle in Hüllhorst wird von Pfarrer Weber, die zweite Pfarrstelle in Oberbauerschaft von Kristina Laabs ausgefüllt.
Bürgermeister Bernd Rührup nannte die Vereinigung einen wichtigen und mutigen Schritt: »Sie wagen den Weg in eine neue Gemeindestruktur, um auch in Zukunft gute seelsorgerische Arbeit leisten zu können.« Rührup sagte, er sei sicher, dass mit der Vereinigung eine gute Basis gelegt werde, von der neue Impulse ausgehen könnten.
Im Anschluss an den Freiluftgottesdienst gab’s Erbsensuppe und die Gelegenheit, sich gegenseitig noch ein wenig besser kennenzulernen.
WB 28.8.
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