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Worte der Besinnung von Pfarrer Bernhard Laabs

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Pfarrer Bernhard Laabs

Heute möchte ich mal über „political correctness“ reden. Das bedeutet, dass man so reden muss, dass sich bloß niemand auf den Schlips getreten fühlt.
Deshalb darf z.B. Kapitän Efraim Langstrumpf kein Negerkönig mehr sein. Das könnte ja vielleicht unsere farbigen Mitbürger kränken. Merkwürdig nur, dass die das eigentlich ziemlich locker nehmen.
Mich beschäftigt dabei dieses: Wer öffentlich redet, muss höllisch aufpassen und viele Blätter vor den Mund nehmen, dass er ja nichts Falsches sagt. Und was dabei herauskommt, ist dann ein so weichgespülter Einheitsbrei, dass es keinen mehr interessiert: lieb, nett – und belanglos. Keiner hört mehr zu.
Und auf der anderen Seite wird der Ton in der rechten Szene immer ruppiger und prolliger – ebenso bei den Nachmittagstalks im Privatfernsehen und last not least in manchen präsidialen Tweets. Das sind wohl die Nischen, in denen man mal wirklich die Sau rauslassen darf – wo das doch im seriösen öffentlichen Raum mittlerweile total verpönt ist
Da erinnere ich mich doch gerne an die frühen 80er Jahre – als wir neunmalklugen Gymnasiasten Bundestagsdebatten live im Fernsehen angeschaut haben, weil da richtig die Fetzen flogen wie zum Beispiel zwischen Franz Josef Strauß und Herbert Wehner – die Älteren erinnern sich. „Politically correct“ war das nicht. Und trotzdem hat keiner dem anderen mit einer Klage gedroht.
„Political Correctness“ ist ja auch irgendwie eine neue Form von Rechthaberei. Jesus war keiner von diesen Korrekten. Mit denen hat er eigentlich im Dauerclinch gelegen: mit denen, die immer sagen „Ordnung ist das halbe Leben“ und meinen, Ordnung ist das ganze Leben. Wo bleibt da Platz für die Freiheit und die Liebe? Und denen die ihre Ordnung, nach der das Geld die Welt regiert, über die Freiheit der Kinder Gottes gestellt haben, hat er ordentlich das Geschäft vermasselt. Heute wäre er wohl auch so ein „Spinner“, vor dem man seine Kinder warnen muss. Weil er dauernd mit „Freiheit“ und „Liebe“ kommt.
Oder nehmen wir Martin Luther, den großen Reformator. Gegen ihn wirken Strauß und Wehner und selbst heutige Gangster-Rapper wie liebliche Barbie-Puppen.
Aber an seinem Rumgepolter hat man wenigstens gemerkt, was ihm wichtig war: Gott will nicht, dass du irgendwelche Verhaltensregeln befolgst. Er will, dass du liebst – zum Donnerwetter nochmal!
Jesus war kein Moralapostel. Das hat der große Reformator seinen Zeitgenossen links und rechts um die Ohren gehauen bis es ihnen in denselben geklingelt hat.
Und heute sind nicht nur die Christenmenschen – nein, die ganze offizielle Öffentlichkeit wieder bei Verhaltensregeln angekommen und ängstlich-panisch um „political correctness“ bemüht. Leute, da war doch vor 500 Jahren einer schon mal weiter…

Bernhard Laabs, Pfarrer in Schnathorst.


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